Meik Volls Appell an die Zuschauer
Verbandsliga: Flieden empfängt den Vierten
SG Bad Soden - Melsunger FV (Samstag, 15.30 Uhr).
Mit Blick auf die Tabelle zählt für die Sprudelkicker gegen den Vorletzten nur ein Sieg. Das weiß auch Trainer Tino Schmitt, der trotz des Rückschlags mit der Last-Minute-Niederlage gegen Rothwesten positiv gestimmt ist: „Die Mannschaft weiß, um was es jetzt geht. Natürlich war das eine bittere Niederlage, die auch für den Kopf nicht einfach war. Aber wenn wir die Partie gegen Melsungen so angehen wie die letzten Spiele und unsere Chancen diesmal nutzen, dann bin ich guter Dinge, dass wir als Sieger vom Platz gehen. Für uns ist aktuell jedes Spiel wichtig, das aber ganz, ganz wichtig.“ Mit einem Vorsprung von vier Punkten auf den ersten sicheren Nichtabstiegsplatz starten die Sodener in ihr Heimspiel. Melsungen hat sieben Punkte Rückstand und will in Bad Soden den letzten Strohhalm greifen. Gut für die Gastgeber: Der Kader ist am Samstag komplett, auch Tuna Moaremoglu und Keeper Arturo Gonzales Garcia sind wieder mit an Bord.
SV Buchonia Flieden - SV Adler Weidenhausen (Samstag, 16 Uhr).
Nach Willingen kommt mit Weidenhausen das nächste Team an den Fliedener Weiher, das nicht nur so im Vorbeigehen geschlagen werden kann: „Uns kann jeder der letzten fünf Gegner richtig wehtun“, sagt Buchonen-Coach Meik Voll, der betont: „Ich versuche aktuell alles, was um uns herum geschwätzt wird, von der Mannschaft fernzuhalten - das ist alles kontraproduktiv. Wir beschäftigen uns Woche für Woche nur damit, wie wir den nächsten Gegner besiegen können.“ Bei Weidenhausen gelte nun vor allem auf das Offensivtrio Acht zu geben: Sören Gonnermann (23 Tore), Jan Gerbig (20 Tore) und Tim Gonnermann (13 Tore) spielen eine exzellente Saison, allerdings hapert es bei den Adlern auswärts, um ganz oben mitmischen zu können.
Meik Voll appelliert derweil auch an die Zuschauer, die zuletzt den Weiher gemieden haben: „Es ist wirklich schade für die Mannschaft, wenn bei einem Spitzenspiel wie gegen Willingen nur 250 Leute da sind. Da kann ich mich an ganz andere Zeiten erinnern.“ Und ein Besuch lohnt sich definitiv: Aus den vergangenen 10 Heimspielen holten die Buchonen stolze 28 Punkte, dabei lautet das überragende Torverhältnis 39:8. Fehlen wird neben den Langzeitverletzten Tobias Bartel, hinter Cedric Trenkler steht ein Fragezeichen, Benedikt Kreß ist zurück im Training.
RSV Petersberg - FC Bosporus Kassel (Sonntag, 15 Uhr).
Rolf Gollin weiß selbstredend, dass für seine Petersberger gegen das Schlusslicht nur ein Sieg zählt. Zumindest das Tabellenbild lässt auch nur diesen einen Schluss zu. Allerdings kann das Spiel kaum ein Selbstläufer werden. Denn der Schuh drückt beim RSV vor allem im personellen Bereich: Bei Julian Wehner, Boris Aschenbrücker und Kubilay Kücükler ist dieser Tage kaum an Lauftraining zu denken: „Sie wollen unbedingt dabei sein, aber mit Gewalt funktioniert es nicht. Und natürlich fehlen sie uns gerade im offensiven Bereich“, erklärt Gollin die Probleme und baut einmal mehr darauf, dass die Youngster um Mark Lindinger, Adrian Bleuel oder Marcel Zehner in die Bresche springen. Und eines sei gerade für die ganz jungen klar: „Aus dieser Saison können sie unheimlich viel mitnehmen, richtig was lernen.“ Und wenn sie zu einem „dreckigen Sieg“, der Gollin voll und ganz reichen würde, beitragen könnten, die Chancen für den Klassenerhalt würden noch weiter anwachsen - und darauf, sagt Gollin hätte es im Saisonverlauf bei den Buchmachern riesige Quoten gegeben.
CSC 03 Kassel - TSV Lehnerz II (Sonntag, 15 Uhr).
Im Hinspiel zeigte die TSV-Reserve, wie dem Aufsteiger beizukommen ist, allerdings weiß Trainer Sedat Gören um die Stärken des Aufsteigers: "Mit Sancho Fernandez haben sie in der Winterpause einen überragenden 'Zehner' dazubekommen, die Außen mit Simoneit und Pape sind richtig stark und Mittelstürmer Radislavjevic ist auch richtig stark." Gerade eben jene hochaufgeschossenen Stoßstürmer müsse sein Team in den Griff bekommen, um Zählbares aus der Jahnkampfbahn mitbringen zu können. Und Gören weiß auch, dass der Klassenerhalt noch längst nicht in trockenen Tüchern ist: "Wir brauchen noch drei, vier Punkte, da ja wahrscheinlich auch vier Mannschaften absteigen werden." Zählbares aus Kassel würde dabei helfen, die Chancenverwertung muss dafür im Gegensatz zu den vergangenen Wochen allerdings besser werden.
SV Neuhof - SC Willingen (Sonntag, 15 Uhr).
Doppelt gemoppelt hält besser? Ein echtes Kuriosum tritt dieser Tage für den SV Neuhof zu Tage: Am Samstag steht das Rückspiel gegen den SC Willingen an, am kommenden Mittwoch das Hinspiel. Gleich zweimal - zunächst im Spätherbst, dann am Ostermontag - musste die Partie im Upland gecancelt werden, weshalb das Rückspiel tatsächlich vier Tage vor dem Hinspiel stattfindet.


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