Lars Schmidt erwartet engagierte Seligenstädter
Hessenliga: Spitzenreiter Hessen Dreieich kommt
Tino Lagator ist mit dem SC Hessen Dreieich bei den Sportfreunden Seligenstadt zu Gast. Foto: Patrick Scheiber.
Sportfreunde Seligenstadt - SC Hessen Dreieich (Samstag, 15.00 Uhr)
Die Gäste vom Sportpark Dreieich waren am Mittwochabend noch im Halbfinale des Offenbacher Kreispokals im Einsatz und gewannen mit 1:0 bei Verbandsliga Süd-Spitzenreiter Spvgg. 03 Neu-Isenburg. Somit trifft das Team von Trainer Rudi Bommer im Finale auf neutralem Platz auf die Sportfreunde Seligenstadt, die sich eine Woche zuvor bei A-Ligist SV Pars Neu-Isenburg mit 3:2 durchsetzten. Doch zuvor geht es am Samstag an der Aschaffenburger Straße noch um Punkte, die beide Teams mehr oder weniger noch brauchen.
Die Einhardstädter, um bei aktuell fünf Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz nicht tiefer in den Gefahrenbereich zu versinken. Die Dreieicher dagegen wollen an die gute Reaktion im Spiel eins nach der Verkündung des Aufstiegsverzichtes (4:0 gegen Hadamar) anknüpfen. "Ich erwarte eine Seligenstädter Mannschaft, die engagiert ist. Wir treffen auf eine absolut routinierte Dreieicher Mannschaft mit hohem Selbstvertrauen", sagt Sportfreunde-Trainer Lars Schmidt, zeigt sich aber optimistisch: "Ich bin ganz guter Dinge". Gegen Eintracht Stadtallendorf (0:1) und bei Rot-Weiss Frankfurt (1:4) hatte es gegen Regionalliga-Anwärter nicht zu Punktgewinnen gereicht. Das soll gegen die Bommer-Truppe anders werden.
Schmidt und Bommer - früher in der Bundesliga Gegenspieler, heute Trainerkollegen in der Hessenliga
"Wir müssen im Verbund arbeiten und dürfen den Gegner den Ball nicht so zirkulieren lassen, sowie nur wenige Standards zulassen. Wir brauchen einfach den Willen, die Überzeugung und einen guten Tag", hofft der Ex-Profi, der von März 1988 bis Februar 1994 einige Male in der Bundesliga mit dem KSC auf den Gegenspieler Rudi Bommer traf. Der heutige SC Hessen-Coach spielte nämlich bis 1988 bei Bayer Uerdingen und wechselte 1992 von Viktoria Aschaffenburg zu Eintracht Frankfurt, während Schmidt seine erfolgreichste Zeit als Aktiver in Karlsruhe hatte und 1995 zum damaligen Zweitligisten FSV Mainz 05 wechselte. Über 20 Jahre später sind die beiden Ex-Bundesligaspieler Trainerkollegen in der Hessenliga. Und da heißt die Realität für den einen Coach Abstiegskampf, für den anderen Kampf um eine Meisterschaft, die keinen Aufstieg mit sich bringt.
Der Seligenstädter Trainer ließ zuletzt in Frankfurt seinen besten Torjäger Kouami Edem Dalmeida, kurz genannt "Raoul" auf der Reservebank schmoren und brachte dafür Philipp Hochstein. "Raoul hat derzeit keinen Lauf und das überträgt sich auf sein Spiel. Er möchte zu viele Dinge auf einmal machen", nennt Schmidt die Gründe für seine Maßnahme. Bei Hessen Dreieich ist "Dauerbrenner" Danny Klein - als einziger Spieler seit 2013 im Verein - für das Spiel in Seligenstadt optimistisch: "Ich denke, dass da auch wieder viele Zuschauer sein werden. Seligenstadt ist wie eine Wundertüte. Wir müssen alles auf den Platz bringen, um da bestehen zu können. Wenn wir alles abrufen, werden wir da die nächsten drei Punkte einfahren", sagte der wiedergenesene Spieler nach dem Pokalspiel in Neu-Isenburg.


Bitte melde Dich an, oder registriere Dich, um Kommentare schreiben zu können