Gruppenliga: Bachrain ist jetzt ein Spitzenteam
Serie der Bednarek-Elf bleibt makellos
Langsam wird es unheimlich rund um den Geisküppel: Sechs Spiele in 2015, 18 Punkte und 11:1 Tore. Das einzige Gegentor erzielte in Hannes Ohneiser ausgerechnet auch noch der eigene Abwehrchef.
Dass nicht Gegentreffer zwei oder drei hinzukamen, lag an mehreren Faktoren, denn Bachrain ließ mehr Chancen als zuletzt zu: Einerseits war Keeper Daniel Werner in der Anfangsphase hellwach, hielt beispielsweise gegen Adrian von Pazatka ganz stark (10.). Andererseits war auch ein bisschen Unvermögen dabei, wie bei Burak Vadar, der sieben Meter frei vorm Tor den Ball noch einmal quer legen wollte (44.). Zudem war Bachrain bei Daniel Nüchters Kopfball mit dem Pfosten im Bunde (72.) und auch auf Kapitän Raphael Link war Verlass, denn der vereitelte auf der Linie klärend die größte RSV-Chance nach Kopfball von Patrick Wingenfeld (83.).Petersberg war also nicht weit weg von zumindest einem Punkt: „Ich kann den Jungs eigentlich keinen großen Vorwurf machen. Aber die Tore müssen wir schon selbst schießen“, resümierte Rolf Gollin, der aber schon zur Halbzeit stinkig war.
„Stümperhaft“ sei es gewesen, wie sich Daniel Nüchter und Alexander Kilian beim 0:1 anstellten. Dennis Habersack, der erneut mit Oberschenkelproblemen runter musste, spielte einen Flankenwechsel auf Marko Curic. Der Kroate ließ ganz weit auf der linken Seite den ersten Getadelten ins leere Laufen und den zweiten ins Leere grätschen. Wie er dann aus spitzem Winkel traf, war klasse (23.). Curic war es auch, der die dicke Chance zum 2:0 auf dem Fuß hatte, aber nach toller Vorarbeit von Tim Stenger deutlich drüber zielte (27.).
Das 2:0 mit Abpfiff brachte Gollin ebenfalls auf die Palme, allerdings weil er hier das nötige Fingerspitzengefühl vom Schiedsrichter, dem er ohnehin kein gutes Zeugnis aussprach, vermisst habe: Roman Prokopenko bekam den Ball wohl in Abseitsposition, wurde dann von Andreas Brozaza niedergestreckt. „Gelb hätte es da auch getan“, ärgerte sich Gollin über den Platzverweis. Der erneut ganz starke Tim Stenger übernahm die Verantwortung und blieb vom Punkt kalt.
Bachrain: Werner – Link, Ohneiser, Brehl – Malkmus, Vukadin, Kröning – Stenger, Habersack (84. Sarvan), Curic – Fuchs (46. Prokopenko).
Petersberg: Beikirch – Kilian, M. Aschenbrücker, Brzoza, Stupp (74. Yildiz) – Bleuel, Vardar (65. Doganer) – Nüchter, Wingenfeld – B. Aschenbrücker, von Pazatka.
Schiedsrichter: Timo Wlodarczak (Weiterode).
Zuschauer: 300. Tore: 1:0 Marko Curic (23.), 2:0 Tim Stenger (90.+4). Rote Karte:Andreas Brzoza (90.+4, Petersberg) wegen Notbremse.


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