Marton: "Wir müssen höllisch aufpassen"

Gruppenliga Frankfurt Ost: Offenbach-Derby in Obertshausen

16. März 2018, 11:58 Uhr

Seligenstadts Trainer Thomas Marton unterschätzt den kommenden Gegner aus Somborn nicht. Foto: Steffen Turban

Ein Derby steht am 24. Spieltag der Gruppenliga Frankfurt Ost an. Am Sonntag (15 Uhr) könnten erstmals alle neun Spiele stattfinden, darunter das Offenbach-Derby zwischen der SG Rosenhöhe und den Kickers Obertshausen. Unterdessen will der SVG Steinheim gegen den Vorletzten Bad Orb einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.

Sportfreunde Seligenstadt – SV Somborn (Sonntag, 15 Uhr)

Gegen den Tabellenletzten befinden sich die Sportfreunde in einer Situation, in der sie laut Trainer Thomas Marton „höllisch aufpassen müssen“. Im neuen Jahr konnte Seligenstadt wegen Spielabsagen erst eine Partie bestreiten (0:3 gegen Marköbel) und hat momentan nur noch drei Punkte Vorsprung vor den Abstiegsplätzen. „Nach unserer guten Vorbereitung war und ist es ärgerlich, dass so viele Spiele ausgefallen sind“, so Marton, der Schlusslicht Somborn keinesfalls unterschätzen möchte: „Jedes Spiel muss man hochkonzentriert angehen. Keiner schenkt Spiele einfach so ab.“

1. FC 06 Erlensee – SG Marköbel (Sonntag, 15 Uhr)

Die 1:2-Niederlage des 1. FC Erlensee gegen Bad Orb zeigte dem Rest der Liga: auch der spielstark auftretende Aufsteiger ist schlagbar durch Teams aus dem Tabellenkeller. Nach den Siegen gegen Seligenstadt (3:0) und unter der Woche im Pokal gegen Verbandsligist SG Bruchköbel (1:0) ist Marköbel im Jahr 2018 in den Pflichtspielen noch ungeschlagen. „Es wird ein schweres Auswärtsspiel gegen eine spielerisch sehr starke Mannschaft, dennoch werden wir mit unseren Grundtugenden dagegenhalten. Wie man gesehen hat, ist Erlensee schlagbar“, zeigt sich SGM-Sprecher Luca Topitsch sehr zuversichtlich.

SVG Steinheim – FSV Bad Orb (Sonntag, 15 Uhr)

Trotz des Überraschungssieges des FSV Bad Orb gegen Erlensee vor zwei Wochen ist für Steinheims Pressesprecher Bernd Hartmann klar: „Gegen Erlensee zu gewinnen verdient Respekt, aber wir nehmen uns für unser Heimspiel definitiv einen Sieg vor. Gegen Mannschaften aus den unteren Tabellenregionen müssen Punkte geholt werden, für unser Ziel, den Klassenerhalt“. Mit 37 Punkten ist der SVG momentan Achter, der Klassenerhalt ist also nur noch wenige Punkte entfernt.

Germania Großkrotzenburg – FC Dietzenbach (Sonntag, 15 Uhr)

Verbandsliga-Absteiger gegen Kellerkind. Die Germania ist zwar Vierter, taumelte nach dem 3.0-Erfolg gegen Spitzenreiter Rodgau aber zuletzt und verlor gegen Bischofsheim 1:3. Dietzenbach hat vier Punkte Rückstand zum rettenden Ufer, verlor vor zwei Wochen in Erlensee 0:4. „Wir brauchen drei Punkte“, stellt Dietzenbachs Werner Marquardt klar. Im neuen Kalenderjahr bestritt der FCD erst ein Ligaspiel (Erlensee). Daher datiert der letzte Sieg in der Gruppenliga vom 22. November 2017 (1:0 gegen Hochstadt), dazwischen trotzte man der Rosenhöhe noch einen Punkt ab.

JSK Rodgau – FSV Bischofsheim (Sonntag, 15 Uhr)

Im Duell Meisterschaftsfavorit gegen Abstiegskandidat stellt sich Spitzenreiter JSK Rodgau klar ein: „Das wird eine schwere Partie. Im Vergleich zum Hinspiel (6:1 für Rodgau, Anm. d. Red.) haben die eine veränderte Aufstellung, auf die wir uns vorbereiten.“ Bischofsheim, momentan Tabellenzwölfter mit einem Punkt Vorsprung vor den Abstiegsplätzen, besiegte vergangene Woche den Vierten Großkrotzenburg mit 3:1. „Bischofsheim geht körperlich zur Sache. Auch darauf sind wir eingestellt“, so Humbert.

