SGE verliert

Auch eine zweimalige Führung gibt keine Sicherheit

Verbandsliga: Ehrenberg schlägt sich nach der Pause selbst

01. September 2019, 15:45 Uhr

Mit vereinten Kräften wurde nur in Hälfte eins verteidigt: Hier stellen Moritz Schäfer (links) und Florian Dinkel (Mitte) Zakariae El Jamouhi. Foto: Steffen Kollmann

Zwei angeschlagene Boxer trafen in Seiferts aufeinander. Mit groben Fehlern im Defensiv-Verbund knockte sich die SGEhrenberg gegen Sandershausen nach der Pause selbst aus und kassierte so eine empfindliche 3:5-Niederlage.

90 Sekunden nach Wiederanpfiff nahm das Unheil seinen Lauf, als der aufgerückte Innenverteidiger Bruno Luis völlig frei zum Ausgleich einschieben konnte. „Ich weiß nicht, wo wir da sind“, haderte SGE-Co-Trainer Mark Jaksch nicht nur mit dem ersten Gegentor. Es war nur der Beginn einer langen Fehlerreihe, denn keine zehn Minuten später durfte Sandershausen in Führung gehen, nachdem Leon Bau den Ball unglücklich an die Hand bekommen hatte. Wiederum nur kurze Zeit später wurden die Hausherren ausgekontert, am Ende ließ Zakariae El Jamouhi Felix Beck alt aussehen (64.).

„Wir sind teilweise gar nicht hinterher gekommen. Wenn wir defensiv immer so viele Tore kriegen, wird es einfach schwierig. Vorne machen wir ja immer unsere Buden, aber wir machen Woche für Woche nichts aus unseren guten Ausgangslagen“, kritisierte Jaksch, der den privat verhinderten Robert Schorstein vertrat. Beide fehlten verletzungsbedingt auch auf dem Platz, eine laute, ordnende Hand hätte zweifelsohne gutgetan. Das Verletzungspech war sogar so groß, dass Vereinslegende Steffen Kümmel akquiriert werden musste, und ging so weit, dass Niklas Diel mit einer womöglich schweren Knieverletzung auf einer Trage abtransportiert werden musste.

Sehenswerte Treffer

„Die Verletzten sollen aber nicht als Ausrede herhalten, wir hatten immer noch elf Spieler, die rennen können“, betonte Jaksch. Und die sogar zweimal in Führung gingen, sogar durch sehenswerte Treffer. Zunächst traf Marius Schäfer aus großer Distanz das Lattenkreuz, den Nachschuss lupfte Julius Brehl auf den Kasten. Der Ball war am Ende knapp hinter der Linie, Leon Bau war wohl noch am Ball (16.). Für die erneute Führung sorgte Marius Bublitz, ebenfalls per Heber, nachdem Sven Bambey, der am Ende noch den Ehrentreffer erzielte, zuvor gescheitert war.

Die Klasse eines Christopher Minne hatte allerdings kein Ehrenberger: Der ehemalige Hessenliga-Spieler traf erst kompromisslos per Freistoß und per Elfmeter, ehe er drei Minuten vor Abpfiff für das Highlight sorgte: Der Routinier schoss den Ball aus der eigenen Hälfte über Toni Leimbach, der Simon Voll im Tor ersetzte, hinweg in den Kasten.

Die Statistik:

SG Ehrenberg: Leimbach – Ma. Schäfer, Bau, Mo. Schäfer, Beck – Dinkel (68. Kümmel), Bambey – Diel (78. Jestädt), Brehl, Scheffler – Bublitz.
TSG Sandershausen: John – Stengele, Luis, Schumann, Altschmied – Minne, Behler (90.+2 Stern) – El Jamouhi (90.+2 Radcenko), Bredow, Hebold – Akman (63. Sezer).
Schiedsrichter: Dennis Becher (FSG Burg-Gräfenrode).
Zuschauer: 250.
Tore: 1:0 Leon Bau (16.), 1:1 Christopher Minne (26.), 2:1 Marius Bublitz (33.), 2:2 Bruno Luis (47.), 2:3 Christopher Minne (56., Handelfmeter), 2:4 Zakariae El Jamouhi (64.), 2:5 Christopher Minne (87.), 3:5 Sven Bambey (90.+1).

Autor: Steffen Kollmann

Kommentieren
Vermarktung:

Mehr zum Thema