CSC eine Nummer zu groß - Fotos
Verbandsliga: Lehnerz II kann nicht überzeugen
Der CSC 03 Kassel um Gianluca Maresca (Nummer 9) behielt im Lehnerz die Oberhand. Foto: Charlie Rolff
Doch dass CSC solch einen klaren Erfolg feiern durfte, lag auch am TSV, der streckenweise an das schlechte Mittwochsspiel gegen Mengsberg (3:2-Sieg) anzuknüpfen wusste. Wirklich gut war nur die Anfangsphase, da ließen Tobias Göbel (Vorarbeit Marcel Dücker) und Christoph Sternstein (Vorlage Dennis Nuspahic) binnen 60 Sekunden zwei Hochkaräter liegen, jeweils blieb CSC-Keeper Alexander Bartuli der Sieger in Eins-gegen-Eins-Duellen. Einzig Göbel nach Jan-Henrik Wolfs Flanke hätte noch für die Führung sorgen können (30.).
Bei Lehnerz hakte es trotz nominell offensiver Aufstellung im Laufspiel; zu oft wurde Göbel ganz vorne allein gelassen, die oft von Julian Pecks geschlagenen weiten Bälle verpufften völlig. Und wäre Lehnerz konsequent nachgerückt, es hätten sich zwangsläufig Räume aufgetan, denn CSC wirkte auch ob des Fehlens Christian Käthners phasenweise unsortiert.
Doppelschlag entscheidend
Doch spätestens das 0:1 wirkte für CSC extrem befreiend. Eingeleitet durch eine eigentlich harmlose Hereingabe, machte Jaroslaw Matys das Leder scharf, Christoph Grösch klärte den Ball unter Druck zu zentral und Christoph Reuter traf aus sieben, acht Metern (42.). Gerade Neuzugang Matys war in Folge stärkster Mann am Platz: Das 2:0 erzielte er nach weitem Abschlag Bartulis und Kopfballverlängerung Igor Radisavljevics selbst (65.), eine Minute später bereitete er Sturmkante Radisavljevic das 3:0 vor.
Insgesamt wirkte der Auftritt der Elf von Sedat Gören blutleer – und es wurde deutlich, dass die Mannschaft ohne merkliche Unterstützung von oben oder der A-Junioren gegen Topteams wie CSC alles abrufen muss, um zu punkten. Da war Lehnerz II aber ein gutes Stück von entfernt. Dem CSC merkte man hingegen an, dass der Sieg als echter Befreiungsschlag dienlich sein dürfte. Alexi war an der Seitenlinie eine Stunde lang ungewohnt laut und auch ungewohnt deutlich, spätestens nach dem spielentscheidenden Doppelschlag war aber auch die nordhessische Trainerlegende milde gestimmt. „Wir müssen am Anfang eine der Chancen nutzen, das sind Spieler die den Anspruch haben, Hessenliga zu spielen“, haderte Gören, der ob der Nachlässigkeit in der Defensive in der zweiten Halbzeit konstatieren musste, „dass dann so ein Ergebnis rauskommt“.
Die Statistik:
TSV Lehnerz II: Grösch – Heil, Vilmar, Pecks, Weldetnsae – Dücker – Wolf (58. Sorg), Nuspahic (71. Veapi), Hohmann, Sternstein (74. Milenkovski) – Göbel.
CSC 03 Kassel: Bartuli – Metzner, Frerking, Iksal, Maresca – Murawski, Reuter – Azizi (67. Steinhauer), Kouay, Matys – Radisavljevic (74. Müller).
Schiedsrichter: Gahis Safi (Erlensee).
Zuschauer: 80.
Tore: 0:1 Christoph Reuter (42.), 0:2 Jaroslaw Matys (65.), 0:3 Igor Radisavljevic (66.).


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