Grüße aus Südafrika: "Glückwunsch, Doppeltorschütze"

Gruppenliga Frankfurt Ost: Vater und Sohn Marton in Seligenstadt

21. November 2017, 18:58 Uhr

Für Dominik Marton (links) kommt die Winterpause zu früh. Foto: Steffen Turban

Beim Ost-Gruppenligisten Sportfreunde Seligenstadt steht Thomas Marton als Übungsleiter an der Seitenlinie. Seinen Sohn Dominik coacht er nicht erst seit der Saison 2016/17, als beide zusammen mit einer handvoll Spieler von der TGS Jügesheim zu den Einhardstädtern gewechselt sind.

"Anfänglich war das nicht immer einfach. Das Fußball-Leben nimmst Du mit an den Essenstisch. Außerdem hatte ich manchmal einen dicken Hals, weil ich mehr zeigen musste als die anderen. Im Laufe der Zeit konnten wir aber immer besser damit umgehen", erinnert sich Dominik Marton an die Anfänge der Zusammenarbeit mit seinem Vater. Bevor die Martons zusammen mit einigen Spielern von Jügesheim zu den Sportfreunden nach Seligenstadt gewechselt sind, hatten sich Vater und Sohn schon gegenseitig beschnuppert: "In Jügesheim war mein Vater schon zwei Jahre mein Trainer", so der 27-Jährige, der in der Jugend von der SG Rosenhöhe zur TGS wechselte.

Im Seniorenbereich verweilte der technisch versierte Mittelfeldspieler drei Jahre in Dietesheim. Neben einem Kreuzbandriss erlebte er dabei den Auf- und Wiederabstieg der Spielvereinigung aus der Verbandsliga. Nach einem kurzen Intermezzo danach wiederum in Jügesheim verbrachte Marton eineinhalb Jahre beim damaligen Darmstädter Gruppenligisten Germania Ober-Roden, um anschließend nochmals in seinen Geburtsort zurückzukehren.

Aktuell ist Marton sehr gut drauf: Gegen den Tabellenführer 1. FC Erlensee zeichnete er zuletzt mit seinem Treffer für den Punktgewinn verantwortlich, und bei Germania Großkrotzenburg vorgestern traf er gleich zweifach beim 2:1-Auswärtssieg: "Mein Vater ist seit einer Woche in Südafrika und war gar nicht dabei. Er hat mir aber eine Whatsapp geschrieben mit dem Gruß: Glückwunsch, Doppeltorschütze! Schade, dass es jetzt schon in die Winterpause geht, weil ich gut drauf bin", bedauert der Prozessoptimierer.

Für den neunten Tabellenplatz Seligenstadts, der aufgrund der Fusion des ehemaligen Hessenligisten mit der Reserve nicht zufriedenstellend sein dürfte, hat Marton eine plausible Erklärung: "Der Tabellenplatz ist nicht unbedingt ausagekräftig. Es gibt eine gute Qualität in unserer Mannschaft. Wir haben lange gebraucht, um in die Saison zu kommen, weil es lange eine große Verunsicherung gab, wie es nach dem Hessenliga-Rückzug weitergehen würde. Außerdem haben wir viele junge Spieler in unseren Reihen. Es ist ein Findungsprozess, der negativ vom Verletzungspech unterstützt wurde."

Autor: Christoph Weß

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