Hammerl coacht Frischauf bis Winter – mindestens
B-Liga: Ex-Hessenligaspieler springt bei Heimatclub ein
„Wenn das Spiel fünf Minuten länger dauert, dann gewinnen wir sogar noch“, ist sich Hammerl in der Replik sicher und vom ersten Eindruck angetan, „weil die Jungs echt kicken können, sie brauchen aber ein bisschen Taktiktraining, dann bekommen wir auch mehr Konstanz in die Ergebnisse“. Dies sei das vorrangige Ziel bis zur Winterpause, dann werde man mit dem Vorstand die Karten neu mischen. Die Wege dorthin sind kurz, der Vorsitzende Benjamin Möller ist Hammerls Cousin, weswegen das Engagement auch auf kurzem Dienstweg zustande gekommen sei und sich Hammerl nach Gündüz’ Rücktritt aus privaten Gründen auch in der Bringschuld für seinen Heimatclub sah.
Eigentlich stand Hammerl noch bei Gruppenligist Germania Müs unter Vertrag, dort verletzte er sich allerdings bereits in der Vorbereitung schwer, riss sich das Kreuzband und bestritt nicht ein einziges Pflichtspiel. Die nun doch notwendige Operation steht für den Dezember im Terminkalender. Mit Müs sei nun alles abgesprochen worden, dem Team werde er weiterhin als Physiotherapeut zur Verfügung stehen und spricht den dortigen Verantwortlichen ein riesiges Kompliment für das jetzige Zugeständnis aus.
Die Schuhe bleiben am Nagel hängen
Weil Hammerl seit einigen Jahren eine physiotherapeutische Praxis in Edelzell selbstständig leitet, hat er allerdings ohnehin schon den Entschluss gefasst, nicht mehr aktiv Fußball spielen zu wollen: „Dafür ist mir die Praxis einfach viel zu wichtig, da will ich nicht eine weitere schwere Verletzung riskieren“, erläutert der wieselflinke Außenstürmer, der früher für den Hünfelder SV in der Hessenliga Tore erzielte.
Daher könne er nun mit 33 Jahren auch sagen, dass er fußballerisch alles erreicht habe und sich fortan auf die Trainerkarriere konzentrieren könne, die bereits in den vergangenen Jahren immer mal wieder zur Debatte stand: „Da kamen auch schon Anfragen, ich wollte aber noch weiter aktiv spielen. Durch den Kreuzbandriss hat sich dahingehend aber einiges geändert.“ So seien die 13 Wochen ohne Fußball zwar gut gewesen, um sich intensiv um Praxis und Familie zu kümmern, allerdings wurde ihm auch bewusst, dass nunmal etwas fehle.

