Beste Abwehr gegen besten Sturm

Verbandsliga Süd: Bad Vilbel empfängt Usingen

10. März 2017, 09:00 Uhr

Filip Osman erwartet mit seinem FV Bad Vilbel die Usinger TSG. Foto: Patrick Scheiber.

Wenn am Freitagabend der FV Bad Vilbel die Usinger TSG zum vorgezogenen Meisterschaftsspiel der Verbandsliga Süd empfängt, dann treffen zwei Teams mit interessanten statistischen Werten aufeinander. Zwar trennen beide Teams in der Tabelle nur drei Punkte, es trifft aber die beste Abwehr der Liga auf den besten Sturm der Spielkasse. Und das verspricht für Freitagabend einen interessanten Vergleich am Niddasportfeld.

FV Bad Vilbel - Usinger TSG (Freitag, 19.30 Uhr)

Durch zwei 1:0-Siege gegen den VfB Ginsheim und beim TSV Vatanspor Bad Homburg haben sich die Brunnenstädter auf Rang vier der Tabelle katapultiert. Dabei kam mal wieder die Abwehrstärke des Teams von Trainer Amir Mustafic zum Vorschein. Nur 24 Gegentore mussten die Wetterauer bislang hinnehmen - Ligaspitzenwert! "Nicht nur unsere Abwehr verteidigt gut, sondern die gesamte Mannschaft macht das gut", sagt Bad Vilbels Trainer Amir Mustafic wohlwissend, dass mit der Usinger TSG mit 51 Toren gemeinsam mit der Spvgg. 03 Neu-Isenburg der beste Sturm zu Gast ist. 25 der 51 Treffer gingen entweder auf das Konto von Otto Weber (13 Tore) oder auf jenes von Tim Pelka mit zwölf Toren.

"Wir werden Usingen nicht unterschätzen. Das ist eine starke Mannschaft mit guten Offensivspielern. Aber meine Spieler sind gut drauf und wir schauen nicht mehr nach unten, sondern nach oben", meint der Vilbeler Coach, der das 1:0 in Bad Homburg als "viel zu niedrig empfand". Mit einem Sieg können sich die Hausherren auf Rang drei verbessern und vielleicht sogar noch die ersten beiden Plätze angreifen. Bei einer Niederlage freilich würde die UTSG an den Vilbelern vorbeiziehen. "Wir sind jetzt komplett, wären wir das schon in der Hinrunde gewesen, könnten wir auch ganz vorne stehen", meint Mustafic.

Haimerl: "Wir müssen kollektiv verteidigen"

Usingens Sportlicher Leiter Swen Haimerl verweist darauf, dass "wir mit Otto Weber und Tim Pelka zwei ganz starke Stürmer haben, die Bad Vilbels Abwehr beschäftigen werden. Auf den Sechserpositionen liefern Lars Günther und Tim Tilger die Vorlagen. Und unser Spielertrainer Marcel Kopp kann über außen kommen". Ohne der Taktik des Spielertrainers vorgreifen zu wollen, dürfe man "Bad Vilbel nicht unterschätzen. Um da Punkte zu holen, müssen wir kollektiv verteidigen", meint Heimerl und bekräftigt: "Die oberste Prämisse ist es, den Klassenerhalt zu sichern. An diesem Ziel hat sich nichts geändert. Wenn wir das geschafft haben sollten, können wir uns andere Ziele setzen".

Mit dem 2:1-Sieg gegen die SG Bruchköbel gelang den Hochtaunus-Kickern ein wichtiger Erfolg zum Auftakt der Restrunde, nachdem das Spiel bei Germania Großkrotzenburg ausgefallen war. Doch Vorsicht: Auch wenn der Klub aus dem Hintertaunus die Vilbeler mit einem Auswärtssieg in der Tabelle überholen kann, bei einer Niederlage wird es für die Kopp-Schützlinge nach hinten hin wieder eng, denn der erste Abstiegsplatz ist nur drei Punkte entfernt. Die Zuschauer können sich heute Abend auf ein interessantes Verbandsligaspiel freuen.

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