Altwiedermus nutzt Patzer der Konkurrenz
Gruppenliga Frankfurt Ost: Hochstadt steigt ab
Michael Kohnke (links) steht mit Eintracht Altwiedermus wieder an der Spitze der Gruppenliga Frankfurt Ost. Foto: Patrick Scheiber
FSV Bad Orb – SV Somborn 1:2 (1:1)
Im Duell der beiden Schlusslichter konnte der Tabellenletzte aus Somborn noch einmal einen Sieg verbuchen und stockt sein Punktekonto damit auf neun Zähler auf. In einer ausgeglichenen Partie erzielte Vincenzo Montaldo schon früh die Führung für den FSV. Bis zur 38. Minute mussten die Gäste einem Rückstand hinterher laufen, ehe Jose De Carvalho zum Ausgleich traf. "Wir haben die Chancen besser genutzt und uns so den Sieg verdient. Im Gegensatz dazu hat Bad Orb die Chancen nicht konsequent genutzt", freute sich Somborns Sportlicher Leiter Harald Bossert über den Erfolg. Denn kurz vor Ende markierte Sahlih Karakaya den Siegtreffer für den Tabellenletzten.
Schiedsrichter: Rajinder Mahey.
Zuschauer: 70.
Tore: 1:0 Vincenzo Montaldo (4.), 1:1 Jose De Carvalho (38.), 1:2 Sahlih Karakaya (80.).
JSK Rodgau – SG Marköbel 0:3 (0:1)
Paukenschlag in Jügesheim. Der JSK Rodgau kassiert seine siebte Pleite auf eigenem Platz – auswärts verlor die Humbert-Elf bislang überhaupt nicht – und muss die Tabellenführung an Altwiedermus abgeben. Die Gäste aus Marköbel, die wohl bis zum Ende erbittert gegen den Abstieg kämpfen müssen, holten dagegen einen ganz wichtigen Sieg und beenden damit den 31. Spieltag drei Partien vor dem Rundenende auf einem Nichtabstiegsplatz. Aber: es ist nur ein Zwei-Punkte-Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, es bleibt also weiterhin eng. Am kommenden Wochenende geht es für die SGM nach Somborn gegen den Tabellenletzten, bei dem ein Sieg nun Pflicht ist. Die Rodgauer treffen auf die SG Rosenhöhe, die sich nach der Niederlage gegen Langen (2:4) aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet hat. "Rodgau war kein Meisterschaftsfavorit, eher ein zahnloser Tiger", fasste Marköbels Adolf Möller die Leistung des Gegners zusammen. Marköbel ist damit seit sechs Spielen ohne Gegentor und hat in diesem Zeitraum stolze 16 Punkte geholt.
Schiedsrichter: Maximilian Prölss.
Zuschauer: 50.
Tore: 0:1 Can Kalayar (44.), 0:2 Daniel Schabet (66.), 0:3 Giuseppe Nacci (86.).
SG Rosenhöhe Offenbach – 1. FC Langen 2:4 (1:1)
Die SG Rosenhöhe wird spätestens jetzt die nach einer tollen Saison aufkeimenden Aufstiegshoffnungen begraben müssen. Im Bruder-Duell der beiden Trainer Tevik und Murat Kilinc hatte Murat am Ende mit Langen den Vorteil. Damit sammelt der Aufsteiger drei Punkte, die noch sehr wichtig sein können im Kampf gegen den Abstieg. Trotz des Sieges bleiben die Gäste auf einem Abstiegsplatz, zwei Punkte beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer. "Es war am Anfang doch sehr eng. Wir haben zweimal geführt und den Ausgleich kassiert. Am Ende haben die Jungs aber alles rein geschmissen und sich endlich belohnt", so der erleichterte Murat Kilinc, der weiß, dass es am kommenden Wochenende gegen Seligenstadt darum geht, "die Chance auf den Klassenerhalt wieder in eigener Hand zu haben."
Schiedsrichter: Alessandro Scotece.
Zuschauer: 50.
Tore: 0:1 Frank Cholewa (36.), 1:1 Dario Fazio(44.), 1:2 Florian Beckmann (55.), 2:2 Dario Fazio (60.), 2:3 Florian Beckmann (70.), 2:4 Luca Lippert (74.).
Sportfreunde Seligenstadt – VFB Oberndorf 1:4 (0:1)
Es bleibt weiterhin eng für die Seligenstädter Sportfreunde. Nach der Heimniederlage gegen Oberndorf stehen die Einhardstädter mit 42 Punkte nur zwei Zähler vor den Abstiegsrängen. Am kommenden Wochenende kommt es zum Duell mit dem 1. FC Langen, der besagte zwei Zähler hinter der Elf von Thomas Marton steht. Oberndorf, als Aufsteiger längst gerettet, arbeitete sich Woche für Woche weiter in die Spitzengruppe vor, hat mit 58 Punkten plötzlich sogar Außenseiterchancen im Aufstiegskampf.
