Ein Dutzend Chancen und doch verloren

Verbandsliga: Asbach unterliegt Adlern - Fotostrecke

19. März 2016, 14:56 Uhr

Foto: Friedhelm Eyert

Wer nicht dabei war, kann es nicht glauben, denn der SVA Bad Hersfeld spielte nach vorne einen richtig guten Fußball, hatte ein Dutzend gute Chancen, verlor allerdings mit 1:4 (1:2) auf dem heimischen Kunstrasenplatz gegen Adler Weidenhausen.

Gerade nach der Pause agierte Asbach zielstrebig nach vorne und wollte den Ausgleich unbedingt. Tim Ullrich verzog knapp (47.), Sebastian Schuch und Daniel Hanslik vergaben eine dicke Doppelchance (52.), Bekim Mustafi bekam einen klaren Elfmeter verwehrt (59.). Und wie es eben im Fußball ist, rächt sich das: Sören Gonnermann setzte sich rechts durch und bediente René Gonnermann, der für die Vorentscheidung sorgte. Jan Gerbig erhöhte später noch vom Punkt. Die Weidenhausener wussten kaum, warum es plötzlich 4:1 für sie stand. Asbachs Trainer Frank Ullrich war dementsprechend ernüchtert: "Wir haben die Scheiße am Fuß. Die Frage ist, ob das überhaupt noch Pech sein kann." Asbach machte viel mehr richtig als falsch und steht dennoch ohne Punkte da: "Es ist wie in der ganzen Saison."

Mit zwei offenen Visieren bekämpften sich die beiden SVA´s in der Anfangsphase: Tim Gonnermann sorgte nach Anspiel von Bruder Sören - beide haben eine Asbacher Vergangenheit - für die schnelle Führung (9.). Drei Minuten später war es Daniel Hanslik, der erst ganz stark den Ball runternahm, verwertete, zwei Mann stehen ließ und Stephan Wiegand mustergültig bediente, der sehenswert per Flugkopfball traf. 1:1. Wieder nur drei Zeigerumdrehungen später holte Witold Sabela Sören Gonnermann von den Beinen. Asbachs Keeper sah "nur" Gelb. Vertretbar. Den Elfmeter schob Jan Gerbig ein. Zur Halbzeit hätte es allerdings durchaus auch 3:3 stehen können, denn was Bekim Mustafi (15., 19., 25.) für Asbach und Sören Gonnermann (7.) liegen ließen, hätten allesamt auch Treffer sein können. Nach dem Fehlstart in die Partie war Asbach ab Minute 15 die bessere Mannschaft, hatte mehr Ballbesitz, schaffte es aber zu selten gefährlich zu werden. Bei den ersten beiden Toren gibt sich Ullrich derweil eine Mitschuld: "Ich habe den Hannes Schreiber draußen gelassen, weil er zwei Wochen beruflich unterwegs war. Vielleicht hätte er einen der langen Ball wegnehmen können." In der Innenverteidigung hatte er auf Alex Ebinger und Andy Pannek gebaut, die es beim 5:0 in Schauenburg auch gut gespielt hatten. Schlecht waren sie allerdings auch gegen Weidenhausen nicht. / jg

Die Statistik:

SVA Bad Hersfeld: Sabela - Ewald (46. Schreiber), Ebinger (62. Pfeiffer), Pannek, Mainz - Ch. Wiegand, Ullrich - St. Wiegand, S. Schuch, Hanslik - Mustafi (80. M. Schuch).
Weidenhausen: Klotzsch - Nguyen, J. Gonnermann, Hammer, Beng - Löffler, Baumbach (80. Schäfer) - Kim (85. Jäger), T. Gonnermann, Gerbig - S. Gonnermann.
Schiedsrichter: Felix Ebert (Kirtorf).
Zuschauer: 120.
Tore: 0:1 Tim Gonnermann (6.), 1:1 Stephan Wiegand (9.), 1:2 Jan Gerbig (12., Foulelfmeter), 1:3 René Gonnermann (74.), 1:4 Jan Gerbig (81., Foulelfmeter).

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