Läuft Rodgaus Tormaschine weiter?

Gruppenliga Frankfurt Ost: Dietzenbach fährt nach Marköbel

06. Oktober 2017, 11:58 Uhr

Alessandro Fröb (links) will mit Hanau wieder punkten. Foto: Steffen Turban

Die englische Woche in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost neigt sich dem Ende zu. Am Samstag startet der SV Eintracht Altwiedermus und empfängt die Sportfreunde Seligenstadt. Der restliche Spieltag wird am Sonntag ausgetragen. Spitzenreiter Hanau empfängt dabei Steinheim und will auf die nach der 0:5-Pleite gegen Erlensee und der Rehabilitation gegen Somborn (5:1) eine weitere Reaktion folgen lassen.

SV Eintracht Altwiedermus – Sportfreunde Seligenstadt (Samstag, 16.30 Uhr)

Seligenstadt ist noch auf der Suche nach der Konstanz. Einem Sieg folgte in den vergangenen Wochen meist unmittelbar eine Niederlage. Zuletzt verloren die Sportfreunde 0:1 gegen Erlensee. Nun empfängt Altwiedermus die Einhardstädter. Der SVE hat 20 Punkte und damit vier mehr als die Sportfreunde. "Unsere Heimspiele wollen wir natürlich gewinnen, auch wenn uns klar ist, dass wir Seligenstadt als Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen dürfen“, erklärt Gastgeber-Sprecher Frank Thomas. Personell sieht es beim Aufsteiger gut aus, lediglich Torjäger Kevin Lehr ist leicht angeschlagen.

SV Somborn – FSV Bischofsheim (Sonntag, 15 Uhr)

Im Kellerduell zwischen Somborn und Bischofsheim hat der FSV mit aktuell acht Punkten die Möglichkeit, wieder zu den Nichtabstiegsplätzen aufzuschließen. Der SV Somborn, der am Dienstag in Hanau mit 1:5 untergegangen, ist mit drei Punkten Vorletzter und hat es bitter nötig, Zählbares einzufahren.

SG Marköbel – FC Dietzenbach (Sonntag, 15 Uhr)

Noch eine Partie, der man in dieser Phase der Saison die Überschrift Abstiegskampf geben kann. Dietzenbach steht mit elf Punkten auf dem ersten theoretischen Abstiegsplatz, ist aber punktgleich mit den besser platzierten Hochstädtern. Marköbel holte zwar in den vergangenen Wochen unter anderem einen Last-Minute-Punkt in Klein-Krotzenburg, steckt mit sieben Punkten aber tief im Keller.

FSV Bad Orb – JSK Rodgau (Sonntag, 15 Uhr)

Die Rodgauer sind momentan im Torrausch: in den vergangenen fünf Spielen netzte die Mannschaft von Trainer Andreas Humbert 19 Mal. Mit 22 Punkten arbeitete sich der JSK in die Spitzengruppe, ist aktuell Vierter. In Bad Orb sieht das ganze etwas anders aus: Der Aufsteiger ist Letzter und hat in elf Spielen erst einen Punkt geholt. Auf dem Papier also eine klare Sache.

VFB Oberndorf – 1. FC Langen (Sonntag, 15 Uhr)

Im Duell zweier Aufsteiger sind die Rollen zunächst klar verteilt. Oberndorf steht mit 22 Punkten in der Spitzengruppe, liegt nur drei Zähler hinter Spitzenreiter Hanau. Langen dagegen ist vier Punkte vor den Abstiegsplätzen positioniert und erklärte vergangene Woche selbst, nun mitten im Abstiegskampf zu stecken.

Dennoch erklärt Oberndorfs Gerald Geiger: "Genau wie bei Langen ist es unser Ziel, zunächst einmal 40 Punkte zu holen um mit dem Abstieg möglichst wenig zu tun zu haben.“ Zudem hat der 1. FC in Oberndorf großen Respekt vor den Offenbachern, die am vergangenen Spieltag den Tabellenzweiten Großkrotzenburg mit 3:0 besiegten. "Es wird eine Partie auf Augenhöhe“, so Geiger. Dass man rein theoretisch mit einem Sieg zum Spitzenreiter aufschließen könnte, darüber möchten der Aufsteiger in Oberndorf nicht nachdenken und demütig ins nächste Spiel gehen.

FC Hochstadt – SG Rosenhöhe Offenbach (Sonntag, 15 Uhr)

Hochstadt ist momentan dabei, sich nach ganz schwachem Saisonstart langsam aus der Abstiegszone zu kämpfen. Während zuvor beinahe alle Spiele verloren gingen, holte der FC aus den vergangenen drei Spielen sieben Punkte, ist momentan Zwölfter. Die Rosenhöhe legte einen guten Start hin und hat sich bislang im oberen Mittelfeld etabliert. Von der 1:3-Niederlage gegen Altwiedermus rehabilitierten sich die Offenbacher zuletzt mit einem 2:1 gegen Steinheim.

Germania Klein-Krotzenburg – 1. FC 06 Erlensee (Sonntag, 15 Uhr)

Nur zwei Punkte holte Klein-Krotzenburg aus den vergangenen drei Spielen, rutschte so auf den neunten Platz ab. Dass das in dieser Liga nicht viel heißt, zeigt ein Blick auf die Punkte. Die Germania steht bei 19 Zählern, Erlensee hat als Tabellendritter nur fünf Punkte mehr auf dem Konto. Zwar kann der Aufsteiger mit einem Sieg hoch zur Tabellenspitze schauen, genauso wäre Klein-Krotzenburg bei einem Dreier wieder dran an der Spitzengruppe.

Türk Gücü Hanau – SVG Steinheim (Sonntag, 15 Uhr)

Erst 0:5 verloren, dann 5:1 gewonnen. Taumelt der Spitzenreiter? "Von Erlensee haben wir uns regelrecht abschlachten lassen, aber ich glaube das war Tagesform. Gegen Somborn hat die Mannschaft eine Reaktion gezeigt, jetzt soll die nächste folgen“, ist Türk Gücü-Sprecher Alim Katilmis zuversichtlich und merkt an: "Gegen Steinheim ist es ja irgendwie ein Derby. Wenn die Einstellung stimmt, ist ein Punkt drin.“ Am Saisonziel ändere sich unterdessen nichts: "Wir wollen weiter Punkte gegen den Abstieg sammeln. Wenn das geschafft ist, beschäftigen wir uns mit anderen Platzierungen.“

Kickers Obertshausen – Germania Großkrotzenburg (Sonntag, 15 Uhr)

Auf dem Papier ist eine klare Angelegenheit: Großkrotzenburg ist Zweiter mit nur einem Punkt Rückstand auf Rang eins. Obertshausen kam ganz schlecht aus den Startlöchern und hat nach elf Spieltagen nur acht Punkte auf dem Konto. Mit Marcel Dindorf hat ein alter Bekannter der Germania die Trainer-Aufgaben der Kickers übernommen. Dindorf spielte selbst bis zu seinem Wechsel nach Obertshausen für Großkrotzenburg. "Das wird keine leichte Aufgabe und schwer einzuschätzen. Obertshausen hat eine kampfstarke Mannschaft“, weiß Germania-Sprecher Gerald Trageser und erinnert sich: "Zuletzt gegen Langen haben wir schlecht gespielt und unsere Chancen nicht genutzt. Das muss besser werden.“

Kommentieren