Kreisoberliga Mitte: Hirsch im Interview vor "Heimspiel" in Horas

"Nur der Fitnesszustand ist gravierend"

07. August 2014, 10:00 Uhr

Bardo Hirsch.

Das ist mal ein „echtes“ Heimspiel: Wenn die SG Schlitzerland am Sonntag zum Spitzenspiel der Kreisoberliga Mitte beim FV Horas antritt, dann muss der Schlitzerländer Trainer Bardo Hirsch (51) von zu Hause aus nur über die Straße gehen und schon ist er am Sportplatz.

Am Sonntag geht es gegen Horas. Ein komisches Gefühl, wenn man mit einer anderen Mannschaft dort spielt, wo man direkt daneben wohnt?

Es ist ja schon kurios: Wenn ich aus dem Fenster gucke, kann ich genau auf den Horaser Sportplatz schauen. Das sind keine 20 Meter Luftlinie. Aber mittlerweile habe ich mich an diese Spiele schon so ein bisschen gewöhnt, denn auch mit Maberzell und Borussia Fulda habe ich ja schon Spiele in Horas gehabt.

Zum Auftakt gab es ein 5:0 gegen Lehnerz III. War der Spielverlauf so klar, wie es das Ergebnis aussagt?

Auf keinen Fall. Ich würde sogar sagen, dass das Ergebnis trügt und das man sich auf dieses 5:0 nicht verlassen sollte. Lehnerz III hatte junge Kerle drin, die das eigentlich gut gemacht haben. Da hat nur die Cleverness gefehlt. Wir haben völlig verdient gewonnen, aber wenn Lehnerz in der ein oder anderen Situation ein Tor macht, dann wird das Spiel deutlich enger.

Was trauen Sie Ihrer Mannschaft nach dem Abstieg aus der Gruppenliga zu?

Momentan kann ich das Ganze noch gar nicht richtig einschätzen. Durch viele Verletzungen und beruflich verhinderte Spieler hatten wir eine ganz schlechte Vorbereitung. Das hat alles nicht so funktioniert, wie ich mir das als Trainer eigentlich vorstelle. Leute wie Florian Rippl, Aljoscha Kurz oder Sebastian Kirchner haben kaum trainiert. Wir haben noch einige Baustellen.

Was wäre im Optimalfall machbar?

Wenn alle ihre Rückstände aufholen, dann können wir jederzeit unter die ersten vier in der Liga kommen.

Woran muss man im Schlitzerland noch am meisten arbeiten?

Da gibt es eigentlich gar nicht so viel. Klar siehst du als Trainer von draußen immer wieder Dinge, die man verbessern muss. Aber wir haben eine ganze Reihe an Leuten drin, die mit ihrer individuellen Klasse ein Spiel lenken oder entscheiden können. Man kennt sich seit Jahren, das Team ist eingespielt, der Zusammenhalt groß. Gravierend ist eigentlich nur der Fitnesszustand.

Wie stehen die Chancen am Sonntag in Horas?

Horas hat gerade erst 3:0 in FT Fulda gewonnen. Dort haben wir eine Woche vorher im Testspiel 0:2 verloren – wenn auch ersatzgeschwächt. Aber bei Horas steckt viel Substanz drin. Gemeinsam mit Teams wie Hünfeld II sehe ich den Gegner weit vorne. Gut für uns war der Sieg gegen Lehnerz III, denn dadurch können wir viel befreiter in Horas auftreten.

Ihr Tipp für die Partie?

Mit einem Unentschieden könnte ich gut leben.