Brisanz in Seligenstadt
Gruppenliga Frankfurt Ost – Großes Wiedersehen bei Seligenstadt gegen Hanau 93 – Rodgau muss in Türk Gücü „eine Menge investieren“
Kickers Obertshausen will gegen den FSV Bischofsheim eine geschlossene Mannschaftsleistung zeigen. Foto: Patrick Scheiber.
FC Dietzenbach – SG Marköbel (15 Uhr)
Die bislang letzte Liga-Niederlage des FC Dietzenbach datiert vom 30. Oktober 2016 (2:3 in Obertshausen). Seitdem sammelten der Tabellenelfte fleißig Punkte im Abstiegskampf. Nun das direkte Duell gegen Marköbel, das punktgleich nur wegen des besseren Torverhältnisses noch vor der Heimelf steht. Die Gäste warten seit vier Spielen auf einen Sieg, holten in diesem Zeitraum lediglich zwei Punkte. Zuletzt setzte es 0:1-Niederlagen gegen die direkten Konkurrenten Seligenstadt und Türk Gücü Hanau.
VFR Kesselstadt – Germania Klein-Krotzenburg (15 Uhr)
Nach der verhältnismäßig glimpflichen Niederlage vergangenen Sonntag gegen Bischofsheim (0:5) setzte es für Schlusslicht Kesselstadt unter der Woche eine noch herbere Klatsche (0:17 beim JSK Rodgau). Im Anschluss erklärte VFR-Vorstand Thorsten Wolter, „die nächsten ominösen neun Spiele“ ohne Rückzug zu absolvieren. Überzeugt ist anders, steht doch nun eine nicht weniger schwierige Partie gegen Germania Klein-Krotzenburg an. Der Tabellensiebte gab zuletzt eine 3:0-Führung gegen Hochstadt noch ab, zeigte sich dennoch zufrieden. Zudem stimmt die aktuelle Form der Klein-Krotzenburger trotz einiger Ausfälle.
Kickers Obertshausen – FSV Bischofsheim (15 Uhr)
„Wenn wir dort weitermachen, wo wir in Nidda aufgehört haben, bin ich sehr zuversichtlich“, so Kickers-Sprecher Siggi Herth vor der Partie gegen den Tabellendritten au Bischofsheim. Nach dem 2:1-Sieg gegen die starken Niddaer hat Obertshausen auf Rang sechs nun die Möglichkeit, in die Top-5 der Liga aufzusteigen. Da Hochstadt (41 Punkte) spielfrei ist, würden die Kickers (39) mit weiteren drei Punkten vorbeiziehen. Mit dem Abstieg sollten wir nichts mehr zu tun haben, deshalb dürfen wir gerne etwas nach oben schielen. Aber nicht mehr als das“, bleibt Herth demütig. Klar, dass Bischofsheim etwas dagegen haben wird. Der FSV ist Dritter (47), verlor zwar vor zwei Wochen gegen Nidda, schoss in den vergangenen vier Spielen aber ganze 15 Tore und ist gut in Form.
SV Pfaffenhausen – KV Mühlheim (15 Uhr)
Im Kampf gegen den Abstieg braucht Pfaffenhausen nur eines: Punkte. Von zuletzt 15 möglichen holte der SVP lediglich vier. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt bereits sieben Zähler. Wer nun in Mühlheim – die nur einen Rang besser platziert sind – aufgrund des feststehenden Rückzuges aus der Liga einen Sparringspartner sieht, der irrt. Zwar ist die Punkteausbeute der Offenbacher seit der Winterpause ähnlich gering, starke Spiele gegen Somborn (1:1) und Obertshausen (2:2) zeigen jedoch aufsteigenden Form. Ein Sieg würde Pfaffenhausen gut tun, um an die oberen Abstiegsplätze anzuschließen.
Türk Gücü Hanau – JSK Rodgau (15 Uhr)
Beide Teams hatten am vergangenen Mittwoch eine Nachholpartie zu bestreiten. Während der JSK Schlusslicht Kesselstadt mit 17:0 abschoss, zog Hanau in Wenings den Kürzeren (0:3) und musste einen Rückschlag im Abstiegskampf verkraften. „Das ist ein ernstzunehmender Gegner, die haben auch schon Hanau 93 gekitzelt“ weiß JSK-Trainer Andreas Humbert und fügt an: „Gegen türkische Teams ist es vor allem auswärts immer sehr schwer zu spielen.“ Als Tabellenzweiter gehe man zwar als Favorit in das Duell müsse jedoch definitiv „eine Menge investieren“.
Sportfreunde Seligenstadt II – Hanauer FC 93 (15 Uhr)
Zweifellos ein besonderes Spiel. Mit Sascha Ries, Christoph Prümm, Joel Hagelauer, Enrico di Natale oder Pascal Heprich treffen auf Seiten der Hanauer eine Hand voll Spieler auf ihren ehemaligen Klub. Larry Ransom war sogar Kapitän der Sportfreunde. „Für die Teams untereinander ist das sicher etwas Spezielles“, weiß Hanaus Sportlicher Leiter Giovanni Fallacara. Seligenstadt ist zwar Achter, der Vorsprung zum ersten Abstiegsplatz beträgt aber nur fünf Punkte. Nach dem wichtigen Sieg gegen Marköbel (1:0) empfangen die Einhardtstädter nun den Spitzenreiter. Der guckt zwar nur auf sich und seine Leistungen, spürt aber sicherlich den Atem des JSK Rodgau im Nacken. Der Verfolger liegt zwei Punkte hinter den 93ern (53 Punkte) in Lauerstellung. „Eine schwere Partie, aber wir wollen das sicher gewinnen“, zeigt sich Fallacara gewohnt selbstbewusst.
Autor: Valentin Schwing


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