Hessenliga: Lehnerz kann zuhause nicht mehr gewinnen - Fotostrecke
Nullnummer gegen Oberrad
Niklas Odenwald (am Ball) und dem TSV Lehnerz blieb ein Treffer am Samstagnachmittag gegen Oberrad verwehrt. Foto: Steffen Kollmann
Zugegeben: Die Vorzeichen waren auch nicht die günstigsten für den TSV: Schließlich fielen den Lehnerzern mit Dominik Rummel, Patrick Broschke und Pierre Mistretta gleich drei elementare Offensivkräfte aus. Das Loch im Angriff sollte Patrick Schaaf - normalerweise im defensiven Mittelfeld aufgehoben - stopfen. Beinahe hätte diese Maßnahme sogar umgehend gefruchtet: Nach drei Minuten verhinderte nach einer Pomnitz-Ecke nur die Latte ein Kopfballtor des Interimsstürmers.
Mit einem frühen Tor hätte sich Lehnerz wohl eine ganz zähe erste Hälfte sparen können. Denn in der Folgezeit war der TSV nicht in der Lage, genug Offensivdruck zu entfalten, zumal Kemal Sarvan und Leon Pomnitz im Spielaufbau nicht immer fehlerfrei agierten. Immerhin stand die Defensive der Lehnerzer gut, wobei Oberrad im Vorwärtsgang äußerst bieder und einfallslos agierte. "Das war uns schon vorher klar, dass die mit vielen langen Bällen arbeiten. Schade, dass wir offensiv nicht so viel zuzusetzen hatten", drückte Verteidiger Sebastian Kress das ganze Dilemma des TSV aus, der im ersten Durchgang nur noch zweimal gefährlich wurde, als der momentan unglücklich agierende Patrick Lesser jeweils nicht genug Druck hinter den Ball bringen konnte.
Auch nach der Pause änderte sich das unschöne Bild nicht. Erst mit der Hereinnahme von Osman Özlük nach 64 Minuten kam etwas mehr Esprit ins Spiel. Vor ein paar Wochen noch bei Rothemann in der Gruppenliga aktiv, hatte Özlük nur sechs Minuten nach seiner Einwechslung eine gute Chance. Doch bei dieser Chance wie auch bei Odenwalds Versuch in der 67. Minute war Oberrads Keeper Marc Peter auf seinem Posten.
"Insgesamt fehlt uns momentan so ein wenig die Frische", befand Sebastian Kress, der aber wie sein Trainer Henry Lesser der Ansicht war, "dass Chancen für einen knappen Sieg gegeben waren." Dabei dachten sie wohl auch an eine erneut vergebene dicke Möglichkeit von Niklas Odenwald, der nach einem Özlük-Zuspiel knapp verzog. Warum Özlük nicht schon früher ins Spiel kam, offenbarte sich allerdings in der Schlussphase, als der Ex-Neuhofer schon ans Limit gehen musste. "Ich habe noch nicht mehr Luft", gestand der Angreifer später.
Wenigstens blieb das eigene Tor auch sauber, auch weil Benedikt Kaiser beim Abschluss von Götürmen in der 70. Minute zeigte, dass er trotz weniger Prüfungen hochkonzentriert war.


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