„Der zweite Anzug sitzt“

Hessenliga: Trabert zuversichtlich

08. September 2016, 09:40 Uhr

Marco Motzkus denkt sich wohl: "Nicht schon wieder ein Gegentor". Der SV Steinbach ist gewillt, die Vielzahl jener Treffer abzustellen. Foto: Oliver Müller

Dieses Wochenende gilt es für den SV Steinbach noch zu überleben, am nächsten werden dann wieder deutlich mehr Spieler zur Verfügung stehen. Doch Kapitän Steffen Trabert ist dennoch zuversichtlich, dass sein Team am Samstag (16 Uhr) in Seligenstadt etwas mitnehmen kann.

Mutmacher ist die 3:5-Niederlage gegen Dreieich vor Wochenfrist. „Da haben wir gesehen, dass bei uns auch der in Anführungsstrichen zweite Anzug sitzt. Spieler wie Maxi Brehl oder Markus Schaub, die etwas hinten dran waren, haben absolut überzeugt.“ Mit Brehl harmonierte Trabert in der Innenverteidigung gut, Schaub konnte Petr Paliatka auf der „Sechs“ fast gleichwertig ersetzen und gerade die Defensivaufgaben erledigen.

Wirklich verbessert hat sich die Personalsituation im Laufe dieser Woche aber nicht: Zwar kehrt Petr Kvaca nach abgesessener Sperre zurück, dafür fehlt Florian Münkel sicher. Und auch Paliatka wird noch nicht wieder spielen können, dafür könnte allerdings Tom Wiegand wieder eine Alternative werden.

Das Dreieich-Spiel stimmt Trabert aufgrund der Art und Weise, wie Steinbach aufgetreten ist, auch insgesamt zuversichtlich: „Wir wissen jetzt, dass Rot-Weiss Frankfurt eine Überfliegermannschaft ist, aber gegen jede andere können wir mithalten, wenn wir an unser Leistungsniveau herankommen. Ein Punkt sollte deswegen auch in Seligenstadt möglich sein.“ Auch wenn die Sportfreunde natürlich mit jeder Menge Selbstbewusstsein antreten werden, konnten sie doch Regionalligist Kickers Offenbach am vergangenen Samstag nach Elfmeterschießen aus dem Hessenpokal werfen.

Was bei Steinbach bislang nicht passt, ist die Vielzahl der Gegentore: 22 in sechs Spielen sind augenscheinlich zu viel. „Letztlich ist da nicht nur die Viererkette, sondern die ganze Mannschaft gefordert“, sagt Trabert, der aber weiß: „Oft haben sie aus kleinen individuellen Fehlern resultiert, das müssen wir versuchen abzustellen.“ Für ihn und seine Kollegen in der letzten Kette hat er allerdings noch einen weiteren Makel ausgemacht: „Beim Duell Mann-gegen-Mann verlieren wir im Strafraum zu oft die Orientierung, das sieht man in den Videos ganz gut. Da müssen wir näher dran sein.“

Autor: Johannes Götze