Hessenliga-Abstiegsrunde startet
Mentalität gefordert
Hünfelds Nils Wenzel (links) und Fliedens Sascha Rumpeltes starten morgen mit einem Heimspiel in die Hessenliga-Abstiegsrunde. Foto: Kevin Kremer
Der HSV empfängt dabei den FV Bad Vilbel (15 Uhr), der gemeinhin als "eklig", weil schwierig, zu bespielen gilt: „Das muss uns aber ganz egal sein. Wir haben ein Heimspiel und wir wollen drei Punkte“, macht Hünfelds Fußball-Chef Mario Rohde deutlich und ergänzt: „Es muss unser Ziel sein, dass wir dem Spiel unseren Stempel aufdrücken. Dafür müssen wir von Anfang an schlicht mehr tun als der Gegner. Einstellung schlägt bekanntlich Aufstellung.“
Die durchwachsene Vorbereitung nimmt Rohde gelassen. „Das kennt man doch. In so einer Vorbereitung gibt es aus verschiedensten Gründen Hochs und Tiefs. Im Pokal gegen Regionalligist Steinbach Haiger hat man gesehen, zu was die Mannschaft im Stande ist. Wenn wir in der Liga so als Kollektiv auftreten und diese Mentalität zeigen, dann steigen wir nicht ab“, ist sich Rohde sicher.
Allerdings wird dabei neben den Winterabgängen Alexander Reith und Lukas Budenz auch Noah Quanz nicht mehr mithelfen. Quanz schloss sich Süd-Verbandsligist JSK Rodgau an. Er wohnt mittlerweile in Offenbach.
Hirsch als Psychologe gefragt
Bei Buchonia Flieden wiegt der Schock mit der schweren Verletzung von Marius Kullmann auch wenige Stunden vor dem nächsten Heimspiel gegen den SV Zeilsheim (15 Uhr) noch nach. „Das war eine ganz kritische Situation. Die beiden gebrochenen Rippen sind das eine, aber die Lunge ist eine ganz andere Geschichte. Glücklicherweise geht es leicht aufwärts mit Marius. Da spielt der Fußball zunächst überhaupt keine Rolle. Es ist schwer, aber die Spieler müssen das aus den Köpfen bekommen“, ist Trainer Bardo Hirsch dieser Tage als Psychologe gefragt.
Zumal er die 4:5-Niederlage gegen Baunatal zum Jahresauftakt an einem Kopfproblem ausmacht. „Wir machen zu viele individuelle Fehler. Du musst auch mal nach rechts und links gucken, schauen was hinter dir passiert. Als Trainer kannst du das ansprechen, aber der Spieler muss es abstellen und beherzigen.“
Zudem hat der Coach das Problem, dass sich sein Team fast von alleine aufstellt. „Wir haben etliche Fragezeichen, so dass ich nicht sagen kann, wer die Rolle von Marius übernimmt. Wir werden am Samstag elf Mann zusammen bekommen, aber wer wo spielt, das entscheidet sich vielleicht sogar erst am Spieltag selbst.“
Den Gegner aus Zeilsheim sieht Hirsch derweil als echte Einheit: „Da gibt es keinen überragenden Spieler, der heraussticht, sondern das ist ein Team. Die spielen technisch sehr starken Fußball, kommen über die Geschlossenheit.“
Auswärts startet der SV Steinbach ins neue Jahr: Vom Mühlengrund aus geht es auf die über 160 Kilometer lange Reise zu Viktoria Griesheim, die mit dem Klassenerhalt die dann zehnte Hessenligasaison am Stück eintüten will.


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