FC Hochstadt – SV Eintracht Altwiedermus (Sonntag, 15 Uhr)

Nach dem Trainerwechsel und dem 3:0-Sieg in Klein-Krotzenburg hat der FC Hochstadt Blut geleckt. Mitten im Abstiegskampf befindlich gilt es nun, weiter fleißig Punkte zu sammeln. „Der Sieg in Klein-Krotzenburg darf keine Eintagsfliege gewesen sein“, appelliert Hochstadts Vorstand Manfred Maier an seine Mannschaft, weiß aber, dass diese „großen Teamgeist hat und hart arbeitet“. Mit 21 Punkten ist der FCH aktuell noch Drittletzter, sechs Punkte Rückstand zum rettenden Ufer machen aber noch alles möglich. „Wir müssen jetzt da weitermachen wo wir letzte Woche aufgehört haben“, so Maier. Altwiedermus spielt als Aufsteiger auf Platz fünf eine gute Saison, verlor aber vergangene Woche gegen Spitzenreiter JSK Rodgau klar und deutlich mit 0:5. „Sie sind bestimmt darauf aus, sich dafür zu revanchieren“, glaubt Maier und weiß: „Das nächste Spiel wird immer das Schwerste.“

VFB Oberndorf – Germania Klein-Krotzenburg (Sonntag, 15 Uhr)

Im Nachholspiel unter der Woche fertigte Oberndorf die Kickers aus Obertshausen auf eigenem Platz mit 7:1 ab. Das Selbstvertrauen sollte also stimmen beim Tabellensiebten. Gegen Klein-Krotzenburg trifft man auf eine starke Mannschaft, die über den gesamten Saisonverlauf mit personellen Problemen zu kämpfen hat und vergangene Woche gegen den FC Hochstadt mit 0:3 verlor. Damit steht die Germania mit 29 Zählern drei Punkte vor Obertshausen, die momentan den ersten Abstiegsplatz belegen. Das Team von Trainer Wolfgang Kaufmann könnte ein paar Pünktchen demnach also gut gebrauchen.

1. FC Langen – Türk Gücü Hanau (Sonntag, 15 Uhr)

In die Hinrunde startete Türk Gücü Hanau bärenstark und legte eine Siegesserie hin, die schließlich von Langen unterbrochen wurde. „Es wird schwer, da müssen wir diemal viel vorbereiteter sein“, weiß Hanaus Sprecher Mehmet Bayram. Mit aktuell 38 Punkten und Platz sechs haben die Hanauer die Möglichkeit, mit einem Sieg über die 40-Punkte-Marke zu treten und dementsprechend weiter Zähler zu sammeln. Was wichtig werden könnte, da noch immer im Raum steht, der Mannschaft wegen fehlenden Jugendteams drei Punkte abzuziehen. „Die Chancenverwertung müssen wir verbessern, dann bin ich sehr zuversichtlich“, so Bayram.

Langens Trainer Murat Kilinc erwartet eine „technisch gute Mannschaft mit vielen guten Einzelspielern“. Nach zuletzt zwei Siegen hintereinander brachten sich die Hausherren mit 30 Punkten in eine gute Ausgangslage. „Wir haben es zuletzt ordentlich gemacht und wollen jetzt bis Mai dafür sorgen, dass wir mit den Abstiegsplätzen nichts mehr zu tun bekommen“, so Kilinc.

SG Rosenhöhe Offenbach – Kickers Obertshausen (Sonntag, 15 Uhr)

Im Derby zwischen dem Tabellenzweiten und dem 13. sind die Voraussetzungen auf dem Papier klar, Obertshausens Spielausschussvorsitzender Siggi Herth weiß aber: „Wo die Rosenhöhe jetzt steht, standen wir vor einem Jahr und die im Abstiegskampf.“ Daher sehe Herth durchaus Möglichkeiten, „auf einer Wellenlänge“ zu agieren. Dabei soll Wiedergutmachung für die 1:7-Niederlage unter der Woche in Oberndorf betrieben werden. „Wir können mehr, müssen den Abstiegskampf annehmen, wieder alte Tugenden wie Kratzen und Beißen verinnerlichen und mit härteren Bandagen zur Sache gehen.“

Autor: Valentin Schwing