Lars Schmidt: "Nuancen werden entscheiden"
Hessenliga: Seligenstadt will Bilanz gegen Fulda bestätigen
Torjäger Raoul Dalmeida (links gegen Hadamars patrick Kuczok) spielte zuletzt in Baunatal eine Halbzeit. Foto: Patrick Scheiber.
Sportfreunde Seligenstadt - SC Borussia Fulda (Samstag, 15 Uhr)
"Wir hoffen auf eine ähnlich starke Leistung wie gegen Hessen Dreieich. Letztlich entscheiden Nuancen in solchen Spielen", sagt Seligenstadts Trainer Lars Schmidt vor dem Gastspiel der Osthessen an der Aschaffenburger Straße. Konnten die Sportfreunde das Heimspiel gegen Tabellenführer Dreieich auch deswegen so berauschend mit 4:0 gewinnen, weil eben die Chancenverwertung an jenem Tag fast schon optimal war, so trat im folgenden Heimspiel gegen Hadamar (1:3) das Gegenteil ein. Obwohl die Einhardstädter sich deutlich mehr Chancen als die Westerwälder herausspielten, nutzten sie nur eine davon und mussten eine bittere Heimpleite einstecken. So galt es dann im Gastspiel beim KSV Baunatal, mit einem konservativen Defensivsystem, einen Zähler aus Nordhessen mitzunehmen und der Erfolg gab dem Coach letztlich recht: "Wir mussten auf den gesperrten Patrick Hilser und auf den vor dem Anpfiff passenden Sven Kunisch verzichten. Da mussten wir in Baunatal einfach tiefer stehen und haben das phasenweise auch gut gelöst. Das Remis war gerecht und vorne gab es für unsere Stürmer einfach zu wenige brauchbare Bälle, um sie zu verwerten", blickt der Ex-Profi zurück.
Weder Philipp Hochstein in der ersten Hälfte, noch Raoul Dalmeida im zweiten Durchgang konnten sich gegen die hochgewachsenen KSV-Verteidiger durchsetzen. Den Gegner aus der Barockstadt schätzt Schmidt als "komplette Mannschaft mit starken Offensivleuten" ein. Dass die Bilanz gegen Borussia Fulda seit dem Wiederaufstieg der Osthessen 2015 für die Sportfreunde noch keine Niederlage aufweist, nimmt der Coach zur Kenntnis, schränkt aber ein: "Die Bilanz alleine bringt uns jetzt keine Punkte ein". Patrick Hilser wird gegen Fulda genauso wie Sven Kunisch wieder einsatzbereit sein, zudem kehrt Marius Löbig in das Team zurück.
Brendel spricht noch von den Aufstiegsspielen
"Außer den Langzeitverletzten sind alle dabei", freut sich der Übungsleiter, der in Baunatal den jungen Fidan Salii einwechselte. Der 19-jährige, der letzten Sommer aus der A-Jugend der SG Rosenhöhe nach Seligenstadt kam, hat sich laut dem Urteil des Trainers gut in das Team integriert: "Fidan ist ein junger Mann mit Potenzial. Er durchläuft hier eine gute Entwicklung". Lohn sind bereits zwölf Einsätze in der Hessenliga und zwei Partien im Hessenpokal. Auch in der zweiten Mannschaft kommt das Talent in der Gruppenliga Ost regelmäßig zum Einsatz, spielte auch am Mittwoch gegen Viktoria Nidda mit (0:4). Bei den Osthessen spricht der im Rhein-Main-Gebiet bestens bekannte Trainer Thomas Brendel nach den guten Spielen bei Rot-Weiss Frankfurt (1:1) und gegen Hessen Dreieich (2:0) weiterhin von den Aufstiegsspielen. Diese seien als Tabellenvierter noch erreichbar, wenn es "vielleicht noch einen Rückzieher" der davor platzierten Mannschaften gebe.
Eine nicht sehr wahrscheinliche Theorie aus der Kategorie Wunschdenken, aber vermutlich will der Borussen-Trainer auf diese Art und Weise die Spannung bei seiner Mannschaft noch hochhalten. "Seligenstadt ist ein sehr unangenehmer Gegner. Sie haben vorne gute, schnelle Leute, dazu müssen wir es vermeiden, Standardsituationen zuzulassen", warnt Brendel, der dennoch ein glasklares Ziel ausgibt: "Wir müssen da gewinnen. Wir haben das Ziel, noch so viele Punkte wie möglich zu sammeln." Personell sieht es beim SCB derweil - wie schon in den Vorwochen - sehr gut aus. Dustin Ernst fällt zwar aus, dafür kehren Matija Poredski nach seinem Muskelfaserriss sowie Marius Müller nach seinem Fehlen aus beruflichen Gründen zurück. Derweil steht im Tor ein Wechsel an, Kenan Mujezinovic kehrt zwischen die Pfosten zurück, nachdem in den vergangenen beiden Spielen Tobias Wolf an der Reihe war.
Autoren: Pedro Acebes/Steffen Kollmann


Bitte melde Dich an, oder registriere Dich, um Kommentare schreiben zu können