Flieden verlangt dem neuen Tabellenführer alles ab

Hessenliga: Ein einziges Tor entscheidet die Partie

12. Dezember 2015, 16:29 Uhr

Die Fliedener um Mohamed Habaqza (mitte) und Fabian Schaub (rechts) versuchten alles - ein Tor war ihnen aber nicht vergönnt. Foto: Steffen Kollmann

Nachdem Hessenligist SV Flieden in der Vorwoche beim 1:3 gegen Lohfelden noch einiges schuldiges geblieben war, zeigte die Mannschaft aus dem Königreich im letzten Saisonspiel in 2015 eine stark verbesserte Leistung. Einzig ein Tor verpasste die Buchonia. So gewann Teutonia Watzenborn-Steinberg mit 1:0 (1:0) - weil dem neuen Spitzenreiter eben das gelang, was Flieden nicht vergönnt war: ein Tor.

Dabei war der Gast mehr als verheißungsvoll ins Spiel gestartet. Die ersten beiden dicken Chancen gehörten den Buchonen. Zunächst bediente Patrick Broschke stark Fabian Schaub, der Torhüter Yannik Dauth mit seinem Schuss sein ganzes Können abverlangte (7.). Fünf Minuten später war es der wieder spielberechtige Lukas Heil, der nach Rückpass von Broschke knapp drüber zielte.

Dann wurde auch Watzenborn-Steinberg gefährlich. Zweimal war es Raffael Szymanski, der frei vor dem Fliedener Kasten auftauchte, zweimal fand der Zwei-Meter-Hüne seinen Meister in Lukas Hohmann. Der eigentliche Ersatz-Keeper vertrat Jonas Ritzel (auf der Hochzeit seines Bruders) und bekam direkt die Kapitänsbinde überreicht, da der eigentliche Kapitän Andreas Drews gelb-rot-gesperrt fehlte.

Mit diesem Vertrauen im Rücken lief Hohmann wahrlich zur Höchstform auf, zeigte im gesamten Spiel mehrere klasse Paraden. So auch nach 39 Minuten, als der Keeper stark gegen Szymanski rettete. Der Ball landete jedoch direkt bei Denis Weinecker, der die Kugel nur noch ins leere Tor schieben musste. Flieden war um eine Reaktion noch vor der Pause bemüht, echte Chancen konnte sich die Voll-Elf aber nicht erspielen.

Dreißig Sekunden waren im zweiten Durchgang gespielt, als Schaub nach Flanke von André Leibold an den Ball kam, aber nicht genug Druck hinter den Schuss bringen konnte. Glück hatte Flieden, als Lukas Hohmann kurz darauf Weineckers zweiten Treffer verhinderte, als dieser alleine vor dem Fliedener Schlussmann auftauchte. 63 Minuten waren vergangen, als die Gäste wieder das Kommando übernahmen. Zunächst köpfte Nico Hohmann, heute als Innenverteidiger aufgeboten, nach einer Freistoßflanke von Leonardo Kovacevic knapp drüber, eine Zeigerumdrehung später spitzelte Marc Götze nach Schaub-Verlängerung den Ball in Richtung Kasten - doch Dauth war auf dem Posten.

In der Schlussphase hatte Watzenborn in Kontersituationen mehrmals die Chance, den Sack zuzumachen, doch entweder war Lukas Hohmann zur Stelle, oder aber die Gastgeber spielten den Konter nicht gut zu Ende. So wie nach 77 Minuten, als Weinecker alleine vor dem Tor stand, sich aber für den Querpass entschied, an den Ilias Azaouaghi nicht dran kam. Eine hundertprozentige Chance gab es auf Fliedener Seite nicht mehr, Nico Hohmanns Kopfball nach einer Ecke stellte die größte Chance dar, der Ball trudelte aber knapp vorbei (88.). So blieb es beim 1:0-Sieg für Watzenborn. Somit überwintert die Teutonia am Platz an der Sonne, während Flieden auf dem ersten Abstiegsplatz ins neue Jahr starten wird.

"Ich denke, dass das Spiel keinen Sieger verdient gehabt hat", haderte Voll nach der Partie. "Die Mannschaft hat ein tolles Spiel gezeigt. Wir können erhobenen Hauptes nach Hause fahren."

Watzenborn-Steinberg: Dauth; Koutny, Talevski, Bodnar, Simon - Golafra, Azaouaghi (90. Ersentürk) - Koyuncu (46. Goncalves), Parson (65. Helm), Weinecker - Szymanski.
Flieden: L. Hohmann; Leibold, N. Hohmann, Fischer, Kovacevic - Heil, Müller, Götze (76. Nuspahic) - Broschke (68. Betz), Schaub, Habaqza (68. Gies).
Schiedsrichter: Simon Heß (Heppenheim).
Zuschuaer: 350.
Tor: 1:0 Denis Weinecker (39.).

Autor: Steffen Kollmann

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