Großkrotzenburg siegt im Spitzenspiel

Gruppenliga Frankfurt Ost: Hochstadt fertigt Somborn ab.

26. November 2017, 16:41 Uhr

Moritz Schlögl (links) brachte die Germania im Topspiel in Front. Foto: Rita Hartenfelser

Ab in die Winterpause! In der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost müssen nach dem 20. Spieltag zwar noch vier Teams „nachsitzen“, für den Rest steht nun aber erst einmal Regeneration über die Feiertage im Vordergrund. Zum Abschluss des Fußballjahres ist Großkrotzenburg im Spitzenspiel in Erlensee ein wichtiger 2:1-Erfolg gelungen. Die Tabellenspitze hat aber der JSK Rodgau übernommen, der Steinheim mit 5:0 weggefegt hat und nun ganz oben steht. Im Tabellenkeller trafen sich der FC Hochstadt und der SV Somborn. Die Hausherren haben das Schlusslicht mit 8:0 nach Hause geschickt.

FC Hochstadt – SV Somborn 8:0 (5:0)

Kantersieg und Hoffnungsschimmer für Hochstadt! Mit 8:0 fertigten die Maintaler Schlusslicht Somborn ab, befinden sich mit 18 Punkten zwar weiterhin mitten im Abstiegskampf, bleiben aber weiter dran an den besser positionierten Teams. Für Somborn sieht es dagegen mau aus. Die drei Punkte, die der SVS auf dem Konto hat, stammen vom zweiten Spieltag. Damals gewann Somborn das Hinspiel gegen Hochstadt mit 4:2. Seitdem sind aber keine Zähler mehr hinzugekommen. Jürgen Bufi schnürte einen Dreierpack.

Schiedsrichter: Michele Abbondanza.
Zuschauer: 40.
Tore: 1:0 Jürgen Bufi (3.), 2:0 Daniel Griepentrog (9.), 3:0 Metin Oymak (25.), 4:0 Jürgen Bufi (31.), 5:0 Metin Oymak (42.), 6:0 Julian Quantz (65.), 7:0 Daniel Griepentrog (75.), 8:0 Jürgen Bufi (79.).

VFB Oberndorf – SG Marköbel 3:1 (1:0)

In Oberndorf muss die SG Marköbel einen kleinen Rückschlag im Abstiegskampf hinnehmen und hat mit 22 Punkten nun zwei Zähler Rückstand zu den Nichtabstiegsplätzen. Kai Helmchen brachte die Hausherren früh in Führung (12.). „Wir haben druckvoll begonnen und mehr vom Spiel“, fasste Oberndorfs Sprecher Gerald Geiger Start in die Partie zusammen. Marköbel kam besser aus der Pause, doch nach einer knappen Stunde war es Tim Lingenfelder, der per Elfmeter auf 2:0 für den VFB erhöhte. Eine Viertelstunde vor dem Ende schraubte Nico Thomas das Ergebnis weiter in die Höhe, ehe Can Kayalar Ergebniskosmetik betrieb (78.).

Schiedsrichter: Steffen Krah.
Zuschauer: 60.
Tore: 1:0 Kai Helmchen (12.), 2:0 Tim Lingenfelder (57., Elfmeter), 3:0 Nico Thomas (75.), 3:1 Can Kayalar (78.).

1. FC Langen – FSV Bad Orb 1:1 (0:0)

Im Spiel zweier Abstiegskandidaten wurde es erst in der Schlussphase hektisch – und wie. Im Verlauf der Partie lag das Chancenplus zwar auf der Seite der Gastgeber, wirklich zwingende Möglichkeiten waren aber nicht zu sehen. „Es war schwierig auf diesem Platz. Klar hatten wir fünf oder sechs Chancen, aber am Ende müssen wir uns nicht wundern“, so Langens Trainer Murat Kilinc. In der 88. Minute brachte Florian Beckmann die Hausherren dann doch in Führung und alles sah nach einem wichtigen Dreier direkt vor der Winterpause aus. Doch es kam anders: Bad Orb schlug den Ball in der Nachspielzeit noch einmal nach vorne, wo Christopher Röder über Langens Torwart Dennis Schäfer hinweg zum Ausgleich einköpfte. „Wenn man schon so spät das Tor macht, muss man den Sieg eigentlich nach Hause schaukeln“, haderte Kilinc mit dem Ausgang. Somit hat Langen nun 24 Punkte und steht knapp über dem Strich, Bad Orb sammelt Zähler Nummer acht, steckt also noch tiefer unten drin.

