Herth: "Nach vorne und ab ins Tor"
Gruppenliga Frankfurt Ost: Oberndorf und Türk Gücü Hanau im Gleichschritt weiter?
SV Somborn – 1. FC Langen (Sonntag, 15 Uhr)
Somborn hat erst einmal gewonnen (4:2 gegen Hochstadt). Bei den restlichen drei Niederlagen kassierte der SV immer mindestens vier Tore. In der Defensive hakt es also etwas. Mit drei Punkten stehen die Main-Kinzig-Kicker auf Platz 16. Zwei Zähler mehr hat Aufsteiger Langen gesammelt, liegt derzeit auf Rang elf. Die Offenbacher mussten unter der Woche bei Mitaufsteiger Steinheim eine 0:4-Klatsche hinnehmen und sollten auf Wiedergutmachung bedacht sein.
SG Marköbel – SG Rosenhöhe Offenbach (Sonntag, 15 Uhr)
Beide Teams gingen aus dem Spieltag unter der Woche als Verlierer hervor. Während Marköbel bei den ungeschlagenen Hanauer Türken mit 1:3 das Nachsehen hatte, sich dabei aber gut verkaufte, wurde die Rosenhöhe von Erlensee mit 0:5 abgefertigt. "Wir werden jetzt alles in die Waagschale werfen, um die Rosenhöhe zu knacken. Wenn die Mannschaft das zeigt, was in ihr steckt, haben wir eine Chance“, zeigt sich SGM-Sprecher Luca Topitsch kämpferisch.
FC Dietzenbach – 1. FC 06 Erlensee (Sonntag, 15 Uhr)
Nach dem Unentschieden unter der Woche gegen Altwiedermus - und somit dem vierten Spiel ohne Sieg - bleibt der FC trotzdem gelassen, Werner Marquardt wusste aber am Mittwoch schon: "Dann müssen wir am Wochenende gegen Erlensee den ersten Erfolg feiern.“ Nicht gerade die leichteste Aufgabe, schließlich schoss sich der Aufsteiger ordentlich warm, fertigte die Rosenhöhe zu Hause mit 5:0 ab und steht nach vier Spielen und zwei Siegen ordentlich da. Bernd Mohn, Erlensees Pressesprecher, warnt aber: "Gegen Dietzenbach wird es ein sehr schweres Spiel, das dürfen wir nicht auf die leichte Schulter nehmen.“ Mohn erwartet eine körperbetonte Partie.
FSV Bischofsheim – SVG Steinheim (Sonntag, 15 Uhr)
Steinheim fertigte Langen am Donnerstag mit 4:0 ab. Darüber freute sich SVG-Pressesprecher Bernd Hartmann: "Endlich hat die Mannschaft ihr wahres Gesicht gezeigt", und weiter: "Jetzt geht es darum, weiter Punkte zu sammeln für unser Ziel, den Klassenerhalt. Wir wollen unsere Leistung wiederholen, dann geht was.“ Der Einsatz der beiden Innenverteidiger Marius Trippel und Sebastian Hilser ist fraglich, beide mussten gegen Langen frühzeitig ausgewechselt werden.
Germania Großkrotzenburg – JSK Rodgau (Sonntag, 15 Uhr)
Nach der ersten Niederlage unter der Woche gegen Oberndorf will Großkrotzenburg das Rad natürlich wieder in die richtigere Richtung drehen, Pressesprecher Gerald Trageser weiß aber: "Gegen Rodgau wird es brutal.“ Doch nicht nur, weil die Jügesheimer im Derby am Donnerstag in Seligenstadt 3:0 gewonnen haben und eine astreine Leistung ablieferten. "Die Mannschaft muss regenerieren, es gibt wenig Zeit, sich zu erholen", so Trageser. Für Andreas Humbert, Trainer des JSK, ist Großkrotzenburg der Favorit: "Die werden einen Teufel tun und das Spiel gegen uns leichtfertig verlieren. Sonst sacken sie ab. Es ist eine gute Mannschaft, aber für uns ein Spiel wie jedes andere auch.“
Germania Klein-Krotzenburg – SV Eintracht Altwiedermus (Sonntag, 15 Uhr)
Mit sieben Punkten aus vier Spielen und vor allem nach dem 2:0-Erfolg über Bad Orb unter der Woche ist das Selbstvertrauen bei Klein-Krotzenburg groß. Nun stellt sich also der nächste Aufsteiger bei der Germania vor. "Im Prinzip ist das kein normaler Aufsteiger. Sie haben im Sommer viele gruppenliga-erfahrene Spieler an Land gezogen, kennen sich also aus“, weiß Germania-Trainer Wolfgang Kaufmann und erklärt weiter: "Unser Anspruch ist es, unsere Heimspiele zu gewinnen. Egal, gegen wen.“
Türk Gücü Hanau – FC Hochstadt (Sonntag, 15 Uhr)
Türk Gücü Hanau winkt gemeinsam mit dem VFB Oberndorf von der Tabellenspitze, gewann bislang jedes Spiel. Nun empfangen die Hanauer den FC Hochstadt. Der Tabellendreizehnte startete schlecht in die Saison, musste sich zum Start mit 1:7 Marköbel geschlagen geben. Einer weiteren Niederlage folgten zuletzt ein Unentschieden und unter der Woche in Bischofsheim der erste Sieg. Da kommt Türk Gücü mit seinem Rückenwind nicht gerade recht, um als weiterer Aufbaugegner zu dienen.
Kickers Obertshausen – VFB Oberndorf (Sonntag, 15 Uhr)
Die Kickers holten im vierten Spiel endlich den ersten Dreier (4:2 in Somborn) und haben nun Blut geleckt. "Die Marschroute ist klar: Nach vorne und ab ins Tor“, so Siggi Herth vom Obertshausener Spielausschuss. Leichter gesagt, als getan, denn Oberndorf ist neben Türk Gücü Hanau quasi die Mannschaft der Stunde, holte als Aufsteiger aus den ersten vier Spielen die volle Punkteausbeute. Obertshausen ist aber gewohnt selbstbewusst: "Wenn wir gegen Oberndorf das gleiche Engagement aufbringen wie in Somborn, ist definitiv etwas möglich", meint Herth.
Autor: Valentin Schwing


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