Irre Paraden: „Duschi“ lässt CSC verzweifeln
Bälle festhalten kann er, wie Bad Sodens Torwart Daniel Duschner eindrucksvoll unter Beweis stellte. © Ralf Hofacker
In der Partie vor 200 Zuschauern in der Jahnkampfbahn empfing der Erste den Dritten – oder der Vorjahres-Dritte den Vizemeister. „Das war ein ordentliches Spiel auf einem etwas überdurchschnittlichen Verbandsliga-Niveau“, befand Lars Schmidt nach der Partie am Kasseler Kreisel. Im Vergleich zum Heim-3:1 gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz II vier Tage zuvor veränderte der Sodener Trainer die Startformation dreifach: Für Mahamadou Juwara, Daniele Fiorentino und Lukas Ehlert (Junggesellenabschied) rückten Tarik Sejdovic, Anto Vinojcic und Mirza Kovac in die erste Elf.
SG Bad Soden: Irre Paraden von Daniel Duschner im Topspiel
Die Nulldreier begannen etwas aktiver und kamen zu zwei Halbchancen. Dann wurden die Gäste nach 20 Minuten etwas druckvoller. Marcel Mosch brach durch, kam aber erst aus spitzem Winkel zum Abschluss, sodass CSC-Torwart Lukas Rudolph parierte (39.). „Wir hatten in der ersten Hälfe drei ganz gute Situationen, haben aber jeweils den richtigen Augenblick“, bemerkte Lars Schmidt zu den ersten 45 Minuten. Nach dem Seitenwechsel geriet das Team des Ex-Profis unter Druck. Die Osthessen, die die beiden vorherigen Spiele beim CSC 2:4 und 0:4 verloren hatten, hätten sich nicht beschweren können, wenn die Mannschaft von Lothar Alexi mit vier Toren geführt hätte.
„Unfassbar, wie der Sodener Torwart gehalten hat“, sagte der CSC-Trainer. Lars Schmidt pflichtete ihm bei: „Duschi hatte einen Sahnetag.“ Der Regionalliga-erfahrene Neuzugang wurde zum auffälligsten Mann und zeigte bei Schüssen aus nächsten Nähe irre Reflexe. Der 1,97 Meter große Schlussmann strahlte eine große Präsenz aus. Mangels Alternativen auf der Bank erklärte sich in Bezug auf die Physis noch nicht bei 100 Prozent befindliche Alexander Okyere bereit, als Einwechsler für 15 Minuten Gas zu geben. Mirza Kovoc musste raus. Sein vor einigen Monaten gebrochener Arm macht Probleme. Für ihn rückte Jaron Krapf nach vorne.
Und dann fiel das 1:0 für Soden aus dem Nichts. Betim Mezini setzte sich über rechts durch, stieß bis zur Grundlinie vor und legt den Ball quer auf Mert Pekesen, der das Spielgerät gegen die Laufrichtung des Keepers einschoss (66.). Die Nordhessen machten gegen die von Personalsorgen geschwächten Osthessen weiter Druck. Doch erst in der Nachspielzeit trafen die Kasseler. Toni Lecke wurde mit dem Rücken zum Tor angespielt, drehte sich auf und glich mit einem Schuss gegen die Bewegung des Sodener Keepers aus (90.+1).
Eine Minute später ging ein Schuss von Jon Mogge, der im April viermal gegen die „Sprudelkicker“ getroffen hatte, an den Außenpfosten. Nochmals eine Minuten später hätte das Drei-Punkte-Pendel zu Gunsten der Sodener auschlagen können, doch der eingewechselte Rachid El-Hassani spielte den Ball nicht richtig durch (90.+3). SG-Trainer Lars Schmidt zeigte sich mit der Punkteverteilung nicht unzufrieden. „Wir haben ordentlich Körner gelassen“, erklärte er.
CSC 03 Kassel: Rudolph; Simoneit, Urban, Nennhuber, Korte – Reuter, Möller – Bindbeutel (60. Bindbeutel), Grgic (81. Köps), Schrader (67. Dawid) – Mogge. SG Bad Soden: Duschner; Neiter, Sejdovic, Hilchenbach – Vinojcic – Krapf, Huhn, Mezini (82. El Hassani), Pekesen – Mosch (86. Aydogan) – Kovac (46. Okyere/62. Fiorentino/90.+3 Greenham). Schiedsrichter: Thorsten Eick (TSV Eifa). Zuschauer: 200. Tore: 0:1 Mert Pekesen (66.), 1:1 Toni Lecke (90.+1).