"Ich hätte gerne mehr Tore geschossen"

Gruppenliga Frankfurt Ost: Sungun blickt mit TG Hanau nach oben

21. März 2018, 09:58 Uhr

Hanaus Volkan Sungun (rechts) nerven die häufigen Spielausfälle. Foto: Patrick Scheiber

In der Gruppenliga Frankfurt Ost steht Türk Gücü Hanau auf dem sechsten Rang, hat zehn Punkte Rückstand auf den Tabellenführer aus Rodgau und möchte nun eine Siegesserie starten. Das verriet Volkan Sungun gegenüber unserem Portal und äußerte sich gleichzeitig zu seiner eigenen Leistung.

Die Vorbereitung im Sommer lief für Volkan Sungun nicht rund. Aufgrund einer Handverletzung musste er pausieren und war zum Saisonstart in Rodgau (0:1-Niederlage) nicht fit. Dafür kam der 29-Jährige am 13. August gegen Klein-Krotzenburg (4:2) über 16 Minuten zum Einsatz und erzielte innerhalb von einer Minute zwei Tore. "Das ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Genauso wie die Partie in Oberndorf", blickt Sungun positiv auf das Jahr 2017 zurück. Auch beim VfB gewannen die Hanauer mit 4:2, ebenfalls durch einen Doppelpack des Stürmers.

Mittlerweile hat Sungun, der seine zweite Saison bei Türk Gücü spielt, acht Treffer in 18 Begegnungen gemacht. Damit steht der Angreifer in der internen Torschützenliste auf Platz zwei hinter Alessandro Fröb (12 Tore). "Mit meinen Einsatzzeiten und der spielerischen Leistung bin ich zufrieden, aber ich hätte gerne mehr Tore geschossen", lautet das Fazit von Sungun zur bisherigen Runde. Gleichzeitig sprach der Hanauer aber auch von "wechselhaften Leistungen der Mannschaft, die auch meine bedingt haben." In dieser Spielzeit passierte es nämlich zweimal, dass einem Sieg eine hohe Niederlage folgte. So gewann Türk Gücü 3:1 gegen Seligenstadt und Steinheim, verlor aber die Woche darauf in Erlensee (0:5) und Großkrotzenburg (0:4).

Auch im November ließ die Elf von Trainer Blerim Petrovci Zähler liegen, verlor dabei zwei von drei Partien. Trotzdem blickt die Mannschaft in der Tabelle nach oben, wie Sungun eingesteht: "Wenn wir in den nächsten Wochen eine Serie starten, haben wir es in der eigenen Hand. Auch weil wir noch gegen die Teams antreten, die in der Tabelle vor uns stehen. Nach unten gucken wir deshalb nicht." Der Familienvater ist also für den Kampf um die ersten beiden Plätze in der Gruppenliga gewappnet, zumal er sich mit Aufstiege auskennt. Denn mit seinen ehemaligen Vereinen SSV Lindheim und Hanauer SC ist ihm bereits zweimal der Sprung in eine höhere Liga gelungen.

Um nun allerdings in die Erfolgsspur zu gelangen, müssen die Hanauer erst einmal in ihren Rhythmus finden. Zum Restrundenstart war der Verein nämlich von einigen Spielausfällen betroffen, unter anderem wurde die Partie beim Tabellenschlusslicht Somborn mehrmals verschoben (neuer Termin ist der Ostermontag). Auch das Spiel gegen Eintracht Altwiedermus, das am Mittwoch ausgetragen werden sollte, fällt aus und wir am 18. April nachgeholt. "Natürlich ist das nervig, wenn es nicht stattfindet. Schließlich bereiten wir uns darauf vor und motivieren uns gegenseitig. Vor allem die Jungs von uns, die Schichtarbeit machen, haben ein Planungsproblem", so Sungun, der sich nun auf die kommenden Aufgaben und Gegner freut.

Autor: Selina Eckstein