Schiedsrichter: Thorben Fischer.
Zuschauer: 50.
Tore: 0:1, 0:2 Kai Helmchen (34., 49.), 1:2 Jan Hertrich (70., Elfmeter), 1:3 Nico Thomas (81.), 1:4 Almir Muminovic (90.).
1. FC 06 Erlensee – FC Hochstadt 0:0
Erlensee gegen Hochstadt, das ist nicht nur Gruppenliga-Neuling gegen Urgestein, sondern auch Aufstiegskandidat gegen designierten Absteiger. Aber es war eine ansprechende Parte. "Die knapp 200 Zuschauer haben heute ein spannendes Spiel mit tollen Mannschaftsleistungen gesehen", war FCH-Vorstand Manfred Maier trotz der Nullnummer angetan. Hochstadt, das zwar nach dem Trianerwechsel während der Rückrunde eine Leistungssteigerung verbuchte, konnte den Abstieg am Ende nicht mehr verhindern und verabschiedet in die Kreisoberliga. "Diese Liga wird nicht einfach. Es ist eine spannende Liga und wir gehen das voller Respekt an und wollen wieder angreifen."
Schiedsrichter: Erik Vardanjan.
Zuschauer: 200.
Tore: Fehlanzeige.
SVG Steinheim – SV Eintracht Altwiedermus 1:5 (0:2)
Der klare Auswärtssieg katapultiert Altwiedermus – auch begünstigt durch das Unentschieden Erlensees gegen Hochstadt und die Rodgauer Niederlage gegen Marköbel – auf den ersten Platz. Dort steht der SVE drei Spiele vor Saisonende mit zwei Punkten Vorsprung. "In Steinheim waren wir klar besser. Die Gastgeber haben nur zu Beginn der Halbzeiten etwas investiert. Dazu haben wir früh das 1:0 gemacht. Das hat geholfen", resümiert SVE-Sprecher Frank Thomas. Mimoun Attanin musste auf Seiten der Gäste nach 53 Minuten wegen eines Handspiels im Strafraum vorzeitig duschen gehen. Den fälligen Elfmeter hielt Philipp Wolf.
Schiedsrichter: Bagdad Moukhtari.
Zuschauer: 80.
Tore: 0:1, 0:2 Kevin Lehr (8., 30.), 0:3 Michael Kohnke (51.), 0:4 Patrick Hillemann (65.), 1:4 Peter Balzer (69.), 1:5 Emanuel Becker (90.).
FSV Bischofsheim – Türk Gücü Hanau 2:6 (0:1)
In einer sportliche bedeutungslosen Partie zwischen Absteiger Bischofsheim und Türk Gücü Hanau, die zwar zwischendurch Ambitionen nach oben hatte, am Ende aber im Mittelfeld landeten, gelang der Gäste-Mannschaft noch einmal ein Kantersieg. "Das Ergebnis ist am Ende arg hoch ausgefallen. Bis zur 60. Minute haben wir das sehr ausgeglichen gestaltet", so Bischofsheims Sprecher Klaus Pawlytko, der aber zugab, dass die Mannschaft nach dem sicheren Abstieg die Köpfe hängen ließ: "Da hat man gemerkt, dass die Luft doch raus ist. Wir sehnen das Saisonende herbei."
Schiedsrichter: Alexander Kessler.
Zuschauer: 50.
Tore: 0:1 Tim Müller (41.), 1:1 Kai Köhler (47.), 2:1 Andre Rosenberger (52.), 2:2 Tim Müller (63.), 2:3 Volkan Sungun (66.), 2:4 Sascha Jakicevic (73.), 2:5 Tim Müller (85.), 2:6 Hakan Göktepe (89.).
FC Dietzenbach – Kickers Obertshausen 0:1 (0:0)
Vor dem Anpfiff dieser Partie waren die beiden Mannschaften punktgleich mit 41 Zählern und damit unmittelbar über dem Strich vor den Abstiegsplätzen. Der Treffer des Tages von Ediz Davulcu (60.) bescherte Obertshausen drei extrem wichtige Punkte gegen den direkten Konkurrenten. Damit springen die Kickers vorerst auf den neunten Platz und haben erst einmal drei Punkte Vorsprung auf Dietzenbach, die nun den ersten Abstiegsplatz belegen. "Es war ein schlechtes Spiel von uns", so der ratlose FCD-Sprecher Werner Marquardt: "Wir sind nie ins Spiel gekommen, waren läuferisch nicht auf der Höhe und kassieren dann dieses Tor nach einer Ecke. Selbst dran Schuld."
Schiedsrichter: Lars Flauaus.
Zuschauer: 50.
Tore: 0:1 Ediz Davulcu (60.).
Autor: Valentin Schwing