Schiedsrichter: Timo Hoffmann.
Zuschauer: 50.
Tore: 1:0 Florian Beckmann (88.), 1:1 Christopher Röder (90.).

Sportfreunde Seligenstadt – FSV Bischofsheim 0:1 (0:1)

Mit einem frühen Tor sorgte Bischofsheim in Seligenstadt für einen Befreiungsschlag und schob sich an Marköbel und Obertshausen vorbei auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Mit 24 Zählern geht der FSV also mit zwei Punkten Vorsprung auf die rot markierten Plätze in die Winterpause. Für die Gäste war es Iroy Zund, der nach sechs Minuten den einzigen Treffer dieser Partie erzielte. Die Sportfreunde bleiben damit bei 29 Punkten und dem neunten Platz.

Schiedsrichter: Sebastian Klawonn.
Zuschauer: 50.
Tore: 0:1 Iroy Zund (8.)

1. FC 06 Erlensee – Germania Großkrotzenburg 1:2 (0:1)

Verbandsliga-Absteiger Großkrotzenburg entscheidet das Spitzenspiel des 20. Spieltages bei Aufsteiger Erlensee für sich, überholt diesen und steht nun mit 40 Punkten hinter dem JSK Rodgau auf Platz zwei. Dem Führungstreffer der Gäste ging eine schöne Kombination voraus, die Moritz Schlögel verwandelte (43.). Nach dem Seitenwechsel dauerte es bis zur 84. Minute, als Marvin Laubach allein vor dem starken Germania-Torwart Matthias Neiter für die Gastgeber ausglich. Nur zwei Minuten später klingelte es dann wieder auf der anderen Seite. Felix Wissel markierte den wichtigen Siegtreffer. „Den hat er wie Thomas Müller reingestolpert“, kommentierte der verletzte Germania-Kapitän Robin Prey das entscheidende Tor und lobte noch den Gegner: „Großen Respekt an Erlensee. Das war ein richtiges Spitzenspiel!“

Schiedsrichter: Lukas Weber.
Zuschauer: 80.
Tore: 0:1 Moritz Schlögl (43.), 1:1 Marvin Laubach (84.), 1:2 Felix Wissel (86.).

JSK Rodgau – SVG Steinheim 5:0 (2:0)

Ausrufezeichen gesetzt und die Tabellenführung übernommen! Der JSK Rodgau schlägt Steinheim, die immerhin zuletzt die Rosenhöhe und Erlensee besiegten, klar mit 5:0. Dabei zeigte sich das Team von Trainer Andreas Humbert ganz besonders effektiv. Früh stellten Ralf Cölsch und Riccardo Sozzo die 2:0 Pausenführung her. Die Situation wurde aus Sicht der Rodgauer begünstigt durch die gelb-rote Karte gegen Peter Balzer. Steinheims Stärke, eine gute Aggressivität auf den Platz zu bringen, konnten die Gäste diesmal nicht wirklich kanalisieren. So musste auch Andrej Kolchak vorzeitig duschen, sah in der 80. Minute ebenfalls die Ampelkarte. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie bereits gelaufen, Cölsch und Sozzo schnürten beide den Doppelpack und Sebastian Kaminski unterlief ein Eigentor. „Wir wollten heute die Kontrolle übernehmen und immer wieder über Außen in die Tiefe spielen. Das ist uns sehr gut gelungen“, so der zufriedene Rodgauer Übungsleiter.

Schiedsrichter: Jassine Ouali.
Zuschauer: 60.
Tore: 1:0 Ralf Cölsch (9.), 2:0 Riccardo Sozzo (17.), 3:0 Ralf Cölsch (60.), 4:0 Sebastian Kaminski (71., Eigentor), 5:0 Riccardo Sozzo (75.).
Gelb-Rote Karten: Peter Balzer (29.) und Andrej Kolchak (80., beide Steinheim).

