Der Traum vom Halbfinale platzt erst spät

B-Junioren-Hessenpokal: K.o. in der Verlängerung

13. Mai 2015, 20:26 Uhr

Foto: Thomas Bertz

Der JFV Viktoria Fulda hat um Haaresbreite den Einzug in das Halbfinale des Hessenpokals verpasst. Darmstadt setzte sich in der Verlängerung knapp mit 3:2 (2:2, 1:1) in Lehnerz durch und raubt dem JFV somit den Traum von einer Sensation.

Es war ein denkwürdiger Pokalabend in der Fuldaer Barockstadt, der dramatischer und emotionaler hätte kaum verlaufen können. Das Team von Trainer Max Lesser wuchs in seiner Rolle als Außenseiter über sich hinaus und kreierte früh in der Partie erste brandgefährliche Angriffe, die jedoch nicht die Führung einbringen sollten. Marcel Dücker und Levin Baumgart verwerteten ihre aussichtsreichen Einschusschancen nicht. Darmstadt dürfte sich in dieser Spielphase aufgrund des überfallartigen Beginnes des JFV verwundert die Augen gerieben haben. „Wir wussten um unsere Qualitäten und waren uns sicher, dass der Klassenunterschied nicht dermaßen deutlich ausfallen wird. Wenn wir unsere ersten beiden hochkarätigen Chancen nutzen und mit 2:0 in Führung gehen, wären wir dem Halbfinale sehr nahe gewesen“, weiß Max Lesser, Trainer von Fulda, dessen Schützlinge dann nach etwa 25 Minuten einen ersten Nackenschlag wegstecken mussten.

Der Gast vom Böllenfalltor, der bis zu diesem Zeitpunkt selten gefährlich in der gegnerischen Hälfte aufgetaucht war, schlug einen weiten Ball aus dem Halbfeld in Richtung Strafraum, wo sich ein Darmstädter Angreifer im Luftduell durchsetzte und den Ball zur schmeichelhaften 1:0-Führung einnickte. „Das war die erste mehr oder weniger gelungene Offensivaktion von Darmstadt. Trotzdem will ich meiner Hintermannschaft in dieser Situation keinen Vorwurf machen. Es war schwer zu verteidigen“, räumt Lesser ein. Im zweiten Abschnitt schien der Favorit aus Südhessen endgültig seinen Vorschusslorbeeren gerecht zu werden, als der SVD per abgefälschten Distanzschuss auf 2:0 erhöhte. Doch die Lesser-Elf, die den Traum vom Weiterkommen im Kollektiv lebte, kämpfte sich mit einer packenden Aufholjagd zurück in die Begegnung, die mehr und mehr zu einem Pokal-Krimi mutierte. Niklas Bleuel und Marcel Dücker vollendeten letztlich das Comeback des JFV und sorgten für den 2:2-Ausgleich. „Wir waren drauf und dran Darmstadt in der regulären Spielzeit aus dem Pokal zu kegeln. Ich bin wahnsinnig stolz auf diese Mannschaft. Wir haben einen Riesen-Spiel gezeigt und einen enormen Aufwand betrieben, für den wir uns leider nicht belohnen konnten“, verweist Max Lesser auf die Schlüsselszene, die sich in der 99. und damit letzten Minute der Verlängerung ereignete, als Darmstadt nach einem Foul im Strafraum einen Elfmeter zugesprochen bekam, der am Ende sicher verwandelt wurde.

Fulda: Martiker; Hildebrand, Häuser, Gemming, Körner, Haas, Dücker, Theisen, Quanz, Drüschler, Baumgart, Fischer, Barthel, Veapi, Weber, Ihrig.
Tore: 0:1(25.), 0:2 (45.), 1:2 Niklas Bleuel (60.), 2:2 Marcel Dücker (70.), 2:3 (Foulelfmeter, 99.). / tof

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