Lehnerz II cleverer im Chancenfestival - Fotos

Verbandsliga: Sodens Abwehr bleibt Großbaustelle

17. September 2017, 16:45 Uhr

Foto: Charlie Rolff

„Für die Zuschauer mag das ein richtig schönes Spiel gewesen sein. Als Trainer gehst du in solch einer Partie aber durch die Hölle“, bekannte Bad Sodens Trainer Kelvin King nach einer neuerlichen Pleite in einem Osthessenderby beim TSV Lehnerz II. Die Sprudelkicker stellten beim 2:4, einem Festival der Torchancen, allerdings die schlechtere von zwei löchrigen Abwehrreihen.

Knackpunkt im Spiel für King wie aber auch seinen Gegenüber Sedat Gören Spielminute 65: Daniele Fiorentino hatte das 3:2 und die damit endgültige Wende im Spiel pro Bad Soden gegen Keeper Benedikt Kaiser vergeigt, im Gegenzug bediente der starke Tobias Göbel Christoph Sternstein, der immerhin die wohl wichtigste seiner mindestens zehn hochkarätigen Möglichkeiten zur neuerlichen Führung zu nutzen wusste (65.).

Insgesamt hatten die ebenfalls im Tabellenkeller angesiedelten Lehnerzer mehr Vorteile im Spiel, „allerdings haben wir Soden nach dem 2:0 durch Schlafmützigkeit und zwei Fehler von Daniel Heil und Natu (Natnael Weldetnsae, d. Red.) wieder ins Spiel eingeladen. Wenn Fiorentino das 3:2 für die macht, verlieren wir vermutlich“, mutmaßte Sedat Gören.

Viel Platz für Göbel und Sternstein

Auch Kelvin King war der Ansicht, „dass jede Mannschaft ihre starken Phasen hatten, Lehnerz II war vielleicht den kleinen Tick dominanter.“ Deutlich traten allerdings gestern mal wieder die großen Defizite in der kollektiven Abwehrarbeit zutage. Die Lehnerzer Youngster Göbel und Sternstein hatten bisweilen Platz ohne Ende, die freilich nicht eingespielte Innenverteidigung um Kevin Demuth und den Ex-Neuhofer Leon Bräuer sah ganz oft nicht gut aus. „Die Baustelle bleibt leider, auch weil wir immer weniger Alternativen haben“, musste King zugeben.

Während Soden weiterhin eine kritische Situation zu meistern hat, durfte man im Lehnerzer Lager zumindest ein klein wenig durchatmen. Dennoch gab Trainer Sedat Gören zu bedenken, „dass wir nicht jede Woche einen so guten Kader haben. Generell wäre es schön, wenn wir einige Jungs aus dem Kader des Hessenligateams erst einmal fix in der Reserve trainieren lassen. Mit nur acht Stammkräften ist das wenig sinnvoll.“ Zwei Personalien aus Heimsicht gilt es hervorzuheben: Der Anfang der Woche zurückgekehrte Nikola Milankovic spielte eine Hälfte, offenbarte aber noch Fitnessrückstand. Jan-Henrik Wolf verletzte sich früh am Knöchel. / hall

Die Statistik:

Lehnerz II: Kaiser; Dücker, Milankovic (46. Vilmar), Weldetnsae – Heil, Milenkovski (85. Veapi), Balzer, Sternstein – Nuspahic – Wolf (4. Sorg), Göbel.
Bad Soden: Soldevilla; Krapf, Demuth, Bräuer, T. Paulowitsch – Di Maria, Lairich – Jordan, Ehlert, K. Paulowitsch – Fiorentino.
Schiedsrichter: Felix Ebert (Alsfeld).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Robin Sorg (17.), 2:0 Tobias Göbel (31.), 2:1, 2:2 Lukas Ehlert (38., 42.), 3:2 Christoph Sternstein (65.), 4:2 Tobias Göbel (78.).

Vermarktung:

Mehr zum Thema