Doppelschlag und viermal Alu: Türk Gücü schlägt Steinbach

19. Oktober 2024, 16:01 Uhr

Petr Paliatka Junior verlor mit dem SV Steinbach bei Türk Gücü Friedberg. © Jonas Wenzel

Zwei Tore innerhalb von zwei Minuten reichten Türk Gücü Friedberg in der Hessenliga zum 2:0 (2:0)-Heimsieg gegen den SV Steinbach, der zwar durchaus gefällig am Burgfeld mitspielte, aber nach vorne wirkungslos blieb. 

Erstmals in dieser Saison spielten die Friedberger auf dem engen Kunstrasenplatz. Die Gäste, die etwas verspätet aus der Kabine kamen, weswegen sich der Anpfiff um vier Minuten verzögerte, bildeten mit den drei Wiegands die Dreierkette. Schon in der Anfangsphase musste Steinbach eine brenzlige Situation überstehen. Nach einem Eckball von Patrick Schorr köpfte Anthony Letica an die Latte (8.). Den ersten Schuss der Osthessen gab Petr Paliatka Junior ab. Felix Koob konnte zur Ecke abwehren.  

Doppelschlag und viermal Alu: Türk Gücü schlägt Steinbach

Eine aus Sicht der Gäste unberechtigte Ecke für die Wetterauer führte dann zum Führungstreffer der Friedberger. Eine Schorr-Ecke köpfte Alit Usic ein (19.). Und Türk Gücü legte gleich nach. Noah Michel setzte sich dynamisch auf der linken Seite durch, bediente Toni Reljic, der SVS-Torhüter Philipp Bagus bezwang (20.). Dass zu diesen beiden Toren keine weiteren mehr hinzukommen sollten, war zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar. Denn Friedberg agierte weiter offensiv, traf mit Kamil Yikilmaz den Pfosten (27.). Und Steinbach? Mühte sich redlich mit Alexander Reith das Spiel anzukurbeln und kam auch zu Chancen.      Einmal war Koob gegen Darian Jung zur Stelle. Kurz vor der Pause retteten die Hausherren vor dem einschussbereiten Jung. Nach dem Seitenwechsel hatten die Friedberger noch zwei weitere Aluminiumtreffer zu verzeichnen. Yikilmaz und Michel köpften gegen die Latte, bei der zweiten Szene war vorher schon abgepfiffen. In der Schlussphase passierte nicht mehr viel. Bagus hielt noch mal überragend gegen Schorr. Nach vorne blieb das Steinbacher Spiel bis zum Ende erfolglos, sodass die Wetterauer den SVS in der Tabelle überholten. Und so erkannte Trainer Petr Paliatka nach dem Schlusspfiff an: „Verdient verloren. Friedberg hat zu Beginn zwei Chancen genutzt, wir müssen unsere zwei, drei Möglichkeiten nutzen. In der zweiten Halbzeit war nur die Frage, ob wir das 2:1 schießen oder Friedberg das 3:0. Die unberechtigte Ecke zum 1:0 hat das Spiel nicht entschieden. Das als Alibi zu suchen, wäre nicht richtig.“     Zufrieden war hingegen TGF-Trainer Enis Dzihic: „Im Endeffekt war das angesichts von vier Aluminiumtreffern hochverdient. Wir haben das gut weg verteidigt. Die Viererkette hat das gut gemacht. Das war wichtig für uns. Wir haben jetzt 23 Punkte und wollen die nächsten Wochen weiter konzentriert bleiben.“  

Die Statistik Türk Gücü Friedberg: Koob; Izberovic, Letica, Usic, Bhatti (90.+5 Özisli) - Henrich (90. Vetter), Schorr - Kraus (62. Imek), Reljic (83. Otero Matthaei), Yikilmaz (74. Jürgens) - Michel.   SV Steinbach: Bagus; M.Wiegand, T.Wiegand, F.Wiegand - Brähler (84. Weitz), Wittke (77. Scholz), Kehl (90. Hildenbrand), Paliatka - Reith, Jung (46. Koch) - Stadler.   Schiedsrichter: Fabian Bierau (VfL Biedenkopf). Zuschauer: 204.  Tore: 1:0 Alit Usic (19.), 2:0 Toni Reljic (20.).

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