Die SG Hettenhausen ist seit 35 Pflichtspielen ungeschlagen

Selbst Spielertrainer Kuzca ist überrascht

25. August 2015, 12:30 Uhr

Hasan Kuzca führt Hettenhausen von Sieg zu Sieg. Foto: Max Lesser

Von solch einer Serie kann selbst der große FC Bayern derzeit nur träumen: Die SG Hettenhausen ist saisonübergreifend seit 35 Pflichtspielen ungeschlagen und spielt als Aufsteiger in der B-Liga Fulda ganz groß auf.

Denn mit den vier Ligasiegen zum Auftakt und den zwei Pokalerfolgen gegen höherklassige Gegner (2:1 gegen A-Ligist Maberzell/Gläserzell, 2:0 gegen Kreisoberligist Weyhers) hat selbst Spielertrainer Hasan Kuzca nicht gerechnet. "Ich bin selbst überrascht, aber natürlich sehr, sehr glücklich. Zwölf Punkte haben wir bereits auf dem Konto, 21 Zähler brauchen wir noch, dann ist der Klassenerhalt in trockenen Tüchern", sagt Kuzca, der trotz des derzeitigen Höhenflugs seiner Mannschaft auf dem Boden bleiben möchte und den Ligaverbleib als Saisonziel ausruft.

"Letztlich war der Abstieg in die C-Liga das Beste, was dem Verein passieren konnte. So hatten wir in der abgelaufenen Spielzeit genügend Zeit, grundlegende taktische Dinge und ein System zu lernen. Aufgrund der Tatsache, dass die Gegner nicht so stark waren, konnten wir auch einige Dinge ausprobieren. Davon profitieren wir derzeit enorm. Das sieht man auch daran, dass fast alle unserer bisherigen Tore richtig gut herausgespielt waren", freut sich der ehemalige Verbandsliga-Spieler des RSV Petersberg.

Dazu wurde der Kader im Sommer mit Patrick Roth (Schmalnau), Hisen Jefkaj (Germania Fulda) und Pascal Möller (Türkischer SV Fulda) ganz gezielt mit externen Neuverpflichtungen verstärkt. "Der Rest sind aber einheimische Spieler, daher sind wir auch als kollektiv so stark. Wir haben immer zwischen 13 und 22 Spieler im Training. Der Zusammenhalt zeichnet uns aus", lobt Kuzca.

Ein starkes Kollektiv wird auch am Freitag (18.15 Uhr) im Achtelfinale des Kreispokals gefragt sein, wenn der Aufsteiger auf den Verbandsligisten SV Neuhof trifft. "Auf unseren kleinen Platz ist immer alles möglich, der liegt uns. Aber wir spielen gegen einen Verbandsligisten, da müssen wir realistisch bleiben: Das Spiel nehmen wir mit. Für den Verein steht aber mehr der wirtschaftliche Aspekt durch die Einnahmen von Eintritt und Bratwürstchen im Vordergrund", so der 36-Jährige, der hofft, dass sein Team sich toll verkauft.

Am Sonntag (13.15 Uhr) steht dann aber wieder der Liga-Alltag an: Bei der noch punktlosen Gruppenliga-Reserve des TSV Rothemann soll der fünfte Sieg im fünften Spiel eingefahren werden.

Autor: Max Lesser

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