Auch Steinbachs „Sechser“ können Tore schießen
Verbandsliga: SVS eilt zum nächsten Sieg
Petr Paliatka (rechts) machte ein starkes Spiel, lieferte sich aber auch mit dem Schiedsrichter ein heißes Duell.
Nur nach dem Führungstreffer durch Petr Paliatka und zu Beginn der zweiten Halbzeit strahlte Steinbach für kurze Phasen nicht die eindrucksvolle Dominanz aus, die das Team aktuell so stark macht. Wirklich brenzlig wurde es für Marco Motzkus aber nur ein einziges Mal, gegen Marcel Bangert hielt er die Führung allerdings stark fest (34.). „Wie wir den Ball in den eigenen Reihen behaupten, das ist schon stark“, kam SVS-Coach „Kalle“ Müller deshalb nicht um ein Lob herum und machte einmal mehr als einziges Manko die miserable Chancenverwertung aus.
Denn als Paliatka nach 21 Minuten die Führung nach tollem Steckpass durch Florian Münkel per noch schönerem Außenrist-Lupfer besorgt hatte, hatten Julian Rohde, Paliatka, Michael Wiegand und Marcel Ludwig schon vier dicke Möglichkeiten liegen lassen. Ludwig, Münkel und zweimal Rohde hätten danach schon bis zur Pause das Ergebnis in die Höhe treiben müssen. „Die erste Halbzeit war richtig stark“, erkannte Michael Wiegand richtig, der sich ohne Zweifel zum in der letzten Saison noch fehlenden Puzzleteil aufschwingt. Wie stark der „Sechser“ in der Balleroberung, im Passspiel, in der Laufbereitschaft und auch in Sachen Torgefährlichkeit Woche für Woche auftritt, hat gehobenes Hessenliga-Niveau. Sein Coach findet dafür nur ein treffendes Wort: „Geil!“ Wiegand machte nach scharfer Freistoßflanke von Rohde auch den Deckel drauf (79.). Kurz zuvor hatte Paliatka mit einem richtigen Kracher das 2:0. Beim 25-Meter-Geschoss passte kein Blatt Papier mehr zwischen Pfosten und Spielgerät (75.).
Der „Sechser“ erwischte einen Tag zwischen Genie und Wahnsinn. Jede Aktion hatte Hand und Fuß, allerdings bettelte er vor der Pause um die Gelbe Karte, als er immer wieder mit dem Schiedsrichter diskutierte, die bekam er erst nach einem rüden, aber zwingend notwendigen Einsteigen gegen Christoph Osterhold kurz nach der Pause. Danach war er lammfromm, wollte keinesfalls den zweiten Platzverweis der jungen Saison gegen sich riskieren und legte stattdessen das 2:0 nach. Apropos Osterhold:Den meldete Steinbachs Youngster Heiko Petrasch komplett ab und machte selbst richtig Betrieb nach vorne.
Steinbach: Motzkus – Petrasch, Terentew (85. Brehl), Trabert, F. Wiegand – M. Wiegand, Paliatka (83. Bott) – van Leeuwen, Rohde, Ludwig (70. Schleinig) – Münkel.
Korbach: Schmelter – J. Osterhold, Pohlmann, Müller (81. T. Will), Benndorf – J. Wll, Emde (81. Rausch) – Bangert, Vogel, C. Osterhold – Dohle (70. Schwechtel).
Schiedsrichter:Volker Höpp (FSV Dauernheim). Zuschauer: 250. Tore: 1:0 Petr Paliatka (21.), 2:0 Petr Paliatka (71.), 3:0 Michael Wiegand (75.).


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