Doch noch Chancen für Kelsterbach oder Darmstadt?
Hessenliga: So wirkt sich Seligenstadts Rückzug aus
Durch das fristgerechte schriftliche Einreichen des Rückzugsantrags bei Hessenliga-Klassenleiter Jürgen Radeck (heute war letzter Termin) steht Seligenstadt als Absteiger fest und es müssen nach derzeitigem Stand noch drei weitere Vereine runter. Nämlich die Mannschaften von Viktoria Urberach, Viktoria Kelsterbach und Rot-Weiß Darmstadt. Hingegen wären der FC Ederbergland, der SV Steinbach und Viktoria Griesheim gerettet. Doch plötzlich besteht auch wieder Hoffnung für Darmstadt und Kelsterbach. Wenn nämlich Watzenborn-Steinberg doch noch den Klassenerhalt in der Regionalliga Südwest schafft, gibt es einen weiteren Absteiger weniger und eines der beiden Teams könnte die Liga noch halten.
Watzenborn-Steinberg als Zünglein an der Waage
Damit dieser Fall eintreten kann, müssen die betroffenen Mannschaften am Samstag erst einmal eine Liga nach oben schauen: Denn bereits um 14 Uhr wird der letzte Spieltag in der Regionalliga Südwest angepfiffen. Gut für Kelsterbach und Darmstadt wäre da ein Sieg von Teutonia Watzenborn-Steinberg gegen Homburg mit mindestens zwei Treffern Unterschied, dann würden die Teutonen zumindest die Homburger überflügeln, gleichzeitig darf allerdings auch die Reserve des 1. FC Kaiserslautern bei Absteiger Nöttingen nicht mehr als einen Punkt holen. Watzenborn-Steinberg wäre dann Fünftletzter - und hinge ebenfalls am seidenen Faden, denn nur wenn dann auch Elversberg gegen Unterhaching (28. und 31. Mai) sowie Waldhof Mannheim gegen den SV Meppen (gleichen Spieltermine) den Aufstieg in die 3. Liga realisieren würden, würde eben jener fünftletzter Tabellenplatz für den Regionalliga-Klassenerhalt reichen. Warum das so wichtig ist? Aus der Hessenliga müssten nur drei Teams runter und Viktoria Kelsterbach und Rot-Weiß Darmstadt würden den letzten Absteiger unter sich ausmachen. Derzeit hätten die Darmstädter bei zwei Punkten Vorsprung auf die Viktoria die besseren Karten.
Achso: Tritt der FSV Frankfurt nicht in der Regionalliga an, würde sich die Absteigerzahl in der Regionalliga um eins verringern und sich die Chancen für Watzenborn-Steinberg noch einmal erhöhen, auch ein Rückzug von Kaiserslautern II ist angeblich noch nicht vom Tisch - auch der hätte Auswirkungen. Zu guter Letzt hängt auch noch der Regionalliga-Verbleib von Hessen Kassel in der Schwebe, deren Hauptsponsor sich zurückzieht und die Zukunft des Vereins somit noch unklar ist.
Kelsterbach und Darmstadt verschwenden keine Gedanken
Die Verantwortlichen von Rot-Weiß Darmstadt und Viktoria Kelsterbach beschäftigen sich derzeit nicht mit der Situation. "Wir verschwenden daran 0,0 Gedanken. Wichtiger ist, am Samstag ein gutes Spiel zu machen. Da wir auch noch hinter Darmstadt stehen, ist alles was wir tun können, gegen Ederbergland zu gewinnen. Das haben wir vor", so Kelsterbachs Trainer Ralf Horst, der aber anfügt, "wenn es wirklich so kommen sollte, sind wir die letzten die sich dagegen wehren."
Auch Bodo Mattern aus dem Darmstädter Spielausschuss sagt: "im Moment befassen wir uns damit gar nicht. Da gibt es so viele Dinge die eintreten müssen und so viel Fragezeichen. Wir können es eh nicht beeinflussen und warten einfach mal ab." Für die letzte Partie gegen Seligenstadt hat die ganze Situation für Rot-Weiß keinen Einfluss. "Wir gehen das Spiel so an wie immer. Wenn wir gewinnen ist gut, wenn wir verlieren ist dass dann auch ok", so Mattern. db/jg


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