Erster SGO-Punktgewinn seit Oktober

Verbandsliga Mitte: Kelsterbach verliert

04. März 2018, 17:15 Uhr

SGO-Trainer Thomas Schlierbach durfte sich über einen Punkt im Derby bei Germania Schwanheim freuen. Foto: Marcel Lorenz

Trotz einiger Spielabsagen, kam es am Sonntag in der Verbandsliga Mitte zu dem einen oder anderen Resultat, das aufhorchen ließ. Über den ersten Punktgewinn seit dem 29. Oktober 2017 etwa freute sich die SG Oberliederbach, die Derby-Gegner Germania Schwanheim ein 0:0-Remis abtrotzte. Eine etwas überraschende 0:2-Pleite setzte es hingegen für Viktoria Kelsterbach beim Kellerkind SG Kinzenbach.

Germania Schwanheim – SG Oberliederbach 0:0

"Das Spiel hat kein gutes Niveau gehabt. Die Oberliederbacher haben in ihrer Situation versucht das Spiel auf ihre Art zu lösen. Sie kamen über das Kämpferische und haben sehr defensiv gestanden", bilanzierte Germania-Trainer Tomas Pelayo, dem diesmal gleich vier gesperrte oder verletzte Stammspieler fehlten. Etwas positiver klang im Gegenzug Pelayos Pendant auf der Oberliederbacher Trainerbank, Thomas Schlierbach: "Für uns ist der Punkt sportlich gesehen zu wenig, das ist klar. Wir waren aber von der Einstellung her voll da. Wir waren giftig, bissig - das war eine vollkommen andere Welt als noch letzte Woche. Vielleicht ist es zu spät, aber es ist diese Einstellung, die wir für die kommenden Wochen brauchen. Vielleicht ist dieser Punkt daher auch gut, damit wir wissen, dass in den nächsten Wochen noch alles drin ist für uns."

Die Gäste fanden über ihre Defensive in das Derby, kamen über 90 Minuten allerdings zu keiner einzigen nennenswerten Torchance. Zwar ließ sich das Umschaltspiel der SGO gut anschauen, am Ende fehlte jedoch die letzte Konsequenz in der Vorwärtsbewegung. Skeptisch betrachtete Schlierbach indes eine Entscheidung des Unparteiischen, der in der 30. Minute nicht auf den Punkt zeigte, als SG-Akteur Daniel Koch bei der Ballannahme im Germania-Sechzehner aus seiner Sicht gefoult worden war.

Die besten Möglichkeiten auf Seiten der Schwanheimer hatten derweil Jan Uth und Samuel Baltes auf dem Fuß. Uth scheiterte jeweils alleinstehend vor dem gut aufgelegten SGO-Keeper Torsten Lechner in der 43. sowie 65. Minute, während Baltos das Spielgerät nur knapp am Oberliederbacher Pfosten vorbeischlenzte (80.). In der Schlussphase warfen die Hausherren noch einmal alles nach vorne, ohne jedoch zwingend zu werden. Für Gäste-Spieler Nils Pitas endete die Partie wegen Foulspiels bereits vor dem Abpfiff.

"Wenn überhaupt jemand einen Sieg verdient gehabt hatte, dann wir, da wir drei hundertprozentige Chancen hatten. Aber das 0:0 geht in einem schwachen Verbandsligaspiel in Ordnung. Wir haben zu wenig gemacht, das waren verlorene Punkte", meinte Tomas Pelayo.

Schiedsrichter: Joschka Pfeifer (Rimbach).
Zuschauer: 150.
Tore: Fehlanzeiger.
Gelb-Rote Karte: Nils Pitas (90.+2, SGO).

SG Kinzenbach – Viktoria Kelsterbach 2:0 (0:0)

"Das war ein relativ lebloser Auftritt. Wir haben gegen keinen übermächtigen Gegner mit 0:2 verloren, da wir oft zu lethargisch waren“, meinte Kelsterbachs Coach Ralf Horst nach der nunmehr zehnten Saisonniederlage seiner Farben. Dabei präsentierten sich die Gäste binnen der ersten 45 Minuten keineswegs übel, ließen defensiv nur wenig zu und setzten über die Seite kommend punktuelle Nadelstiche im Angriff. Wirklich spektakulär ging es in der ersten Hälfte jedoch nicht zur Sache, 0:0 hieß es zur Pause.

Lediglich eine Zeigerumdrehung nach dem Wiederanpfiff ergab sich für Viktoria-Stürmer Philipp Langelotz eine Großchance: Der Ball hatte den SG-Keeper bereits überwunden, in letzter Sekunde wendete jedoch ein Kinzenbacher Spieler, der das Spielgerät von der Linie kratzte, die Kelsterbacher Führung noch ab.

In der Folgezeit verflachte die Partie etwas, von den Gästen kam offensiv nur noch wenig. Erst in der 80. Minute bekamen die Zuschauer Zählbares zu sehen – allerdings zu Gunsten der Hausherren. Nach einem Kelsterbacher Angriff konterte die SG die Gäste mit einem langen Ball aus, Patrick Werner kam aus 20 Metern zum Schuss und markierte das 1:0 für die Mittelhessen. Anschließend warf die Viktoria noch einmal alles in die Waagschale, verpasste es aber, sich für die eigenen Bemühungen zu belohnen. Stattdessen wurde es in der Nachspielzeit doppelt bitter aus Kelsterbacher Sicht: Nach wiederholtem Foulspiel sah Gäste-Akteur Said Naimi den Gelb-Roten Karton (90.+3). Unmittelbar im Anschluss landete das Leder nach einem kurz ausgeführten Freistoß bei SG-Neuzugang Ahmet Marankoz, der aus der Drehung heraus aus 16 Metern zum 2:0-Endstand einnetzte.

Schiedsrichter: Johannes Frohnapfel (Welkers).
Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Patrick Werner (80.), 2:0 Ahmet Marankoz (90.+3).
Gelb-Rote Karte: Said Naimi (90.+3, Viktoria).

(cn)