Hessenliga: Joker Gies und Nuspahic drehen das Spiel – „Man darf uns nie abschreiben“
Siegtreffer in der 91. Minute
Buchonia Flieden kann sich auf seine Joker verlassen. Die beiden eingewechselten Dennis Nuspahic und Sascha Gies dreht das Spiel im zweiten Abschnitt fast im Alleingang. Zweimal brachte der Neuzugang vom TSV Lehnerz eine Standardsituation brandgefährlich in den Strafraum, zweimal war der Angreifer zur Stelle und netzte per Kopf ein. Den umjubelten Siegtreffer erzielte Gies in der 91. Minute.
Dabei deutete es in den ersten Minuten auf alles andere, als einen Sieg der Fliedener hin. Früh war zu spüren, dass die Mannschaft aus dem Königreich das Innenverteidiger-Duo Tobias Bartel (gesperrt) und Sebastian Ruhl (privat verhindert) nicht eins zu eins ersetzen kann. "Wir haben 15 Minuten gebraucht, um die Umstellungen zu verkraften", erklärt Flieden-Abteilungsleiter Frank Happ. Gerade einmal zwölf Minuten waren gespielt, da müsste Jonas Ritzel im Buchonen-Tor bereits zweimal hinter sich greifen. Erst drückte Kokolu Baku (5.) eine Hereingabe aus fünf Metern über die Linie, dann kombinierte sich die Drittliga-Reserve über mehrere Stationen durch die Abwehr der Heimmannschaft, ehe Nils Bader (12.) den Ball unbedrängt einschießen konnte.
Doch es kam, wie es in dieser Spielzeit so oft bei den Fliedern kam. Julian Ankert verkürzte in Minute 19 zum 1:2, als Wehen kurzfristig in Unterzahl wegen einem verletzten Akteur war, und schon zeigte die Hohmann-Elf ein völlig anderes Gesicht. Mit Kampf, Leidenschaft und zwei genialen Standardsituationen drehten Buchonen das Spiel letztlich verdient. „Man darf uns einfach nie abschreiben“, freut sich Happ über den Sieg. „Wir hatten in der zweiten Halbzeit zahlreiche gute Chancen und daher auch verdient gewonnen.“


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