Marquardt: "Die Rodgauer liegen uns"

Gruppenliga Frankfurt Ost: Wochen der Wahrheit für Langen

06. April 2018, 14:58 Uhr

Lars Wittig hat mit dem 1.FC Langen in den kommenden Wochen ein straffes Programm vor der Brust. Foto: Steffen Turban

Die vielen Nachholtermine der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost führen dazu, dass unter anderem der 1. FC Langen in den kommenden zwei Wochen ganze fünf Spiele bestreitet. Anstrengend zwar, aber auch wegweisend. Den Anfang machen sie mit dem Duell mit Altwiedermus. Unterdessen messen sich die anderen Abstiegskandidaten wie Obertshausen oder Dietzenbach mit den Topteams aus Rodgau und Erlensee. Die Rodgauer konnten sich durch den gestrigen Sieg gegen Bischofsheim an der Tabellenspitze absetzen. Die Verfolger dürfen sich also keine Schwäche erlauben.

SVG Steinheim – SV Somborn (Sonntag, 15 Uhr)

Das erste Etappenziel hat Aufsteiger Steinheim erreicht. Der Sieg in Marköbel (1:0) und das Unentschieden in Seligenstadt (2:2) brachte den SVG auf nun 42 Punkte, die 40-Punkte-Marke ist damit längst geknackt. Bei der Vorgabe, mit zwischen 40 und 45 Punkten den Klassenerhalt schaffen zu können, liegen die Hanauer demnach im Soll.

FSV Bischofsheim – FSV Bad Orb (Sonntag, 15 Uhr)

Gegen den Vorletzten muss ein Sieg her für Bischofsheim. Der FSV steckt nach der gestrigen 0:4-Niederlage gegen den Tabellenführer weiterhin im Abstiegskampf, hat aber noch alle Chancen, zumal in den kommenden Wochen noch gegen die gesamte direkte Konkurrenz gespielt wird. Drei Punkte gegen den Aufsteiger aus Bad Orb sollen dafür die richtige Grundlage schaffen.

JSK Rodgau – FC Dietzenbach (Sonntag, 15 Uhr)

Nachdem Dietzenbach zuletzt gegen Seligenstadt (1:0) nach einigen abgesagten Partien endlich wieder spielen – und auch siegen konnte, will der FCD genauso weitermachen. Beim Spitzenreiter und absoluten Meisterschaftsfavorit JSK Rodgau nicht gerade ein Selbstläufer. „Die Rodgauer liegen uns aber. Das waren oft knappe Spiele. Außerdem ist es ein Derby“, ist FCD-Sprecher Werner Marquardt zuversichtlich, weiß aber auch: „Das Spiel gegen Rodgau ist das eine. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf den kommenden Wochen, in denen wir gegen die direkte Konkurrenz bestehen müssen.“

VFB Oberndorf – FC Hochstadt (Sonntag, 15 Uhr)

Für den akut abstiegsbedrohten FC Hochstadt zählen acht Spiele vor dem Saisonende nur noch Punkte. Beim VFB Oberndorf, momentan Siebter, nicht die leichteste Aufgabe. „Es ist uns bewusst, dass wir eine konstante und gute Mannschaft vor der Brust haben. Aber auch, dass wir mit einer konzentrierten Leistung etwas holen können“, zeigt sich Hochstadts Vorstand Manfred Maier zuversichtlich. Seine Mannschaft hat mit 24 Punkten sechs Zähler Rückstand zum rettenden Ufer, zudem teilweise drei Spiele mehr absolviert als die direkte Konkurrenz. „Es bringt uns nichts, den verlorenen Spielen hinterher zu trauern. Wir sind zufrieden mit der Arbeit, die unser Trainer macht und werden mit viel Respekt und Disziplin auftreten“, so Maier, der erneut betont: „Der nächste Gegner ist immer der schwerste.“

1. FC Langen – SV Eintracht Altwiedermus (Sonntag, 15 Uhr)

Wochen der Wahrheit stehen dem 1. FC Langen bevor. Mit der Partie gegen Altwiedermus bestreiten die Offenbacher Kreisstädter in den kommenden zwei Wochen fünf Spiele. Während es aktuell drei Punkte Vorsprung vor den Abstiegsplätzen sind, wird sich die Situation definitiv verändern. „In zwei Wochen wissen wir, ob wir noch mittendrin stecken oder uns raus arbeiten konnten“, weiß Langens Trainer Murat Kilinc. Zunächst empfängt sein Team Aufsteiger Altwiedermus, der momentan Vierter ist und sogar noch ein Wörtchen um den Relegationsplatz mitsprechen könnte. „Sie haben eine super Mannschaft mit starken Offensivspielern. In der Defensive könnten sich aber Probleme offenbaren. Da setzen wir an.“

SG Rosenhöhe Offenbach – Germania Klein-Krotzenburg (Sonntag, 15 Uhr)

Nach drei Siegen in Serie hat Klein-Krotzenburg beim Tabellenzweiten laut Trainer Wolfgang Kaufmann „nichts zu verlieren“. Die Erfolge gegen Langen (4:2), Somborn (6:0) und in Altwiedermus (1:0) katapultierten die Germania auf den neunten Platz, aktuell sind es elf Punkte Vorsprung zu den Abstiegsplätzen. „Da haben wir uns zuletzt ein kleines Polster aufgebaut“, weiß Kaufmann, dessen Mannschaft den Abstiegskampf nun endlich angenommen hat. In Altwiedermus zeigte seine Elf bereits, dass sie gegen ein Topteam bestehen kann. Nun soll das auch bei der Rosenhöhe klappen. Das Hinspiel endete 1:1.

Sportfreunde Seligenstadt – Türk Gücü Hanau (Sonntag, 15 Uhr)

Die mangelnde Konstanz hindert die Hanauer daran, ihre Ansprüche nach ganz oben zu verwirklichen. Einem 2:1-Sieg gegen den Tabellenzweiten SG Rosenhöhe folgte eine 1:5-Klatsche gegen Abstiegskandidat Obertshausen. Zuletzt siegte TG dann wieder bei Schlusslicht Somborn (3:1). "Wir sind nicht konstant genug. Darum hat unser Trainer eine Ansprache gehalten. Wir müssen einfach konzentrierter zu Werke gehen“, so Türk Gücü-Sprecher Mehmet Bayram. Gegen Seligenstadt sei nun „alles offen“. Die Sportfreunde stehen mit 33 Punkten sechs Zähler vor den Abstiegsrängen, müssen also noch einige Zähler zwischen sich und den roten Strich bringen.

1. FC Erlensee – Kickers Obertshausen (Sonntag, 15 Uhr)

Beim Spitzenteam aus Erlensee geht es für Obertshausen um wichtige Punkte im Abstiegskampf. Momentan haben die Kickers fünf Zähler Vorsprung, aber auch zwei Spiele mehr absolviert als die Verfolger Langen und Bischofsheim. „Erlensee ist ein sehr starker Aufsteiger, die sich ihre junge dynamische Mannschaft durch die gute Jugendarbeit verdient haben“, zollt Obertshausens Siggi Herth dem Gegner Respekt, stellt sich aber auch vor seine Mannschaft: „Bei uns ist eine gute Stimmung. Jeder feuert den anderen an. Der Glaube an Mannschaft und Trainer ist da.“ Nach der 1:7-Klatsche in Oberndorf reagierten die Kickers zuletzt gut, siegten in Hanau (5:1) und gegen Seligenstadt (2:1). Geht auch in Erlensee etwas?

Autor: Valentin Schwing