Fulda rettet verdienten Punkt über die Zeit - Fotos

Hessenliga: 1:1 in Alzenau

23. September 2017, 16:35 Uhr

Leon Pomnitz (rotes Trikot) und die Borussia holten einen Punkt. Foto: Steffen Turban.

Kein Sieger in Bayern: Beim Gastspiel in Alzenau muss sich der SC Borussia Fulda in der Hessenliga mit 1:1 (0:1) begnügen. Ein Remis, das unter dem Strich in Ordnung geht, auch wenn die Hausherren dem Sieg am Ende näher waren.

Personell und taktisch hatte sich Borussen-Trainer Thomas Brendel etwas einfallen lassen und von 3-5-2 wieder auf 4-2-3-1 umgestellt. Neuzugang Marvin Vidosevic (zuletzt Watzenborn-Steinberg), der erst in dieser Woche verpflichtet worden war, bildete mit Tobias Henneböle die Innenverteidigung. Dazu rückte Denis Mangafic auf die Sechs zurück, während Leon Pomnitz auf die Zehn vorgeschoben wurde. Matija Poredski musste derweil mit muskulären Problemen passen.

Und die Borussen starteten gut in die Begegnung, stellten Alzenau situativ mit drei Akteuren im Spielaufbau zu und ließen die Bayern so nicht zur Geltung kommen. So passte es, dass Alzenau die beste Chance nach 30 Minuten aus einem Freistoß aus dem Halbfeld resultierte. Alieu Sawaneh wurde von der Borussen-Defensive im Strafraum sträflich alleine gelassen, setzte den Kopfball aus bester Position aber über den Querbalken. Ansonsten hatte Alzenau nach anfänglichen Schwierigkeiten mehr von der Begegnung und die Borussen weitestgehend im Griff, die allerdings mit der ersten richtig guten Möglichkeit kurz vor der Pause in Führung gehen sollten. Denis Mangafic nahm mit Ball ordentlich Tempo auf, Daniel Kornagel vollendete volley ins lange Eck zum doch überraschenden 1:0 kurz vor der Pause (44.).

Ähnliches Bild nach dem Seitenwechsel: Alzenau mit mehr Ballbesitz, aber kaum klaren Aktionen. Fulda konzentrierte sich mehr und mehr auf die Defensive, doch außer den Distanzschuss von Denis Mangafic aus der zweiten Reihe, der knapp am Winkel vorbeiflog, brachte die Brendel-Elf in der Offensive nichts zustande. Wirklich gefährliche Kontersituation gab es kaum. Doch da auch den Hausherren die Ideen fehlten, spielte sich die ersten 25 Minuten in Durchgang zwei im Mittelfeld ab.

Kein Faktor im Spiel bislang war Salvatore Bari, der in Minute 70 dann aber zeigte, wieso er zu den besten Angreifern in der Liga gehört. Über eine Stunde lang abgetaucht, dann war er nach feinem Zuspiel von Aret Demir zur Stelle und überlupfte Borussen-Keeper Tobias Wolf ganz stark. Die Hausherren hatten nun Morgenluft gewittert und drückten auf das 2:1, das in dieser Phase keineswegs unverdient gewesen wäre, denn die Mannen von Angelo Barletta vergaben gute Gelegenheiten. Beim vermeintlichen Treffer von Elias Niesigk stand dieser wohl im Abseits (80.), nach einer Ecke klärte Branimir Velic den Kopfball von Marcel Wilke (90+1.). Dazu konnten die Hausherren aus einem Freistoß keinen Profit schlagen, bei dem Tobias Wolf durch den Strafraum irrte und nicht an den Ball kam.

"Wir können mit dem Punkt gut leben, waren dem Sieg am Ende sogar näher", analysierte Alzenaus Trainer Angelo Barletta. Sein Gegenüber Thomas Brendel haderte vor allem mit einem nicht gegebenen Pfiff in der 84. Minute, als Keeper Ioannis Takidis den ganz starken Mangafic zu Fall gebracht haben soll. "Er trifft den Ball nicht. Was trifft er also dann? Das ist ein klarer Elfmeter. Da bringt es mir auch nichts, wenn ich dann von draußen höre, dass sie sich die Szene nach dem Spiel noch einmal auf Video anschauen wollen", monierte Brendel, der zum Remis sagte: "Vor dem Spiel wäre ich mit einem Punkt zufrieden geben, aber hier war heute mehr drin. Wir müssen einen Konter zum 2:0 setzen."

Die Statistik

FC Bayern Alzenau: Takidis - Kaiser, Sawaneh, Wilke, Sejdovic (64. Wade) - Hagley, Jourdan - Bejic (58. Krause), Özer, Demir - Bari (74. Niesigk).
SC Borussia Fulda: Wolf - Fuß, Henneböle, Vidosevic, D. Müller - Mangafic, Alles - Kornagel (90+4. Gjocaj), Pomnitz, Mosch - Bahssou (89. Velic).
Schiedsrichter: Alessandro Scotece (Mörfelden).
Zuschauer: 420.
Tore: 0:1 Daniel Kornagel (44.), 1:1 Salvatore Bari (70.).

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