Alessandro Fröb: "Hatte Hoffnung auf Profibereich"
Gruppenliga Frankfurt Ost: Mittelfeld-Ass fühlt sich bei Türk Gücü Hanau wohl
Der Kontakt von Alessandro Fröb zu Türk Gücü Hanau ist über deren Trainer Blerim Petrovci entstanden: "Wir haben mehrmals gegeneinander gespielt und uns oft ausgetauscht", sagt der torgefährliche Mann mit Drang zum Tor, der letzte Saison in der Rückrunde zu den Industriestädtern gestoßen ist und mit Ablauf der Runde vier Treffer erzielte. "Blerim zeichnet einfach seine Art aus. Er kann gut auf uns Spieler eingehen. Und von der Vereinsseite her fühle ich mich hier wohl vom Vorstand bis zu den Spielern", zeigt sich Fröb in seinem sportlichen Umfeld sehr zufrieden.
Der Weg zu Türk Gücü führte den Mittelfeld-Außenspieler von Bayern Alzenau über Germania Großkrotzenburg und den damaligen SV Jügesheim (jetzt JSK Rodgau, Anm. d. Red.) zum Ost-Gruppenligisten. "In der Hessenliga in Alzenau habe ich mittrainiert, hatte aber kaum Einsätze. Ich bin dann in die Gruppenliga nach Großkrotzenburg gewechselt, weil viele meiner Freunde dort waren", erzählt Fröb, der zu Beginn seiner Karriere auch auf den Profibereich schielte.
"Damals in der U 19 bei Kickers Offenbach habe ich zusammen mit Sebastian Rode und gegen David Alaba, der in der U19 beim FC Bayern München stand, in der A-Junioren-Bundesliga gespielt. Mein Trainer war damals Jürgen Baier, von dem ich sehr viel gelernt habe. Das waren schöne Spiele und sind jetzt schöne Erinnerungen. Damals hatte ich schon die Hoffnung, in den Profibereich zu wechseln, aber ich hatte einen Leistenbruch und anschließend große Probleme mit meiner Leiste, und Glück braucht man da auch dazu."
Momentan plagen Fröb, der von Beruf Logistiker ist, Schmerzen im Oberschenkel, die er sich im Pokalspiel gegen Marköbel vor drei Wochen eingefangen hat: "Ich kann meine Leistung nicht zu 100 Prozent bringen. Aber wir haben einen kleinen Kader und viele Verletzte sind nicht 1:1 ersetzbar. Da muss ich jetzt auf die Zähne beißen, auch wenn es nur für 70 Minuten langt", stellt Fröb seine Dienste der Mannschaft auch mit Halbgas zur Verfügung und versichert, dass "unser Ziel der Klassenerhalt ist und alles, was besser wäre, als Bonus zu sehen ist."

