Katilmis: "Wir dürfen jetzt nicht versagen"

Gruppenliga Frankfurt Ost: Spannung an beiden Enden der Tabelle

05. Mai 2017, 15:13 Uhr

Niddas Sven Diedrich (links) und Hanau 93's Kahrmann Damar lieferns sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Meisterschaft. Foto: Patrick Scheiber

Nur noch zwölf Punkte sind in dieser Runde in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost noch zu vergeben. Vor allem im Abstiegskampf ist so einiges noch nicht entschieden. Die Rosenhöhe steht mit dem Rücken zur Wand und muss gegen Hanau 93 Zählbares holen. Die Konkurrenten Marköbel und Türk Gücü stehen vor lösbaren Aufgaben gegen Kesselstadt und Pfaffenhausen. Während der JSK Rodgau spielfrei ist, kann Hanau 93 die Tabellenführung also ausbauen, sollte Nidda gegen Hochstadt straucheln.

SG Rosenhöhe Offenbach – Hanauer FC 93 (Sonntag, 15 Uhr)

Auf der Rosenhöhe stehen sie mit dem Rücken zur Wand. Ein spielfreies Wochenende sowie eine Niederlage gegen Abstiegsrivale Marköbel katapultierte die Offenbacher schlagartig aus einer guten Ausgangsposition in eine schwierige. Nun also das Duell mit dem Meisterschaftsanwärter. „Die Situation haben wir uns selbst eingebrockt. Wir wollen und müssen gewinnen“, stellt SG-Sprecher Tim Kleinschmidt klar, weiß aber auch: „Gegen Marköbel hätte man nicht verlieren dürfen. Jetzt wird es doppelt so schwer.“ Mit 33 Punkten steht die SGR zwar noch auf einem Nichtabstiegsplatz, ist aber nur punktgleich mit Verfolger Dietzenbach, die sich unter dem Strich befinden.

VfR Kesselstadt – SG Marköbel (Sonntag, 15 Uhr)

Betrachtet man die Kesselstädter Ergebnisse seit der Winterpause, sollte alles andere als ein Marköbeler Sieg eine faustdicke Überraschung sein. „Unterschätzen sollte man dennoch niemanden“, warnt SG-Sprecher Luca Topitsch vor Überheblichkeit und erinnert daran, dass Kesselstadt zuletzt gegen Pfaffenhausen mithielt und zwei Tore erzielte. Klar ist aber auch: „Unter normalen Umständen holen wir drei Punkte und vergolden die Siege gegen Bischofsheim und die Rosenhöhe.“

Türk Gücü Hanau – SV Pfaffenhausen (Sonntag, 15 Uhr)

Die von Hanauer Seite oft beschworene Siegesserie trat ein, drei sind es nun schon. Jetzt ist der Klassenerhalt ganz nah. „Klar wollen wir die Serie ausbauen. Aber da wir in einer Woche gegen Kesselstadt spielen und – auch wenn im Fußball alles passieren kann – diese Punkte einplanen, ist ein Punkt gegen Pfaffenhausen auch kein Drama“, so der entspannte und optimistische Türk Gücü-Pressesprecher Alim Katilmis, der warnt: „Wir dürfen jetzt nur nicht versagen.“ Sein Team sei aber in einer guten Verfassung. Hanau hat 36 Punkte und steht damit drei Zähler vor dem Strich, für Pfaffenhausen könnte es die letzte Chance sein, den Abstieg noch abzuwenden.

FC Dietzenbach – Kickers Obertshausen (Sonntag, 15 Uhr)

In Obertshausen kann entspannt dem Saisonende entgegensehen werden. Die Planungen für die neue Saison laufen auf Hochtouren und Trainer Marc Zimmermann kann die ausstehenden vier Partien als seine persönliche Abschiedstour sehen, bis im Sommer Nachfolger Nils Noe übernimmt. Ganz anders in Dietzenbach: Der FCD raffte sich nach verkorkstem Saisonstart zwar mithilfe einer Serie von ungeschlagenen Spielen wieder etwas auf, der Kampf gegen den Abstieg tobt aber dennoch. Den ersten Abstiegsplatz haben sie aktuell inne, punktgleich mit der Rosenhöhe, die noch über dem Strich steht.

VFR Wenings – FSV Bischofsheim (Sonntag, 15 Uhr)

Mit dem Unentschieden gegen Dietzenbach stoppte Bischofsheim seine Abwärtsspirale von vier Niederlagen hintereinander vorerst. Zugegeben, für den FSV geht es in dieser Runde vier Spieltage vor Schluss um nichts mehr. Das Abrutschen der letzten Wochen fiel dennoch auf. Wenings liegt mit 23 Punkten auf dem vorletzten Rang und wird den Gang in die Kreisoberliga antreten müssen.

Germania Klein-Krotzenburg – KV Mühlheim

Für beide Mannschaften ist die Messe gelesen. Klein-Krotzenburg hat den Klassenerhalt frühzeitig eingetütet, Mühlheims Schicksal mit dem Rückzug in die A-Liga steht seit Monaten fest. „Es ist schon eine komfortable Situation für uns“, weiß Germania-Trainer Wolfgang Kaufmann. Dennoch sei das Ziel, bis zum Rundenende „so viele Punktgewinne wie möglich“ einzufahren, um den einstelligen Tabellenplatz zu halten: „Mit einem Sieg gegen Mühlheim sollten wir das dann auch geschafft haben. Wir gucken einfach, was noch so geht.“ Personell sieht es für die Gastgeber weniger komfortabel aus. Neben Spielern wie Kevin Arnold oder Mirko Zakarija, die bereits in der Vorwoche ausfielen, stehen diesmal auch Kapitän Tim Zeiger sowie Tobias Kaufmann nicht zur Verfügung. „Das ist nicht schön, aber wir geben uns die Möglichkeit, ein bisschen was auszuprobieren“, erklärt Kaufmann.

SV Somborn – Sportfreunde Seligenstadt (Sonntag, 15 Uhr)

Alles entspannt in Seligenstadt. Als Tabellenachter mit 45 Punkten ist das einzig übrige Ziel, den einstelligen Tabellenplatz zu halten. Vergangene Woche besiegten die Sportfreunde die Kickers aus Obertshausen mit 2:1. Somborn muss dagegen punkten. 34 Punkte hat die Mannschaft aus dem Main-Kinzig-Kreis auf dem Konto und steht damit nur einen Zähler über dem Strich. Zudem gibt es Gerüchte, die Mannschaft werde nach der Saison einige Leistungsträger verlieren.

Autor: Valentin Schwing

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