Mehic ist maßlos enttäuscht

Verbandsliga: Soden verliert 1:4

13. April 2016, 20:02 Uhr

Sead Mehic. Foto: Friedhelm Eyert

Die SG Bad Soden hat den Rückrunden-Überflieger der Fußball-Verbandsliga nicht stoppen können. Trotz 1:0-Führung verlor der Aufsteiger am Mittwochabend das Nachholspiel beim SSV Sand mit 1:4 (1:1). Dadurch tauschten die „Sprudelkicker“ die Plätze mit den Bad Emstalern, die nun nach sechs Siegen in Serie (an der SG vorbei) auf Rang drei vorrückten.

„Ich bin maßlos enttäuscht“, sagte Sodens Trainer Sead Mehic. „Für den Aufwand, den wir betreiben, war das deutlich zu wenig. Wir waren viel zu passiv, haben viel zu körperlos gespielt.“ Im Vergleich zum 2:2 gegen Bad Hersfeld hatte Mehic die Startelf auf zwei Positionen verändert: Tuna Moaremoglu und Niklas Dietz begannen statt Andrzej Zuchowski und Hamid Noori.

In der intensiv geführten ersten Hälfte mit wenig Strafraumszenen hatte der SSV ein optisches Plus und auch zunächst die besseren Chancen. Doch Christian Guthof zielte knapp vorbei (5.), und für den bereits umspielten Arturo González García rettete gegen Daniel Wagner der Pfosten (18.). Samet Degermenci tankte sich dann gegen drei Gegenspieler durch und traf aus spitzem Winkel zur Sodener Führung (33.). Quasi im Gegenzug mussten die Gäste aber den Ausgleich hinnehmen: Wagner kam nach drei Stationen nach einer Ecke frei aus fünf Metern zum Schuss – 1:1 (35.).
„Der Gegner hatte den Ball verstolpert, als Niklas Dietz den Ball unnötig mit einem Pressschlag ins Spiel zurückbrachte und der Sander frei zum Schuss kam“, analysierte Mehic die Entstehung des Ausgleichs. Beim 2:1 für die Gastgeber erneut durch Wagner (50.) erkannte er den Hauptfehler bei Tim Mulfinger, der den Ball am gegnerischen Strafraum durch die eigenen Beine laufen ließ, anstatt ihn zu sichern. „Die Vorgabe war klar, dass er die Bälle behaupten sollte“, ärgerte sich Mehic.

Nach dem dritten Tor von Wagner nach Kopball-Verlängerung von Tobias Oliev (56.) war die Partie zu Gunsten des SSV vorentschieden. Wobei Soden vielleicht hätte zurückkommen können, wenn es zwei gute Möglichkeiten zum Anschluss hätte nutzen können. Doch Anil Albayrak scheiterte per Freistoß am gänzend parierenden Sander Torwart (52.), und Sven Hasslers zielte wenige Zentimeter am Tor vorbei (58.). Stattdessen traf noch Steffen Bernhardt nach Oliev-Solo für die Bad Emstaler zum 4:1-Endstand.

Am Ende sprach SSV Trainer Peter Wefringhaus von einem „verdienten, aber hart umkämpften Sieg gegen einen starken Gegner“, während Mehic nach einer Partie bei dunklem Nieselregenwetter sich enttäuscht zeigte:_„Die Mannschaft hat sich zwar bemüht, aber es war kein richtiges Aufbäumen zu sehen.“

Bad Soden: González García; Harmancioglu (75. Zuchowski), Kress, Özyer, Scheller – Moaremoglu, A. Albayrak – Dietz (58. Sieniawski), Hassler, Degermenci – Mulfinger (55. Noori).
Sand: Schmeer; Garwardt, Knigge (88. Wicke), Oliev, Bräutigam, Klitsch, St. Bernhardt, Guthoff, Moskaltschuk (69. Kaczenski), Schäfer, Wagner (78. Luckei).
Schiedsrichter: Timo Wlodarczak (ESV Weiterode).
Zuschauer: 250.
Tore: 0:1 Samet Degermenci (33.), 1:1, 2:1, 3:1 Daniel Wagner (35., 50., 56.), 4:1 Steffen Bernhardt (85.). / sar

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