Borussia steht hinten sicher und nutzt die Fehler eiskalt aus
Verbandsliga: SCB ist der Gewinner des Spieltags
„Wir haben das wirklich gut gemacht, Kompliment an die Mannschaft“, freute sich Dennis Müller. Der 24-Jährige spielte wieder auf gewohnter Position im rechten Mittelfeld, mit zwei Toren trug er maßgeblich zum Sieg der Borussia bei. „Ich fühle mich auf mehreren Positionen zuhause. Dass ich dann aber gleich zwei Treffer beisteuern konnte, freut mich sehr.“ Müller hätte sich durchaus noch einmal mehr in die Torschützenliste eintragen können, einen Strafstoß konnte er aber nicht zum persönlichen Dreierpack verwandeln. „Der Elfmeter war nicht gut geschossen“, gab der Schütze zu. „Beim Spielstand von 3:0 ist das noch zu verschmerzen, bei einem 0:0 hätte das anders ausgesehen.“
Halbzeit eins war geprägt von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld, Torchancen waren Mangelware. Die erste richtige Chance nutzte Borussia kurz vor der Pause: Alex Reith leitete den Ball gekonnt auf Krause weiter, der mustergültig auf Dennis Müller flankte. Sein Kopfball gegen die Laufrichtung war für Gäste-Keeper Danny Göhler unhaltbar (41.). „Es war wichtig, kurz vor der Halbzeit mit 1:0 in Führung zu gehen. Danach ging das Spiel in unsere Richtung“, analysierte Coach Oliver Bunzenthal.
Gleich nach dem Seitenwechsel nutzte dann Matija Poredski einen großen Bock in Eschweges Hintermannschaft aus. Adam Sankiewicz vertändelte den Ball und der kroatische SCB-Stürmer blieb vor Keeper Göhler eiskalt (54.).
Danach war Fulda die überlegene Mannschaft, ließ hinten weiterhin nichts zu und nutzte einen erneuten Fehler der Gäste. Kapitän Christopher Minne verlor im eigenen Strafraum den Ball an Alex Reith, Borussias Wirbelwind passte quer und Dennis Müller musste für Treffer Nummer zwei das Spielgerät nur noch einschieben (70.). Da stellte es auch kein größeres Problem mehr dar, dass Müller an Göhler per Elfmeter scheiterte, nachdem Marcel Trägler zuvor von eben jenem Gäste-Keeper gelegt wurde (71.).
Für Bunzenthal gab es nach dem Spiel kaum einen Grund, etwas zu kritisieren. „Es wäre schlimm, wenn ich jetzt nicht zufrieden wäre. Aufgrund der zweiten Halbzeit ist der Sieg auch absolut verdient“, so der 42-Jährige. Besonders glücklich war der Coach mit der Defensive, die erst nach dem 3:0 eine echte Möglichkeit zuließ. „Ich möchte da niemanden besonders herausheben, das Kollektiv hat gestimmt. Aber bärenstark waren Roman Schad und Cino Schwab, die gegen ihre Gegenspieler Stephan Hoffmann und Jan Kaufmann überhaupt nichts anbrennen ließen.“
Fulda: Wolf – Schwab, Schad, Milankovic, Dimitrijevic – Jaksch, Krause – Dennis Müller, Reith (85. Marius Müller) – Trägler (78. Jonathan Müller), Poredski (75. Jerkovic)
Eschwege: Göhler – Sankiewicz, Thüne, Huhn, Vidal Gadea, Solecki, Kaufmann, Cucu, Rivera Sanchezm Hoffmann, Minne
Tore: 1:0 Dennis Müller (41.), 2:0 Matija Poredski (54.), 3:0 Dennis Müller (70.)
Zuschauer: 1000
Besonderes Vorkommnis: Dennis Müller (Fulda) scheitert mit Elfmeter an Göhler (71.)

