Hinrunde für Orkun Zer gelaufen
Verbandsliga Mitte: Machado freut sich auf Spiel
VfB Marburg – FC Eddersheim (Samstag, 15 Uhr)
Nach dem 5:1-Erfolg beim TSV Korbach im Achtelfinale des Hessenpokals am vergangenen Dienstag, mündet die englische Woche für den FC Eddersheim am Sonnabend in Marburg. „Die Stimmung ist natürlich top bei uns, es sind alle sehr euphorisch“, gewährt der sportliche Leiter Erich Rodler vor dem Aufeinandertreffen Einblicke in das aktuelle Innenleben des Verbandsliga-Primus. Marburg hatte ich vor der Saison schon auf meinem Zettel, die sind ja mit Fernwald auch ganz souverän aufgestiegen. Das ist sicherlich eine kompakte Mannschaft, die aber vielleicht etwas hinter ihren Erwartungen zurückgeblieben sind. Ich hatte die sogar noch etwas weiter oben vermutet“, äußert sich Rodler zum kommenden Gegner und Aufsteiger aus Oberhessen.
Verzichten muss der FCE fortan allerdings neben Leistungsträger Ivan Rebic auf Defensiv-Akteur Daniel Chavero Vargas, der sich am vergangenen Sonntag gegen Kelsterbach einen Kreuzbandriss zugezogen hat. "Das tut uns natürlich schon weh“, so der Eddersheimer Funktionär, der aufgrund eines breiten Kaders aber dennoch optimistisch auf die kommenden Aufgaben blickt.
SV Zeilsheim – FC Dorndorf (Sonntag, 15 Uhr)
SV-Trainer Sascha Amstätter kann gegen den Vorletzten aus Dorndorf wieder auf den zuletzt angeschlagenen Ertugrul Erdogan zurückgreifen, während Torgarant Leonardo Bianco nach wie vor im Urlaub weilt. Der Einsatz von Hamza Bouchen ist indes noch ungewiss, der 26-jährige Mittelfeldspieler musste bei der jüngsten 0:1-Niederlage in Dietkirchen frühzeitig verletzungsbedingt den Platz verlassen.
Den FC Dorndorf nimmt Amstätter vorab nicht auf die leichte Schulter, auch wenn die Limburger bislang erst fünf Punkte aus zehn Spielen ziehen konnte. "Man hört eigentlich immer, dass die ganz ordentlich spielen“, so der Zeilsheimer Coach. "Wir wollen daheim aber möglichst gewinnen und die unglückliche Niederlage vom Wochenende wieder wettmachen.“
SG Kinzenbach – Germania Schwanheim (Sonntag, 15.30 Uhr)
"Das wird ein schweres Auswärtsspiel, das ist ein Gegner, der schlecht in die Saison gestartet ist, nun aber einen Trainerwechsel vollzogen hat. Und auch die letzten Ergebnisse sind ein Indiz dafür, dass das eine Mannschaft ist, die man nicht unterschätzen darf“, warnt Germania-Übungsleiter Tomas Pelayo vor Schlusslicht und Liga-Neuling SG Kinzenbach. Die Mittelhessen verfügen seit vergangener Woche mit Oliver Dönges über einen neuen Trainer und fuhren in Langenaubach (3:3) prompt den ersten Punkt nach zuvor vier Niederlagen in Folge ein.
Sogar ein Sieg schien im Bereich des Möglichen, SSV-Mann Sebastian Schneider schenkte der SG jedoch in der Nachspielzeit den Ausgleichstreffer ein. Germania Schwanheim wird am Wochenende voraussichtlich mit dem gleichen Aufgebot auflaufen können wie beim jüngsten 4:3-Erfolg gegen den FC Dorndof.
SF/BG Marburg – FV Biebrich (Sonntag, 15.30 Uhr)
Keine einfache Aufgabe wartet diesmal auf den FV Biebrich, der auswärts beim Tabellenzweiten antreten muss. "Marburg ist natürlich eine Top-Mannschaft in der Liga, die haben letztes Jahr schon lange, lange oben mitgespielt. Die sind sehr gefestigt, das wird nicht einfach“, ordnet FV-Trainer Nazir Saridogan die Lahnstädter ein und ergänzt: "Wir werden aber unser Bestes geben.“
Fehlen wird dem FVB allerdings Leistungsträger Orkun Zer, der beim Heimspiel gegen Breidenbach einen dreifachen Bänderriss sowie ein Riss des Syndesmosebandes am rechten Fußgelenk erlitten hatte. Zumindest die Hinrunde für den 27-jährigen Leistungsträger ist somit gelaufen. "Er fehlt uns nicht nur sportlich, sondern auch menschlich. Orkun ist auch wichtig für die Kabine, weil er einer ist, der vorne weg geht. Aber ich glaube, so wie er gestrickt ist, wird man ihn dennoch öfters in der Kabine sehen“, erklärt Saridogan, der hofft, den Ausfall Zers irgendwie kompensieren zu können.
TSV Bicken – SG Oberliederbach (Sonntag, 16 Uhr)
Oberliederbachs Trainer Asad Ahmad betrachtet das Duell gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn als ein "so genanntes Sechs-Punkte-Spiel“ im unteren Tabellendrittel. Wirkliche Vorfreude scheint bei der SGO allerdings nicht vorzuherrschen. "Nach Bicken ist es ganz unangenehm hinzufahren, die ticken da einfach etwas anders, als die Mannschaften bei uns im Frankfurter Raum. Wir müssen uns da immer eine Kabine teilen mit der gegnerischen Mannschaft von deren Zweiten. Das letzte Mal hatten wir da auch riesige Probleme mit Ausschreitungen und so weiter“, so Ahmad, der sich allerdings nicht beirren lassen möchte: "Am Sonntag wird gekämpft. Wenn du da verlierst, dann hast du fünf Punkte Rückstand auf Bicken.“
Viktoria Kelsterbach – FSV Fernwald (Sonntag, 15 Uhr)
Positiv ist, dass wir jetzt ein Heimspiel haben. Wir haben da noch keine Punkte verloren, daher kommt uns das entgegen“, erläutert Dominic Machado, Co-Trainer der Viktoria, vor dem schwierigen Aufeinandertreffen mit dem Rangvierten aus Mittelhessen. Unter der Woche hatte Machado die Kelsterbacher Übungseinheiten übernommen, da sich Cheftrainer Ralf Horst im Urlaub befand. Ein paar Spieler, verrät Dominic Machado vorab, seien derzeit angeschlagen, dennoch wolle man sich nicht verstecken: "Wir freuen uns auf das Spiel und einen sehr guten Gegner.“ Am Sonntag steht allerdings Ralf Horst wieder an der Seitenlinie des heimischen Hessenliga-Absteigers.
(cn)


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