Philipp Hochstein wird zur festen Größe

Hessenliga: Seligenstadt erwartet Hadamar

13. April 2017, 21:00 Uhr

Der Seligenstädter Philipp Hochstein im Duell mit dem Hadamarer Marcel Lorz. Foto: Patrick Scheiber.

Nach der 4:0-Gala gegen Hessenliga-Spitzenreiter SC Hessen Dreieich geht es für die Sportfreunde Seligenstadt in der Hessenliga am Ostersamstag mit einem weiteren Heimspiel weiter. Die Mannschaft von Trainer Lars Schmidt erwartet an der Aschaffenburger Straße den SV Rot-Weiss Hadamar.

Sportfreunde Seligenstadt - SV Rot-Weiss Hadamar (Samstag, 15 Uhr)

Einen Tag nach der Veröffentlichung in den regionalen Medien in bezug auf einen denkbaren Rückzug der Einhardstädter aus der Hessenliga, zeigten die Schmidt-Schützlinge auf dem grünen Rasen die richtige Reaktion und fegten den Tabellenführer mit 4:0 vom Platz. "Den Charakter der Mannschaft hat hier niemand je in Frage gestellt. Wir haben das gegen Dreieich sehr gut gemacht und sehr aggressiv gespielt. Zudem standen wir eng gestaffelt und hatten auch das Quäntchen Glück, dass unsere Abschlüsse alle rein gegangen sind", lobt der Sportfreunde-Trainer sein Team auch in der Nachbetrachtung für das begeisternde Spiel. Begeisternd deswegen, weil die Hausherren der besten Defensive der Liga durch Philipp Hochstein, Kevin Hillmann und Marius Löbig in nur fünf Minuten zwischen der 32. und 37. Minute gleich drei Treffer einschenkten. Mit dem 4:0 durch Patrick Hofmann war das Ding dann durch und die Moral des SC Hessen war gebrochen.

Seligenstadt hätte sogar noch höher gewinnen können, doch das wäre dann wohl wirklich des Guten zu viel gewesen. "Wir haben uns Selbstvertrauen erarbeitet und hatten auch schon zuvor bei Rot-Weiss Frankfurt gute Tormöglichkeiten erarbeitet und da ein besseres Resultat verpasst. Die zweite Hälfte gegen Dreieich haben wir dann mit dem Vorsprung im Rücken klar dominiert", analysiert Lars Schmidt. Der Trainer weiß aber, dass es damit nicht getan ist, sondern dass seine Sportfreunde gegen Hadamar unbedingt nachlegen müssen. Das am 4. März gegen den gleichen Gegner im Elfmeterschießen verlorene Halbfinale im Hessenpokal soll dabei in den Köpfen keine Rolle mehr spielen: "Das ist am Samstag ein ganz anderes Spiel. Wir brauchen noch einige Punkte für den Klassenerhalt und Hadamar ist eine gute Mannschaft, die in einer guten körperlichen Verfassung ist", hat der Ex-Profi beobachtet und sieht den Klub aus dem Westerwald mittlerweile als "stabile Größe, die sich in der Hessenliga etabliert hat".

Bekommt Hochstein erneut den Vorzug vor Dalmeida?

Zu einer festen Größe in der Elf von Lars Schmidt scheint sich auch Philipp Hochstein zu entwickeln. Der 22-jährige ist im letzten Sommer aus familiären Gründen in den Kreis Offenbach gezogen und war auf der Suche nach einem Verein. Da Hochstein beim Karlsruher SC in der U17 Bundesliga spielte und dann auch beim 1. FC Heidenheim in der U19 in der Oberliga-Baden-Württemberg insgesamt eine gute fußballerische Ausbildung mitnehmen konnte, wurde der Spieler bei den Sportfreunden Seligenstadt natürlich mit offenen Armen aufgenommen. Über die nordbadischen Verbandsligisten 1. CfR Pforzheim und ASV Durlach kam der Offensivmann dann nach Seligenstadt. In der Hinrunde absolvierte Hochstein einige Einsätze im Gruppenliga-Team, kam dann am 10. Dezember beim Hinspiel in Niederhadamar (1:2) zu seinem Hessenliga-Debüt und erzielte dort auch gleich sein erstes Tor.

In den letzten beiden Spielen bei Rot-Weiss Frankfurt (1:4) und gegen Hessen Dreieich (4:0) gab Lars Schmidt jeweils Hochstein den Vorzug vor Toptorjäger Kouami Edem Dalmeida (14 Tore). Der kurz nur "Raoul" gerufene Stürmer leidet seit der Winterpause unter Ladehemmung und hat seitdem auch nicht mehr getroffen. "Dalmeida hat einen Hänger und will zu viele Sachen auf einmal machen. Philipp Hochstein habe ich in den ersten Spielen auf der rechten Seite gebracht, da hat er die Dinge nicht so gut umgesetzt. Im Angriff klappt das wesentlich besser", erklärt Lars Schmidt und ist erfreut über die gute Entwicklung des jungen Spielers. Aufpassen muss die Seligenstädter Abwehr um Abwehrchef Sven Kunisch vor allem auf den jungen Hadamarer Stürmer Leon Burggraf, der in der Winterpause von einem Limburger Kreisoberligisten kam und seitdem in sechs Hessenliga-Einsätzen schon fünf Tore erzielt hat.

Autor: Pedro Acebes

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