Ehrenberg träumt
Jaksch stößt die Tür auf
Auftaktsieg in Körle
Neblig ging es bei den Ehrenberger Zuschauern zu. Von oben knallte aber die Sonne. Foto: Johannes Götze
Beide Teams schickten ihre Teams in Bestbesetzung ins Rennen, wenngleich Körle ob der Auftaktniederlage mehr in der Bringschuld stand, waren es die Rhöner, die offensiver ausgerichtet waren und vom Start weg mehr Akzente nach vorne setzen konnten. Richtig gefährlich wurde es in Durchgang eins allerdings fast nie. Bei tropischen Temperaturen war das Spieltempo zwar beachtlich, allerdings fehlte es an spielerischer Linie.
Alle drei Möglichkeiten resultierten aus Standards: Den Anfang machte Körles Sechser Luis Taube mit einem Freistoß von der Außenlinie, der ganz gefährlich aufsetze und SGE-Keeper Simon Voll glänzen ließ (5.). Die anderen beiden Chancen besaß Michael Geier: Nach einer Beck-Ecke nahm er den zweiten Ball volley, der an die Unterkante der Latte knallte und von dort aus – zumindest aus Sicht des Schiedsrichter-Assistenten – nicht vollumfänglich hinter die Linie sprang (10.). Später versuchte der Spielmacher frech eine Ecke direkt reinzuzirkeln, allerdings war Mario Umbach aufmerksam und lenkte den Ball gerade noch über die Latte (34.).
Entscheidungsspiel droht
Und wer dachte, dass Körle nach der Pause mehr investiert, der täuschte sich. Zwar setzte Eren Kadir mit einem tollen Sololauf das erste Ausrufezeichen (48,), doch dann war fast nur Ehrenberg am Ball. Mark Jaksch setzte einen Distanzschuss leicht über das Tor (50.), Robert Schorstein fehlte aussichtsreich der Mut für die Direktabnahme (54.), Marius Bublitz konnte den Ball nicht ausreichend kontrollieren (57.), dazu steckte in den vielen Standards ständige Gefahr. Deswegen war es nicht verwunderlich, dass Jaksch genau so eine direkt reinzirkelte. Nach Foul an Geier nahm er aus 22 Metern Maß und legte das Kunstleder genau ins Kreuzeck (64.). Während Ehrenberg sträflich mit den sich bietenden Räumen umging und das nicht unwichtige zweite Tor verpasste, war es auf der Gegenseite Joker Fitim Islami, der wie aus dem Nichts den Ausgleich vergab (89.).
Beim Siegtreffer war Ehrenberg bereits in Überzahl: Körles bester Mann am Platz, Eren Kadir, leistete sich zwei Meckerattaken binnen 70 Sekunden und wurde des Feldes verwiesen (61.). Ansonsten wehrte sich Körle nicht wirklich, sah nicht eine Gelbe Karte wegen Foulspiels und ist durch die Niederlage chancenlos im Hinblick auf die Verbandsliga. Ehrenberg wäre hingegen aufgestiegen, wenn Türkgücü Kassel am Samstag (16 Uhr) in Wüstensachsen geschlagen wird. Schafft der SV Neuhof den Hessenliga-Aufstieg, dürften Türkgücü und Ehrenberg am Samstag gemeinsam feiern. Schafft Neuhof den Aufstieg nicht und das Spiel am Samstag endet remis, wird es ein Entscheidungsspiel um den Aufstieg auf neutralem Platz geben.
Die Statistik:
FC Körle: Umbach – Friedrich (90.+5 Mirus), Riemann, Lenz, Essid – Kraus (70. Islami), Taube – Alberding, Scherbaum, Kadir – Melnarowicz.
SG Ehrenberg: Voll – Bau, Dinkel, Moritz Schäfer, Beck – Schorstein, Jaksch (84. Marius Schäfer) – Geier – van Leeuwen (90.+2 Keidel), Bublitz (80. Bleuel), Brehl.
Schiedsrichter: Marcel Rühl (FSG Wettenberg).
Zuschauer: 1100.
Tor: 0:1 Mark Jaksch (64.)
Gelb-Rote Karte: Eren Kadir (61., Körle).