Germania Klein-Krotzenburg – Türk Gücü Hanau 4:0 (1:0)

Von einer „wahnsinnigen“ Geschichte sprach Germania-Trainer Wolfgang Kaufmann nach dem Sieg gegen Hanau. Unter der Woche hatte Kaufmann teilweise nur acht Spieler im Training, was die aktuelle Personalsituation deutlich zeigt. Zudem verlor man zuletzt zweimal mit 0:3. „Da tut dieser Sieg jetzt richtig gut und ist ein schöner Abschluss des Fußballjahres. Die Stimmung ist klasse“, so Kaufmann. Die Partie begann kurios und unglücklich für die Gäste. Bereits nach sechs Minuten wollte Hanaus Torwart Muhammed Burak Tok einen Germania-Stürmer außerhalb des Strafraums stören, kam aber zu spät und sah dabei die rote Karte. Für ein Auswärtsteam der blanke Horror. Bis zur Halbzeit stellte sich Feldspieler Bujar Kciku zwischen die Pfosten, der sowohl von Kaufmann als auch von Hanaus Sportlichem Leiter Alim Katilmis für seine Leistung gelobt wurde. Der Vorteil lag dennoch bei den Hausherren, die durch Tobias Kaufmann in Führung gingen und nach der Pause mit drei weiteren Toren den Kantersieg herausschossen. „Das Spiel hatte Höhen und Tiefen. Die Mannschaft hat es gut gemacht und ein Punkt wäre auch drin gewesen, aber am Ende war es dann so, dass wir Glück hatten, dass es nur vier Gegentore waren“, analysierte Katilmis.

Schiedsrichter: Rene Enzmann.
Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Tobias Kaufmann (10.), 2:0 Dennis Protzel (57.), 3:0 Anton Hofmann (73.), 4:0 Mirko Zakarjia (79.).
Rote Karte: Muhammed Burak Tok (6., Hanau).

SV Eintracht Altwiedermus – Kickers Obertshausen 3:2 (1:1)

Eine knappe Begegnung entschieden die Hausherren am Ende mit 3:2 für sich und stellen damit den Anschluss zur Tabellenspitze her. Nachdem Simon Prechtel die Gäste zunächst in Führung schoss (19.), gelang Emanuel Becker nach einer knappen halben Stunde der Ausgleich. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel unterlief dann SVE-Torwart Philipp Wolf ein Eigentor der Marke „Slapstick“, als er den Ball mit der Hacke ins eigene Tor bugsierte. „Das war natürlich extrem unglücklich so direkt nach der Pause“, kommentierte SVE-Sprecher Frank Thomas den erneuten Rückstand. Doch dabei blieb es nicht. Michael Kohnke und Nikola Andrejic drehten die Partie doch noch zum Heimsieg. „Gegen sehr starke Obertshausener haben wir gewinnen können, weil wir es unbedingt wollten. Wir hatten das glücklichere Ende“, so Thomas. Obertshausen bleibt damit bei 23 Punkten und ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf verwehrt.

Schiedsrichter: Maximilian Rüger.
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Simon Prechte (19.), 1:1 Emanuel Becker (28.), 1:2 Philip Wolf (46., Eigentor), 2:2 Michael Kohnke (60., Elfmeter), 3:2 Nikola Andrejic (81.).

SG Rosenhöhe Offenbach – FC Dietzenbach 1:1 (0:1)

Gegen Abstiegskandidat Dietzenbach reichte es für die Rosenhöhe nur zu einer Punkteteilung. Damit verpasst die SGR, mit dem neuen Tabellenführer Rodgau nach Punkten gleichzuziehen. Für den Tabellen-15. aus der Offenbacher Kreisstadt traf Dominik Fertr im ersten Durchgang zur Führung. „Unser Spiel war engagiert, die Laufbereitschaft war hoch. Wir haben der Rosenhöhe Paroli geboten“, war Dietzenbachs Werner Marquardt zufrieden mit dem Auftreten seiner Mannschaft. Nach dem Seitenwechsel standen die Gäste dann defensiv etwas tiefer. In der Schlussphase war es schließlich Marvin Fröls, der den Gastgebern doch noch einen Punkt bescherte. „Ein Dreier wäre heute machbar gewesen. Dennoch sind wir zufrieden“, so Marquardt.

Schiedsrichter: Tim Binstadt.
Zuschauer: 50.
Tore: 0:1 Dominik Fertr (39.), 1:1 Marvin Fröls (80.).

Autor: Valentin Schwing