Keine Wechsel, keine Entscheidung: SG O/Z muss bangen
Linus Gaube (rechts) und der SV Großenlüder holten ein 1:1 gegen die SG Oberzell/Züntersbach (hier Daniel Kühlthau). © Jonas Wenzel
Chance Nummer eins wurde Oberzell/Züntersbach genommen, weil das Spiel bei Elters/Eckweisbach/Schwarzbach ausfiel. Gelegenheit zwei wäre ein Sieg auf dem erstaunlich gut bespielbaren Großenlüderer B-Platz gewesen, nachdem die Teutonia zuletzt bei Schlusslicht Horas verloren hatte. Doch der Tabellenführer agierte letztlich zu einfallslos und muss so auf einen Schlüchterner Ausrutscher am Samstag gegen Abstiegskandidat Bebra hoffen, um als Wintermeister Weihnachten zu feiern.
Gruppenliga-Tabellenführer SG Oberzell/Züntersbach muss bangen
„Den Punkt nehmen wir trotzdem gerne mit, hier haben wir oft schlecht ausgesehen“, betonte O/Z-Coach Rodoljub Gajic, dessen Elf den siebten Sieg in Folge verpasste. „Leider war es eines unserer schlechtesten Saisonspiele, von der ersten Minute an hatten wir Unkonzentriertheiten.“ Durch eine solche geriet O/Z auf die Verliererstraße: Kevin Föller hatte einen ungenauen Rückpass gespielt, den Victorien Severin Banlog Mvondo erlaufen kann. Der mitten in der Saison gekommene Kameruner umkurvte Robin Dorn und schob zum 1:0 ein (24.). Die Gäste, bei denen „Dreh- und Angelpunkt“ Simon Ankert (Zitat des Teutonen-Trainers Dominik Möller) vom etatmäßigen Kapitän der Reserve, Philipp Mohr, in Manndeckung genommen wurde, antworteten mit dem Pausenpfiff. Toptorjäger Julian Ankert wurde von Felix Schlitzer gelegt wurde und Nico Jäckel verwandelte den Strafstoß.
Näher dran am Sieg schien der Favorit, doch für Constantin Jökel – der den am Kreuzband verletzten Marvin Mohr wohl bis Saisonende zwischen den Pfosten vertreten muss – wurde es viel zu selten einmal richtig gefährlich. Und so hätte die Teutonia durchaus selbst zum Sieg kommen können, doch sowohl Roger Mouangue Mouangue als auch Tinotenda Phiri schossen recht frei drüber (86., 90.). Trotzdem bejubelten einige Hausherren das Remis wie einen Sieg. „Wir wollten nach dem schlechten Horas-Spiel unbedingt eine Reaktion zeigen, die Jungs haben das überragend umgesetzt. Wir sind mit diesem verdienten Punkt absolut zufrieden“, konstatierte Möller.
Dass beide Teams mit Personalproblemen zu kämpfen hatten, zeigte sich im Übrigen daran, dass es in der gesamten Partie keinen einzigen von zehn möglichen Wechseln gab.
Die Statistik SV Großenlüder: Jökel; Paszkiewicz, Schlitzer, Ziegler – P. Mohr – Aquiteme Pitakani, Phiri, Mouangue Mouangue, Strehl – Gaube, Banlog Mvondo. SG Oberzell/Züntersbach: Dorn; Föller, Kraft, Statt, Kühlthau – Heil, Müller – J. Ankert, Löffert, N. Jäckel – S. Ankert. Schiedsrichter: Jan-Philipp Finkler (FSV Widdershausen). Zuschauer: 120. Tore: 1:0 Victorien Severin Banlog Mvondo (24.), 1:1 Nico Jäckel (45., Foulelfmeter).
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