Julian Pecks! Wer auch sonst?
Verbandsliga: Der "Brasilianer" krönt perfektes Wochenende
Denn das Tor des Tages nach nur sieben Minuten verdiente sich das Prädikat „Extraklasse“: Julian Pecks, tags zuvor der gefeierte Mann beim Hessenliga-Team, spielte steil auf Christoph Sternstein, der mit der Hacke in Leon Wittkes Laufweg weiterleitete. Dass auch Wittke den Kopf oben behielt und Jan-Henrik Wolf im Rückraum freispielte, machte die Kombination perfekt. Weil allerdings Wolf an Ahmed Hadzic scheiterte, drohte das feine Zusammenspiel zur Randnotiz zu verkommen, aber Pecks war klug nachgerückt und drückte das Leder mit aller Ruhe ins Tor.
Überhaupt verstand der Gast lange nicht, wie das 4-2-3-1-System des Gegners zu verteidigen ist und wie Pecks sowie Paul Hohmann als Sechser in ihrem geschickten Nachrückverhalten gestoppt werden können. Nach zuletzt tollen Auftritten wirkte der SVN diesmal im Kopf nicht so frisch, bekam lange wenig Zugriff auf Gegner, Ball und Spiel. Die feinere fußballerische Klinge war dem Gastgeber genauso gewiss, wie die notwendige Ruhe am Ball. Zumindest gut 20 Minuten.
Görners unnötige Aktion gegen Kaiser
Dann spielte die TSV-Defensive mit einem kapitalen Bock Neuhofs Spielertrainer Radek Görner ideal frei, der tanzte Torwart Benedikt Kaiser noch aus, brachte es allerdings fertig, mit viel Gewalt und wenig Gefühl den auf der Linie stehenden Marcel Dücker anzuschießen. Der Weckruf für nun bessere Gäste, die kurz vor der Pause noch eine ganze dicke Ausgleichschance liegen ließen. Fabian Wozniak traf nur die Latte (44.).
Sedat Gören, Trainer des TSV, hatte die Zeichen erkannt, brachte Kaan Say nach überstandener Mittelfußverletzung als Stabilisator und stellte auf zwei Spitzen um. Das Spiel flachte jetzt mit zunehmender Spielzeit ab, die noch ungewohnte Hitze hinterließ sichtbare Spuren und gerade Neuhof hätte schlicht und ergreifend mehr investieren müssen, um Lehnerz vor solche Herausforderung wie streckenweise in Halbzeit eins zu stellen. Da waren die stark verstärken Bemühungen in der Schlussviertelstunde schlicht zu wenig, zumal da plötzlich beste Chancen nicht genutzt wurden. Görner vergab zwei gute Gelegenheiten (85., 87.), Sturmpartner Nikolcho Gorgiev zwei "hundertprozentige" (89., 90.+2).
Unnötig wie ein Kropf war hingegen das rüde Einsteigen Görners gegen Kaiser, als er ihn mit offener Sohle in Brusthöhe erwischte. Zwar wollte er sicherlich auch nach dem Ball gehen, doch wenn er diesen nicht trifft, kann er sich glücklich schätzen, mit Gelb davon zu kommen. So wie in diesem Falle geschehen (37.).
Die Statistik:
TSV Lehnerz II: Kaiser – Vilmar, Dücker, Balzer (46. Say), Heil – Pecks, Hohmann – Friedrich (70. Milenkovski), Wolf (84. Sorg), Wittke – Sternstein.
SV Neuhof: Hadzic – Antoniev, Zarevski, Labudovic, Schmitt (84. Duvnjak) – Manns, Sosa Perez – Costa Sabate (74. Anastasov), Wozniak (74. Yanez Cortes) – Gorgiev, Görner.
Schiedsrichter: Christian Sinnig (TSV Ihringshausen).
Zuschauer: 90.
Tor: 1:0 Julian Pecks (7.).


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