Hessenliga: Alles ist angerichtet für das Topspiel gegen Alzenau

Drei Tore zur richtigen Zeit bescheren TSV Lehnerz souveränen Sieg gegen Vellmar

29. April 2015, 21:00 Uhr

Renato Tusha leitete mit zwei Torvorlagen vor der Pause den Lehnerzer Sieg ein.

Jetzt hat es Hessenligist TSV Lehnerz in der eigenen Hand: Der Rückstand auf den Relegationsplatz vor dem Topspiel gegen den Tabellenzweiten Alzenau beträgt nur noch zwei Punkte. Grund dafür ist ein souveräner 3:0 (2:0)-Erfolg gegen Vellmar, wo die Lesser-Elf davon profitierte, die Tore zur richtigen Zeit erzielt zu haben.

Als es nach 35 Minuten noch 0:0 stand, hätte wohl keiner der etwa 380 Zuschauer damit gerechnet, am Ende einen ungefährdeten Lehnerzer Sieg zu sehen. Bis dahin waren die Gäste nämlich absolut ebenbürtig und hätten durchaus in Führung gehen können. Nach einer Viertelstunde hielt zunächst der wieder ins Tor gerückte Benedikt Kaiser stark gegen Thomas Müller, anschließend bekam André Vogt den Fuß bei einem Schuss von Christian Wollenhaupt dazwischen. "In der Anfangsphase haben sich beide Mannschaften abgetastet", analysierte Kapitän Patrick Schaaf. "Vielleicht hatte Vellmar da sogar mehr vom Spiel."

Eben jener Schaaf war es dann jedoch auch, der die Wende in der Partie einleitete, als "endlich mal schnell" gespielt wurde. Sein Zuspiel fand Renato Tusha, der weiter auf Dominik Rummel passte. Der Lehnerzer Toptorjäger ließ sich diese Chance nicht nehmen und traf mit seinem 20. Saisontor zum 1:0 (39.). Der TSV setzte weiter nach, drängte noch vor der Pause auf das 2:0 - und wurde belohnt. Zunächst ließ Rummel für Schaaf prallen, der anschließend Tusha auf die Reise schickte. Schaaf startete direkt durch und bekam den Ball von Tusha perfekt in den Lauf, allein vor Torwart Tobias Orth ließ sich der Kapitän die Chance nicht entgehen - ein Konter wie aus dem Lehrbuch, direkt vor dem Halbzeitpfiff. "Das Tor zu der Zeit hat uns natürlich in die Karten gespielt. In der zweiten Halbzeit war Vellmar anfangs noch bemüht, mit dem 3:0 war dann aber endgültig die Luft raus", so der Torschütze zum 2:0.

Auch das 3:0 entstand wieder nach einem Spielzug nach Maß. Wieder war Tusha daran beteiligt, auch wenn er diesmal nur den vorletzten Pass auf Vogt spielte. Dieser zog stark an Gegenspieler Sebastian Wagener vorbei in den Strafraum und spielte den Ball flach in die Mitte. Dort stand Pierre Mistretta goldrichtig und musste zur Vorentscheidung nur noch seinen Fuß hinhalten. Anschließend schaltete Lehnerz ein paar Gänge zurück, von den Gästen kam auch gar nichts mehr. Beim TSV war der Fokus schon auf das Spiel am Samstag gegen Alzenau gerichtet, wo Lehnerz mit einem Sieg auf den Relegationsplatz klettern kann. "Dieses Endspiel haben wir uns jetzt verdient. Egal, wie die letzten Saisonspiele ausgehen, wir haben eine überragende Saison gespielt", weiß Schaaf. Selbstvertrauen sollte nach dem 3:0-Erfolg und drei Liga-Siegen in Serie demnach ausreichend vorhanden sein.

Lehnerz: Kaiser; Kress, Bartel, Breunung; Wollny, Schaaf, Scholz, Vogt; Mistretta (72. Lesser), Rummel (72. Odenwald), Tusha (72. Jordan). 

Vellmar: Orth; Matzenmiller, Schanze, Wollenhaupt (67. Lohne), Zukorlic, Kemper (67. Schnell), Müller (78. Bredow), Wagener, Weingarten, Lindemann, Kuhn. 
Zuschauer: 380. 
Tore: 1:0 Dominik Rummel (39.), 2:0 Patrick Schaaf (45.), 3:0 Pierre Mistretta (55.).

Autor: Steffen Kollmann

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