Grammel und Sippel schießen Sterbfritz/Sannerz in die A-Liga
Nachdem Mottgers/Schwarzenfels das Hinspiel mit 1:0 gewonnen hatte , brauchte Sterbfitz/Sannerz vor erneut toller Kulisse zum Aufstieg einen Sieg mit zwei Toren Differenz. Der glückte erst in der Verlängerung: Nachdem die Hausherren in den regulären 90 Minuten nur vom Elfmeterpunkt getroffen hatten, wurden Philip Grammel und Robin Sippel zu Helden. Erst setzte sich Grammel robust und clever mit Anpfiff der zweiten 15 Minuten durch, dann war es der eingewechselte Sippel, der nach seinem Elfmetertor den Doppelpack schnürte (111.).
Grammel und Sippel schießen Sterbfritz/Sannerz in die A-Liga
„So wirklich angekommen ist es noch nicht. Überragend, die Jungs haben es einfach verdient nach dieser Saison. Wir haben den besten Fußball in der Liga gezeigt, waren aber nicht konstant genug. Über die zwei Relegationsspiele ist der Aufstieg aber absolut verdient“, konstatierte Aufstiegstrainer Markus Hohmann. Gerade für seinen Torjäger Grammel war es ein besonderer Treffer. Im Hinspiel hatte der Vorsitzende der SG Sterbfritz eine unnötige Zehn-Minuten-Zeitstrafe kassiert und damit die Niederlage unfreiwillig eingeleitet – in Unterzahl kassierte Sterbfritz/Sannerz den einzigen Gegentreffer. Sein Trainer Hohmann sprach im Nachhinein von einem „Bärendienst“ seines Torjägers. Und nun? „So ist der Fußball.“
Doch es wurde in der Verlängerung noch einmal spannend, weil Marius Stern per Freistoßhammer den Anschlusstreffer herstellte. Letztlich entwickelten die Gäste, die nun von der A- in die B-Liga absteigen müssen, nicht genügend Torgefahr, um den Absturz zu verhindern. Und als Mottgers/Schwarzenfels alles auf eine Karte setzte, konterte Sterbfritz/Sannerz, so dass Luis Neuland den Ball in der Nachspielzeit nur noch ins verwaiste Tor schieben musste. Danach brachen alle Dämme.
Wo es Gewinner gibt, gibt es natürlich auch Verlierer. Bei Mottgers/Schwarzenfels war die Enttäuschung nach dem Abstieg riesengroß. „Dass jetzt Tränen fließen, ist normal und menschlich. Letztlich ist es aber nicht unverdient“, konstatierte Hans-Jürgen Zeller, der das Trainerduo mit Harald Kolb bildet. Und während Sterbfritz/Sannerz die Korken knallen ließ, nahm Zeller ein Mikrofon in die Hand und wendete sich an die enttäuschte Mannschaft und den Anhang. „Ich hoffe, dass die Jungs zusammenbleiben und es unter dem neuen Trainer Andreas Ruppert einen Neustart gibt.“ Dann hoffentlich mit einer besseren Trainingsbeteiligung als zu Beginn des Jahres.
Die Statistik SG Sterbfritz/Sannerz: Seidenthal; Barth, Klüh, Moritz Müller, Lap, Marius Müller, Marcel Müller, Schwarz, Krapf, Neuland, Grammel (Sippel, Schneider, Orth). SG Mottgers/Schwarzenfels: Burow; Koschella, Deak, Link, Lotz, Krause, Stern, Stanoevski, Kirchner, Hölzer, Zeller (Sperzel, Grau, M. Ulrich). Schiedsrichter: Eric Wettels (Haimbacher SV). Zuschauer: 1000. Tore: 1:0 Robin Sippel (59., Handelfmeter), 2:0 Philip Grammel (106.), 3:0 Robin Sippel (111.), 3:1 Marius Stern (114.), 4:1 Luis Neuland (120.+3).