Flieden in Ginsheim chancenlos

Hessenliga: Klare Niederlage für die Voll-Elf

29. September 2018, 16:40 Uhr

Viel los war in Ginsheim heute nicht. 130 Zuschauer etwa. Foto: Ralph Kraus

Nicht den Hauch einer Chance hatte Buchonia Flieden bei seinem Hessenliga-Gastspiel beim VfB Ginsheim. Flieden verlor mit 0:4 (0:1) - und das völlig zu Recht, weil die Gäste einen rabenschwarzen Tag erwischt hatten.

Meik Voll musste zwei Mal umstellen. Luca Gaul (privat verhindert) und Marc Röhrig (Nasenbeinbruch) mussten passen, dafür rückten Weismantel und Kress neu ins Team. Voll versuchte es mit einem 4-2-3-1, wollte in der eigenen Hälfte früh attackieren, was aber lange Zeit überhaupt nicht gelang

Schon die erste Halbzeit war aus Fliedener Sicht zum heulen. Die Buchonen ließen Ginsheim viel zu viel Platz, waren zu weit weg von ihren Gegenspielern. Die spielstarken Hausherren nutzten das und führten völlig verdient, nachdem sich Siegert klasse im Strafraum gegen Tobias Bartel urchgesetzt hatte. Flieden konnte nach 45 Minuten froh sein, dass es nur 0:1 stand. Zwei, drei Tore für Ginsheim wären schon bis dahin drin gewesen.

Bezeichnend war die Tatsache, dass die Fliedener nur eine einzige gute Möglichkeit hatten, als Kemal Sarvan den Ball abfing und Andy Drews auf die Reise schickte. Für dessen flache Hereingabe war Fabian Schaub aber ein paar Zentimeter zu klein. Mit Schuhgröße 50 wäre es vielleicht richtig gefährlich geworden.

So aber kam Flieden zwar zur Halbzeit noch mit einem blauen Auge davon, doch schon bald im zweiten Durchgang war klar, dass es am Rhein für die Fliedener nichts zu holen gibt. Unfassbar, wie die Abwehr vor dem 2:0 Kizilgöz laufen ließ. Lukas Hohmann hielt zwar noch, doch der zweite Ball saß. Hohmann war übrigens der mit Abstand beste Fliedener an diesem Tag.

Bestes Beispiel für den desolaten Auftritt war der Fakt, dass man Mittelfeldmann Kizilgöz niemals in den Griff bekam. Der Ginsheimer bereitete die ersten drei Tore seiner Elf allesamt mustergültig vor.

Wie anfällig Ginsheim in der Deckung war zeigte sich bei den wenigen Versuchen der Fliedener, als der VfB zwei Mal auf der Linie klären musste.Das hätte der Gast viel mehr nuten müssen, produzierte stattdessen aber selbst jede Menge Fehler im Spiel nach hinten.

Die Statistik

VfB Ginsheim: Langenstein; Wagner, Finger, Thomasberger, Siegert, Lee, Manneck, Kizilgöz, Murata (78. Amoako), Eren (84. Kauer), Fischer (67. Scholz).
Buchonia Flieden: L. Hohmann; Leibold, Zeller, Bartel, N. Hohmann, Kress (60. Götze), Sarvan, Weismantel (21. Bohl), Zaviiskyi, Drews (57. Hagemann), Schaub.
Schiedsrichter: Simon Heß (Heppenheim an der Bergstraße).
Zuschauer: 130.
Tore: 1:0 Nico Siegert (20.), 2:0 Nils Fischer (54.), 3:0 Nils Fischer (61.), 4:0 Maximilian Thomasberger (82.).

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