„Das eine Tor macht den Bock nicht fett“
Bilderbuchwetter, Traumkulisse, schlimmes Hinspiel in Schwarzenfels: Ob auch am Sonntag in Sannerz die Tausendermarke geknackt wird? © Oliver Müller
Fußballerisch war es keine Glanzleistung, die beide Mannschaften in Schwarzenfels boten. Sterbfritz/Sannerz war spielerisch etwas besser, vor allem in der ersten Halbzeit, Mottgers/Schwarzenfels hielt kämpferisch dagegen und verbuchte die besseren Torchancen in Halbzeit zwei, in der Tristan Zeller zehn Minuten vor dem Abpfiff für die Entscheidung sorgte. Sterbfritz/Sannerz befand sich zu diesem Zeitpunkt durch die Zeitstrafe von Goalgetter Philip Grammel in Unterzah l. Der B-Ligist hatte es in den ersten 45 Minuten versäumt, ein Tor zu machen, unterm Strich war der knappe Heimerfolg nicht unverdient.
Interimscoach Kolb: „Wichtig, dass wir wieder gewinnen können“
„Mir war es wichtig, dass wir nach einer Serie von Misserfolgen endlich mal wieder einen Sieg eingefahren haben. Das war wichtig für das Selbstvertrauen. Die Mannschaft weiß jetzt, dass sie noch gewinnen kann, und das auch noch zu null“, zieht M/S-Interimscoach Harald Kolb das Positive aus einem Match, das durch zahlreiche Fouls und Nickligkeiten unter etlichen Unterbrechungen litt. „Das bleibt in so einem Derby nicht aus. Ich hätte mir jedoch gewünscht, dass der Schiedsrichter energischer eingegriffen hätte“, sagt Kolb, der die Schiedsrichteransetzung mit einem Unparteiischen aus dem eigenen Fußballkreis als unglücklich empfand. „Wir wissen, dass wir noch nichts erreicht haben. Wichtig ist, dass wir ohne Verletzte aus der Partie herausgegangen sind. Auch Danilo Deak ist am Sonntag wieder dabei, was mich für das Rückspiel zuversichtlich stimmt.“
Für S/S-Coach Markus Hohmann hat sich durch die Niederlage nicht viel verändert: „Es ist alles offen. Wenn wir aufsteigen wollen, müssen wir mindestens ein Spiel gewinnen. Das ist Fakt. Das eine Tor macht den Bock nicht fett.“ Hohmann bemerkt zur Zeitstrafe im Hinspiel: „Das war blöd und unnötig. Mit einem Mann weniger sind wir etwas aus dem Tritt gekommen und haben nicht clever genug verteidigt.“ Ob Angreifer Mattia Poole, der sich im Hinspiel ohne gegnerische Einwirkung verletzte, spielen kann, lässt Hohmann offen. „Der Platz in Sannerz ist größer, was uns vielleicht entgegenkommt. Ich habe ein gutes Gefühl und hoffe, dass wir die Nase vorne haben werden.“ /khw