Hessenliga: Steinbach schlägt VfB

60 Sekunden für den ersten Heimsieg

11. Oktober 2020, 15:55 Uhr

Auch Petr Kvaca (Bildmitte) hat der SVS den ersten Heimsieg zu verdanken. Hier setzt er sich gegen Ginsheims Lukas Manneck (links) und Raymond Williams durch. Foto: Kevin Kremer

Endlich hat der SV Steinbach seinen ersten Heimsieg in der Tasche. Im fünften Anlauf musste der VfB Ginsheim dafür herhalten, ein Doppelpack kurz vor der Pause war letztlich ausschlaggebend beim 2:0 (2:0)-Sieg. Zudem war es der erste Sieg gegen den Kontrahenten im vierten Aufeinandertreffen.

Wie so oft in dieser Saison war spielerisch beim SVS wieder einiges drin. In nichts standen die Hausherren Ginsheim nach, die gewiss deutlich reifer und gestandener daherkommen. Wie aus dem Lehrbuch heraus kombinierte Steinbach vor allem beim Führungstreffer. Thore Hütsch machte auf links den Anfang, drei Stationen später war der Ball bei Fabian Wiegand rechtsaußen angelangt, der wiederum mit seiner knallharten Hereingabe Leon Wittke fand (41.). Und nur 60 Sekunden später war der Mühlengrund ein Tollhaus, Petr Kvacas abgefälschter Schuss schlug unhaltbar ein. Wie wichtig diese Minute war, zeigte sich über die 90 Minuten. Denn wie schon am Mittwoch gegen Zeilsheim war kein Team klar besser, diesmal aber entschied der SVS ein Fifty-fifty-Spiel für sich.

Zwar ging Durchgang zwei an Ginsheim, doch daran hatte die Elf von Trainer Petr Paliatka seinen Anteil. "Warum werden wir so defensiv", rief sein Co. "Joe" Weber fragend Mitte der zweiten Hälfte. Die etwas abwartendere Haltung missfiel beiden Trainern, Ginsheim konnte dadurch deutlich offensiver als noch in Halbzeit eins agieren. Ertrag sprang allerdings nicht heraus, Keeper Vladan Grbovic musste lediglich in der Schlussphase bei einigen Kopfbällen richtig zupacken. "Wenn man ehrlich ist, haben wir nichts gehabt an Torchancen. Der Sieg ist verdient, wir hatten teilweise nicht die richtige Einstellung", bemängelte Ginsheims Trainer Matthias Güldener.

Und dennoch hatten die Gäste bis zum Führungstreffer die größte Gelegenheit. Haris Jakubovic wurde im Rückraum freigespielt, aus zehn Metern war die Körperhaltung jedoch nicht gut und der Ball segelte drüber (33.). Auf der Gegenseite hatte Luca Uth 16 Minuten zuvor die Möglichkeit, sein Drehschuss strich hauchzart vorbei. Gleiches galt für Raymond Williams Distanzschuss (19.). Das Spiel eher hätte derweil Kvaca (58.) und Dominik Hanslik (74.) entscheiden müssen, bei zwei guten Kontern aber war Brandon Dorth jeweils der Meister. "Ich bin zwar mit den drei Punkten zufrieden, aber über den Auftritt in den zweiten 45 Minuten enttäuscht. Hätte Ginsheim das besser gemacht, nimmt das Spiel einen ganz anderen Verlauf", resümierte Paliatka, der von einem "traumhaften" Führungstreffer sprach.

Die Statistik:

SV Steinbach: Grbovic – F. Wiegand, Bott, T. Wiegand (76. Kücükler), Hütsch (67. Körner) – M. Wiegand, Zvekic – Hanslik, Uth, Wittke – Kvaca (64. Hofmann).
VfB Ginsheim: Dorth – Williams, Pandov (46. M. Manneck), Kostadinov, Himeno – L. Manneck – Makana (62. Latifi), Jakubovic (68. Di Dio Parlapoco), Oriana, Thur – Houdek.
Schiedsrichter: Leon Kanwischer (TSV Zierenberg).
Zuschauer: 140.
Tore: 1:0 Leon Wittke (41.), 2:0 Petr Kvaca (42.).
Gelb-Rote Karte: Retsuya Himeno (90.+3, Ginsheim).

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