Hochstadt in Lauerstellung

Gruppenliga Frankfurt Ost: Pfaffenhausen kämpft gegen Somborn um Anschluss

21. April 2017, 15:58 Uhr

Hält Dietzenbachs Abwehr dem Sturmfeuerwerk aus Nidda um Sven Diedrich (links) stand? Foto: Patrick Scheiber

Ostern ist vorbei, jetzt geht’s so langsam ans Eingemachte! Richtung Zielgerade der Saison in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost könnte sich der Ligafünfte FC Hochstadt bei einem Sieg über den Tabellenzweiten JSK Rodgau nochmal ins "Aufstiegsgespräch" bringen. Der SV Pfaffenhausen darf gegen den SV Somborn den Anschluss an die restliche Abstiegskonkurrenz nicht verlieren.

SV Pfaffenhausen – SV Somborn (Samstag, 16 Uhr)

Mit 24 Punkten ist Pfaffenhausen sozusagen der Underdog im Sechskampf um das rettende Ufer. Vor dem SVP stehen mit Marköbel, Türk Gücü und dem kommenden Gegner Somborn gleich drei Teams, die 28 Zähler auf dem Konto haben. "Das erste Ziel ist es nun, an diese Teams heranzukommen", erklärt Pfaffenhausens Andreas Pfahls. Der Sieg gegen Bischofsheim vor der Osterpause gibt der Heimelf den Rückenwind, den sie für die restlichen Aufgaben gebrauchen kann. "Wir können etwas reißen, wenn wir so spielen wie gegen Bischofsheim, und das ist auch das Ziel“, so Pfahls, der sich sicher ist, dass "das mit unseren Fans im Rücken etwas wird.“

Germania Klein-Krotzenburg – Hanauer FC 93 (Sonntag, 15 Uhr)

An den Tabellenführer aus Hanau gehen die Klein-Krotzenburger laut Trainer Wolfgang Kaufmann „gelassen ran“. Mit 42 Punkten fehlt den Gastgebern noch der ein oder andere Punkt, der Klassenerhalt sollte jedoch so gut wie sicher sein. "Nichtsdestotrotz schauen wir noch nach hinten, haben jetzt noch ein paar Spiele, um die letzten Pünktchen zu holen“, so Kaufmann, der den Druck bei Hanau sieht: "Die wollen Meister werden und müssen deshalb gewinnen, wir können nicht viel falsch machen.“

VFR Kesselstadt – SG Rosenhöhe Offenbach (Sonntag, 15 Uhr)

Man muss nicht um den heißen Brei herumreden: Im Duell zwischen Schlusslicht Kesselstadt und dem Tabellenneunten Rosenhöhe können die Gäste drei Punkten einplanen. Diese brauchen sie auch, sind es doch mickrige zwei Punkte, die die Offenbacher vom ersten Abstiegsplatz – den aktuell Marköbel belegt – trennen. Zudem haben die direkten Konkurrenten bis auf Marköbel allesamt ein Spiel weniger absolviert.

Türk Gücü Hanau – Kickers Obertshausen (Sonntag, 15 Uhr)

Die Türken schöpfen neue Kraft! Der Sieg im Pokalspiel gegen den Ligakonkurrenten Hanau 93 am Mittwoch könnte genau zur richtigen Zeit gekommen sein. "Nachdem wir in der Liga gegen sie noch verloren haben, ging es erstmal bergab für uns. Jetzt soll es andersrum sein“, ist Türk Gücüs Sprecher Alim Katilmis zuversichtlich, den wichtigen Sieg für einen Schub nutzen zu können. Gegen Obertshausen erhofft er sich, "dass die nach dem gesicherten Klassenerhalt vielleicht etwas lockerer agieren." Ein Finale gegen den Abstieg wollen die Hanauer mit Blick auf den letzten Spieltag gegen Dietzenbach unbedingt vermeiden. Daher zählen erneut nur drei Punkte.

FC Dietzenbach – Viktoria Nidda (Sonntag, 15 Uhr)

Der Weg, den Dietzenbach seit Monaten einschlägt, ist der Richtige. Nach verkorkstem Saisonstart räumt der FCD das Feld von hinten auf. Dennoch rangieren die Dietzenbacher momentan nur mit einem Punkt Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Gegen Nidda stehen die Offenbacher nun nicht gerade vor einem Spaziergang. Mit 86 Toren netzt keine Mannschaft in der laufenden Saison so oft ein wie die Viktoria, Dietzenbach hat mit 37 Treffern nicht einmal die Hälfte der Tore erzielt. Bei einem Sieg würden die Gastgeber einen wichtigen Schritt Richtung Ligaerhalt machen. Nidda wiederum hat bei einem Punkt Rückstand noch alle Möglichkeiten auf den Aufstieg in die Verbandsliga.

VFR Wenings – KV Mühlheim (Sonntag, 15 Uhr)

Das Hinspiel entschied Wenings für sich und auch am Sonntag sollen es drei Punkte werden. Dennoch riecht es beim VFR nach Abstieg. Mit 20 Punkten sind es acht Punkte bis zum rettenden Ufer. Theoretisch also noch alles drin, doch die Ergebnisse sprechen eine andere Sprache. "Da hätten die Spiele seit der Winterpause anders laufen müssen“, verweist Wenings Oliver Hilß auf Duelle mit direkten Konkurrenten wie Marköbel oder Pfaffenhausen, die nicht positiv ausgingen. Die Planungen für die neue Saison laufen derzeit, und der Kader soll auch in der Kreisoberliga weitgehend zusammenbleiben.

FC Hochstadt – JSK Rodgau (Sonntag, 15 Uhr)

Der Fünfte empfängt den Zweiten! Die beste Offensive der Liga trifft auf die beste Defensive, das bedeutet: Hochstadt gegen Rodgau. Die Gäste (55 Punkte) liefern sich einen Zweikampf an der Spitze mit Hanau (57), in den nun auch noch Nidda (54) eingestiegen ist. Hochstadt (47) bleibt dabei in Lauerstellung. Die Angriffsstärke um Oymak, Bufi & Co. ist auch dem JSK nicht verborgen geblieben. Diese soll „im Verbund“ ausgeschaltet werden, heißt es von Rodgauer Seite. Personell sind die Gäste gut aufgestellt, nach längerer Pause wird Marijo Dejanovic vorerst auf der Bank Platz nehmen.

FSV Bischofsheim – Sportfreunde Seligenstadt II (Sonntag, 15 Uhr)

Zwar muss in Bischofsheim bei 47 Punkten noch keiner Angst haben, bis ganz nach unten durchgereicht zu werden, der Negativtrend der letzten Wochen ist jedoch erschreckend. Seit der 0:5-Pleite in Obertshausen Ende März mit drei Roten Karten auf Seiten des FSV rumort es kräftig, vor der Osterpause musste sich der Tabellensechste sogar Kellerkind Pfaffenhausen geschlagen geben. Nun geht es gegen die Hessenliga-Reserve aus Seligenstadt. Die Sportfreunde sind gut drauf, besiegten nach der Winterpause unter anderem die Topteams aus Rodgau und Hanau. Mit 39 Punkten fehlt für den Klassenerhalt zudem nicht mehr viel.


Autor: Valentin Schwing