Hoffenheim bietet JFV Bad Soden-Salmünster eine Kooperation an
NLZ-Chef des Bundesligisten spricht in Salmünster
JFV-Chef Martin Berg (von links), Bürgermeister Lothar Büttner, Gastredner Sebastian Bacher von der TSG Hoffenheim sowie Wladimir Römmich aus der Sportlichen Leitung des JFV beim Empfang in der Mensa der Henry-Harnischfeger-Schule. Foto: Rainer Michelmann
Vorsitzender Martin Berg sowie Gastredner Sebastian Bacher (Leiter des Nachwuchsleistungszentrums TSG Hoffenheim) fanden einen gemeinsamen Nenner: „Wir haben einiges gemeinsam, die Verantwortung für die Kinder.“
Bei 20 Mannschaften, 380 Kindern (80 alleine bei den Bambini und 50 bei den F-Junioren) müsse das Management stimmig sein. „Sport hat auch etwas mit Gewinnen zu tun. Wir im Sportförderverein haben uns aber gesagt, wir müssen mehr tun, als nur Leistung zu fördern und Spieler für die erste Mannschaft zu generieren. Wir wollen auch Breitensport fördern und über den Sport Gemeinschaft und Sozialkompetenzen in die Erziehung einfließen lassen,“ betonte Martin Berg.
Einen interessanten Querschnitt aus dem Nachwuchsleistungszentrum des Bundesligisten TSG Hoffenheim, brachte anschießend der Leiter Sebastian Bacher ein. Der ausgebildete Lehrer für Sport und Englisch ist seit acht Jahren für die TSG Hoffenheim tätig: „Es gibt verschiedene Zufahrten für den Weg der Spieler von kleinauf nach ganz oben. Wir haben ein Kinderperspektivteam, welches leistungsorientierten Kinder-Fußball anbietet. Sinn und Zweck ist es, die Kinder lange bei uns zu haben. Aber nicht in festen Mannschaften, denn sie bleiben bei ihren Heimatvereinen. Einmal pro Woche findet ein Fördertraining statt. Genau diesen Weg hat der aktuelle U19-Spieler Alfons Amade durchlaufen. Er hat jetzt einen Profivertrag. Das wäre der ideale Weg.“
Richtig los gehe es dann mit dem leistungsbezogenen Fußball, bei dem Übernahmegespräche stattfänden und die jungen Leute in festen Kadern spielen. „Wir haben bei der TSG Hoffenheim drei Zentren. Das Grundlagenzentrum U12 und U13. Die Akademie-Arena der U14, U15, U16 sowie das Leistungszentrum U17 und U19. Im Grundlagenzentrum in Zuzenhausen, werden U12 und U13 altersgerecht im Fußball, aber auch in der Sozialkompetenz zu Persönlichkeiten ausgebildet.“ Bacher stellte klar: „Profispieler zu entwickeln, ist unser Ziel. Aber wird sind auch auch ein Breitensport- und Freizeitverein.“
Die Akademie-Arena bildet in Hoffenheim die Zwischenstufe zum Hochleistungssport und bereitet die Spieler auf den nächsten großen Schritt vor. Dort sollen persönliche Fähigkeiten akribisch verbessert werden. „Dann werden der Leistungsgedanke und die Konkurrenz größer, und es wird auch das Scouting international ausgeweitet,“ so Bacher. Freilich schaffte es die wenigsten Spieler aus dem eigenen Stall, so wie etwa Dennis Geiger, zu den Profis. „Vom U19-Jahrgang gelingt vielleicht ein, zwei Spielern der Sprung. Und das ist schon viel.“ Bei allem Leistungssport: Die schulische Ausbildung genieße einen hohen Stellenwert. Spieler dürften auf Förder- und Prüfungsvorbereitungsunterricht vertrauen.
Ganz so breit und professionell aufgestellt ist der JFV Bad Soden-Salmünster natürlich nicht. Aber Sebastian Bacher stellte heraus: „Ich sehe viele ähnliche Gedanken und Gemeinsamkeiten, und deshalb würde ich mich freuen, wenn wir vielleicht einzelne Angebote zusammen gestalten können.“ JFV-Vorsitzender Martin Berg erwiderte: „Liebe Zuhörer, Sie sehen, Fußball ist mehr als nur ein 1:0. Wir nehmen das Angebot gerne wahr, denn für uns ist es wichtig, sich gut zu orientieren.“

