Der Glücksgriff
Salvatore Bari blüht in Alzenau auf
Denn in Alzenau blüht Bari auf. „Der Verein mit dem ganzen Umfeld ist überragend“, schwärmt der 28-Jährige, der im Sommer vom Bayern-Regionalligaabsteiger Viktoria Aschaffenburg an den Prischoß wechselte und vor allem von Trainer Angelo Barletta für einen Wechsel begeistert wurde. „Weil seine Philosophie von Fußball mir entgegenkommt und ich von Anfang ein gutes Gefühl hatte. Der Trainer mag es, dass wir die Dinge fußballerisch lösen, dominant und zielstrebig auftreten. Es macht einfach großen Spaß mit ihm und Co-Trainer Dennis Bochow zusammenzuarbeiten.“
Nach anfänglichen Startschwierigkeiten mit nur einem Punkt aus den ersten drei Begegnungen hat sich Alzenau nun gefangen. Hängenblieben war vor allem die 0:5-Niederlage gegen Vize-Meister Rot-Weiss Frankfurt. „Das Ergebnis ist aber gelogen. Wir waren gut im Spiel, sind dann durch ein unglückliches Tor in Rückstand geraten. Knackpunkt war jedoch das 0:3 direkt nach der Pause, danach hat man gemerkt, dass wir eine sehr, sehr junge Mannschaft haben“, sagt Bari, der sicher ist, dass die deutliche Niederlage nur ein Ausrutscher war.
„Wir haben uns inzwischen aber gefangen und ich bin sicher, dass wir eine gute Rolle spielen können. Spielerisch sind wir nämlich sehr stark“, untermauert Bari, der mit 20 Jahren in der damaligen Oberliga Hessen 23 Treffer für den KSV Klein-Karben erzielte und mit dieser Quote das Interesse zahlreiche Profi-Vereine weckte. Das Rennen machte letztlich der VfL Bochum. „Ich hatte sehr gute Gespräche mit den Trainern der ersten und zweiten Mannschaft. Vereinbart war, dass ich langsam an die Profis herangeführt werden sollte“, sagt Bari. Doch daraus wurde nichts. Ein Bandscheibenvorfall im zarten Alter von 21 Jahren stoppte den Offensivallrounder, der es in seiner Karriere dennoch auf 126 Begegnungen (25 Tore, 11 Vorlagen) in der Regionalliga brachte. „Es war sehr schade, so konnte ich mein Talent nie voll ausschöpfen“, blickt Bari zurück.
Inzwischen blickt der Deutsch-Italiener, der in Unterfranken ein absoluter Führungsspieler ist, aber ausschließlich nach vorne. „Ich kann mir einen längeren Verbleib in Alzenau vorstellen. Das Gesamtpaket passt einfach“, sagt Bari. Ein Satz, der rund um das Sportgelände am Prischoß für zufriedene Gesichter sorgen sollte.


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